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Im Altpapier gefunden: Vertrauliche Mandantenakten einer Anwaltskanzlei

Köln | In drei Papiercontainern im Bonner Stadtteil Ramersdorf fanden Polizeibeamte hunderte Akten von Mandanten einer Brühler Anwaltskanzlei, gegen die bereits die Staatsanwaltschaft Köln wegen Untreue und Betruges ermittelt. Ein aufmerksamer Passant hatte die Beamten auf die Spur gebracht.

Die Ermittlungen liegen bei der Kölner Kripo, weil diese bereits gegen das Anwaltspaar aus Brühl ermittelt. Jetzt kommt neben dem Verdacht der Untreue und Betrug noch die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz hinzu. Der Passant war bereits am 6. April 2015 auf die Schreiben gestoßen und hatte ein Schriftstück mitgenommen. Nach einer kurzen Recherche im Netz stellte er fest, dass gegen die auf dem Schriftstück angegebene Kanzlei bereits ermittelt werde. Der Passant verständigte Polizei und Staatsanwaltschaft. Die stellte die Papiercontainer sicher.

Aufgrund der Ermittlungen war den beschuldigten Juristen bereits die Anwaltszulassung entzogen worden. Der verursachte Schaden beläuft sich auf etwa eine Million Euro. Mutmaßlich stammen die aufgefundenen Akten aus der Kanzleiauflösung.

Gegen die ehemaligen Anwälte wird nun wegen Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz und Verletzung von Privatgeheimnissen ermittelt.

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