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Polizeipräsident Wolfgang Albers und der leitende Kriminaldirektor Wagner

Dunkle Jahreszeit: 15 Einbrüche pro Tag - Kölner Polizei testet Spezialistenteam im Streifendienst

Köln | Im Durchschnitt gibt es in den beiden Städten Köln und Leverkusen jetzt in der dunklen Jahreszeit täglich 15 Einbrüche. 481 Einbrüche und Einbruchsversuche gab es binnen der vergangenen vier Wochen. Die tägliche Zahl schwankt je nach Wochentag und Wetter. Besonders viel wird an den Tagen Donnerstag, Freitag und Samstag eingebrochen. Bevorzugt ist nicht die Nacht, sondern die Zeit der Dämmerung zwischen 16 und 21 Uhr.

Wohnungseinbruch an allen Orten in Köln

Waren es früher bestimmte Viertel, die betroffen waren, kann es heute im Prinzip jedes Haus und jede Wohnung im Gebiet der beiden Städte treffen. „Das reicht von der Hartz-IV- bis zur reichen Wohnung. In Großstädten wie Köln gibt es für Wohnungseinbrüche keine Brennpunkte mehr. Auch Mehrfamilienhäuser sind betroffen“, sagt Polizeipräsident Wolfgang Albers. Im vergangenen Jahr gab es in Köln und Leverkusen mehr als 6000 Einbrüche, für 2015 werden ähnliche Zahlen erwartet.

Mit 40 Prozent ist der Anteil der versuchten Einbrüche im Bereich des Polizeipräsidiums Köln besonders hoch. „Die Täter suchen gezielt Objekte aus, in die man schnell und einfach einbrechen kann“, sagt Wolfgang Baldes von der Kriminalprävention. Gerade gut gesicherte Türen und vor allem Fenster bzw. Terrassen- und Balkontüren vermindern das Risiko deutlich.

Türen und Fenster geschlossen halten

Wichtig ist laut Polizei auch das Verhalten der Menschen. So sollten Türen und Fenster immer fest verschlossen werden, auch wenn man tagsüber das Haus verlässt. Ebenso wichtig ist es bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei unter der Nummer 110 zu rufen. So konnte am Freitag ein Trio in Rodenkirchen festgenommen werden. Eine junge Frau hatte die Männer an einem Mehrfamilienhaus beobachtet. In einem anderen Fall hatte ein Einbruchsopfer zufällig an einen Kiosk bei einem der mutmaßlichen Täter ihren Ring entdeckt und die Beamten gerufen. Auch hier gingen der Polizei zwei Einbrecher ins Netz.

Um künftig noch effektiver gegen die Einbruchskriminalität vorgehen zu können, wurden bei der Polizeiinspektion 6 in Köln unter den Streifenbeamten ein geschultes Spezialistenteam gebildet. „Diese nehmen die Einbrüche auf und betreuen bzw. beraten die Opfer direkt vor Ort. Damit will man die Ermittlungen deutlich effektiver machen“, sagt Norbert Wagner, Leiter Direktion Kriminalität. Wenn dieser auf ein halbes Jahr angelegte Test erfolgreich verläuft, soll es stadtweit bei allen Inspektionen solchen Teams geben. Neu ist auch der Wohnungseinbruchs-Radar auf der Homepage der Polizei, auf dem Bürger tagesaktuell erkennen können, wo es im Stadtgebiet Einbrüche gegeben hat.

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Mehr zum Thema: Auf Streife mit einem Bezirksbeamten >
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