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Innenstadt: Polizei durchsucht Wohnungen nach Sprengstoff - Verdacht nicht bestätigt

Köln | aktualisiert | Die Kölner Polizei hat heute in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Köln zwei Wohnungen in einem Haus in der Innenstadt durchsucht. Als Grund gibt Polizeisprecher Held an: Es gab einen Hinweis auf Sprengstoff. Zwei Männer wurden als Verdächtige ins Polizeipräsidium Kalk gebracht und werden dort aktuell vernommen. Die Durchsuchung der Wohnungen mit dem Sprengstoff-Spürhund hat keine Erkenntnisse erbracht. Aktualisiert 10:55 Uhr: Der Verdacht gegen die beiden Männer bestätigte sich nicht, teilte die Polizei mit. Sie wurden noch am gleichen Abend wieder nach Hause gebracht.  Die Polizei ermittelt jetzt gegen den oder die Hinweisgeber.

Die Polizei hat am Samstag gegen Mittag einen Hinweis erhalten, dass sich in einer Wohnung in der Kölner Innenstadt Sprengstoff befinden solle. Danach habe man sofort die Ermittlungen aufgenommen, das Haus und die Wohnung lokalisiert, so Sprecher Held. Es ist kurz nach Mitternacht als vor dem Haus Beamte der Kölner Polizei und ein Sondereinsatzkommando vorfahren. Rund 30 Minuten später bringen die Beamten zwei Männer nach unten. Sie gelten für die Kölner Polizei zunächst als Verdächtige und werden daher zur Vernehmung nach Kalk ins Polizeipräsidium gebracht. Sie werden aktuell durch Beamte der Kriminalpolizei vernommen. Dort soll zudem ihre eindeutige Identität festgestellt werden. Ein Sprengstoff-Spürhund durchsuchte beide Wohnungen. Es wurde kein Sprengstoff gefunden.

Sollte der Hinweis falsch gewesen sein und sich jemand vermeintlich einen Scherz erlaubt haben, dann wird die Polizei in diese Richtung ermitteln. Allerdings sei der Tatverdacht von erheblicher Schwere, vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Gefährdungslage, dass es gerechtfertigt sei konsequent zu ermitteln, vorzugehen und auf Verdacht zu durchsuchen, so die Kölner Polizei.

Ermittlungen gegen den Hinweisgeber

Die Polizei Köln ermittelt nun wegen des Verdachts der Vortäuschung von Straftaten, falscher Verdächtigung, Missbrauch von Notrufen und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten gegen den Hinweisgeber (36). Der 36-Jährige stammt aus dem Raum Siegburg und muss sich jetzt in einem Verfahren verantworten.

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