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Spür- und Schutzhund Aaron vom Hauptzollamt Köln beim Aufspüren von Drogen.

Jahresstatistik 2014 - Kölner Zoll beschlagnahmt deutlich mehr Drogen

Köln |  Die Menge der beschlagnahmten Drogen durch den Kölner Zoll ist im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Vor allem bei synthetischen Drogen gibt es Zuwächse zu verzeichnen. Das geht aus der nun vorgelegten Jahresstatistik 2014 des Hauptzollamtes Köln hervor.  

Deutlich mehr Drogen als im Vorjahr beschlagnahmt

Im Vergleich zum Vorjahr zog das Kölner Hauptzollamt deutlich mehr Drogen aus dem Verkehr. So wurden in 2014 rund 68,3 Kilogramm Heroin sichergestellt, in 2013 waren dies 9,1 Kilogramm. Auch ein Zuwachs beim Kokain, hier wurden 2014 32,1 Kilo sichergestellt, 2013 lag der Wert bei 26,5 Kilo. Waren die Zahlen für Amphetamine (2014: 16,5 kg/2013: 38,4 kg) und Haschisch (2014: 2 kg/2013: 13,1 kg) rückläufig, so gibt es eine enorme Steigerung bei Ecstacy und sonstigen, vor allem synthetischen Drogen wie Crystal Meth zu verzeichnen. Beschlagnahmten die Zollbeamten in 2013 gerade einmal 257 Stück Ecstasy, waren es im vergangenen Jahr über 200.000 Stück. Bei den sonstigen Betäubungsmittel wurden 2014 über 4.700 Kilogramm sichergestellt, 2013 betrug dieser Wert knapp 1.900 Kilogramm. Auch die Anzahl der sichergestellten Zigaretten ist 2014 deutlich angestiegen. Wurden 2013 noch 61.000 Zigaretten aus dem Verkehr gezogen, so waren es im letzten Jahr rund 210.000 Stück.

Vollmobile Röntgenanlage hilft beim Aufspüren illegaler Fracht

Zum Aufspüren von Drogenschmuggel im großen Stil und anderer illegaler Fracht kommt beim Hauptzollamt Köln modernste Technik zum Einsatz. Sie ist tonnenschwer, kostet rund 1,8 Millionen Euro und das Hauptzollamt Köln besitzt eine von bundesweit drei: eine vollmobile Röntgenanlage, mit der ganze Sattelzüge durchleuchtet werden können, um illegale Fracht aufzuspüren. Seit 2012 besitzt der Kölner Zoll dieses Gerät, dass im gesamten Mitteldeutschen Raum von der deutsch-niederländischen bis zur deutsch-tschechischen Grenze im Einsatz ist.

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Bild: die vollmobile Röntgenanlage des Hauptzollamtes Köln.

Spektakulärster Fang, den die Beamten  mit dem modifizierten Lkw machten zusammen mit Kollegen aus Koblenz machten: ein Rauschgiftfund – 128 Kilogramm Amphetimine, versteckt im Führerhaus eines Trucks. Dabei ist der Röntgen-Lkw täglich im Einsatz, fordert von Beamten, die die Bilder auswerten, höchste Konzentration.

Kampf Marken- und Produktpiraterie

Die Beamten des Hauptzollamts Köln beschlagnahmten im Kampf gegen Marken- und Produktpiraterie im vergangenen Jahr Waren im Wert von 3,11 Milionen Euro. Mit rund 785.000 Euro größter Posten: Handys und Bauteile daraus, gefolgt von Waren, wie etwa Ersatzteilen im Wert von rund 576.000 Euro. Auch darunter Kfz-Ersatzteile, die nicht nur gegen Markenrecht verstoßen sondern auch sicherheitsgefährdend sein können. Hauptherkunftsland der Ware: China, mit einem Anteil von rund 56 Prozent, gefolgt von der chinesischen Sonderverwaltungszone  Hongkong mit knapp 25 Prozent.

Schwarzarbeit: rund 1.400 Arbeitgeber überprüft

Im Jahr 2014 wurden  1.391 Arbeitgeber durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit geprüft. Daraus ergaben sich laut Hauptzollamt Köln 4.019 eingeleitete und 4.018 abgeschlossene Ermittlungsverfahren wegen Straftaten. Rund 450.000 Euro an Geldstrafen wurden erhoben. Die durch die Kontrollen aufgedeckte Schadenssumme im Zuständigkeitsbereich der Hauptzollamtes Köln beläuft sich laut Claas Felix Becker-Adam, Sachgebietsleiter Finanzkontrolle Schwarzarbeit, auf rund 30,62 Millionen Euro. Kontrollschwerpunkt gesetzt habe man 2014 in den Bereichen Bau, im fleischverarbeitenden Gewerbe sowie in der Hotel- und Gaststättenbranche.

Rund 3,845 Milliarden Euro Einnahmen in 2014

Rund 3,845 Milliarden Euro wurden 2014 durch das Hautzollamt Köln eingenommen, was annähernd einem Prozent des jährlichen Bundeshaushalts enstpreche, so Monika Lucht-Kirchner, Leiterin des Hauptzollamts Köln. Nur einen kleinen Teil, rund 180 Millionen Euro nahm die Bundesbehörde durch Zölle ein. Den größten Anteil an den Einnahmen hat mit rund 2,36 Milliarden Euro die Einfuhrumsatzsteuer. Die restlichen rund 1,3 Milliarden Euro stammen aus Einnahmen aus Verbrauchsteuern, allen voran die Stromsteuer mit 414 Millionen Euro, gefolgt von Energiesteuer mit 282 Millionen Euro und Luftverkehrssteuer mit rund 349 Millionen Euro.

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