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reker_17102015

Der Wahlkampfstand nach der Messerattacke am Eingang des Braunsfelder Wochenmarktes

Messerattacke auf Henriette Reker - politisch motivierte Tat

Köln | Liveticker beendet 14:49 Uhr  | Henriette Reker wurde heute morgen um 9:05 Uhr auf dem Wochenmarkt an der Aachener Straße in Köln Braunsfeld mit einem Messer attackiert. Das bestätigte Frederik Schorn aus dem Wahlkampfteam von Henriette Reker. Reker sei verletzt, nicht in Lebensgefahr und im Krankenhaus in Behandlung. Insgesamt wurden fünf Menschen verletzt. Neben Frau Reker eine weitere Person schwer. Der Täter wurde noch am Tatort festgenommen. Um 15 Uhr wollen sich Polizei und Staatsanwaltschaft äußern, eine Mordkommission wurde eingesetzt. Offen ist, wie es mit der Wahl weitergeht, in der Stadt tagt Wahlleiterin Klug mit ihrem Team. NRW Innenminister Jäger spricht von einer politisch motivierten Tat. Die Wahl findet morgen statt, teilte die Stadt soeben mit. Um 14:15 Uhr gab es in der Schildergasse eine spontane Kundgebung von CDU, Grünen, FDP, Deine Freunde und SPD, die ihrer Bestürzung über das Attentat Ausdruck verliehen und von einem Anschlag auf die Demokratie sprachen.

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Die Zusammenfassung des Tages finden Sie hier >

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Der Liveticker ist beendet

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14:49 Uhr > Die Partei zieht mit wehenden Fahnen über die Deutzer Brücke
Als sich CDU, SPD, Grüne, FDP und Deine Freunde am wahlcontainer der CDU in der Schildergasse trafen, um ihrer Bestürzung über den Anschlag Ausdruck zu verleihen und auch alle Wahlkampfaktivitäten eingestellt hatten zogen rund 50 Sympathisanten der Partei über die Deutzer Brücke. Mark Bennecke kandidiert für die Partei um das Amt des Oberbürgermeisters.

13:43 Uhr > Um 14:15 Uhr demonstrieren die Demokraten Kölns auf der Schildergasse

Nach dem Anschlag auf Henriette Reker haben CDU, Grüne, FDP und Deine Freunde vereinbart, sich zusammen mit der SPD und der Linkspartei auf der Schildergasse (vor Kaufhof) zu versammeln. Hans Schwanitz und Marlis Bredehorst: "Wir sind auch jetzt, einige Stunden nach dem Attentat, geschockt. Wir wünschen Henriette Reker und den anderen Verletzten alles Gute, wünschen ihnen, dass sie das Attentat in voller Gesundheit überstehen. Wir wollen das um 14:15 auf der Schildergasse zum Ausdruck bringen. Der Anschlag auf Henriette Reker ist ein Anschlag auf unsere Demokratie."

13:42 Uhr > Wahl findet statt

Trotz der Messerattacke wird die für den morgigen Sonntag, 18. Oktober 2015, angesetzte Wahl der neuen Oberbürgermeisterin/des neuen Oberbürgermeisters für die Stadt Köln stattfinden. Diese Entscheidung hat Wahlleiterin Gabriele C. Klug nach Prüfung der gesetzlichen Regelungen nach Paragraph 21 sowie Paragraph 46 b und c des Kommunalwahlgesetzes Nordrhein-Westfalen mitgeteilt.
Die Wahlleiterin appelliert an die Kölnerinnen und Kölner, trotz des schrecklichen Ereignisses von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Sie ermutigt alle wahlberechtigten Kölnerinnen und Kölner am morgigen Sonntag ihre Stimme abzugeben und so die politische Zukunft der Stadt Köln mitzugestalten. Die Stadt Köln weist darauf hin, dass in den Stadtteilen Heimersdorf und Chorweiler Plakate aufgetaucht sind, auf denen von einer angeblichen Absage der Wahl die Rede ist. Die Stadt weist darauf hin, dass diese Angaben falsch sind und es sich dabei nicht um Mitteilungen der Stadt Köln handelt. Sie hat die Polizei eingeschaltet.

13:39 Uhr > Politisch motivierte Tat

Mit Entsetzen habe Innenminister Ralf Jäger auf das „verabscheuungswürdige Attentat“ auf die Kandidatin für das Kölner Oberbürgermeisteramt Henriette Reker reagiert, so eine Mitteilung des Ministeriums: „Die Polizei setzt alles daran, die Hintergründe dieser Tat so schnell wie möglich aufzuklären. Die Ermittlungen der Kölner Polizei und des Landeskriminalamtes laufen mit Hochdruck. Auch der NRW-Verfassungsschutz ist mit eingebunden. Die ersten Anzeichen sprechen für eine politisch motivierte Tat. Ich wünsche Frau Reker und den anderen bei dem Angriff verletzten, dass sie bald wieder gesund werden.“

13:19 Uhr > Politiker verurteilen Messerangriff auf Kölner OB-Kandidatin Reker

Spitzenpolitiker von CDU, SPD, Grünen und FDP haben den Messerangriff auf die Kölner Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker verurteilt. "Gewalt hat in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz", twitterte SPD-Chef Sigmar Gabriel."Meine Gedanken sind bei den Opfern des Angriffs in Köln und ihren Angehörigen."

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) nannte den Angriff eine "unfassbare, abscheuliche Tat". Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner sprach von einer "irrsinnigen Tat, die letztlich allen gilt, die sich für die Demokratie engagieren". Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt zeigte sich "fassungslos", CDU-Vize Armin Laschet erklärte, er sei "tief entsetzt".

11:50 Uhr > Fünf Verletzte, darunter zwei Schwerverletzte
Die Wahlkampfstände von Grünen, CDU und FDP stehen nebeneinander am Eingang des Marktes in Köln-Braunsfeld. Blumen liegen auf dem Boden. Der Schirm von FDP und Grünen liegt auf dem Boden. Am CDU stand drei Luftballons. Ralph Sterck, der Fraktionsvorsitzende der FDP im Kölner Rat, spricht von einem wichtigen Ort für den Wahlkampf. Frau Hoyer von der FDP sei am Stand im Gespräch mit Frau Reker und einer weiteren Dame gewesen, als der Attentäter sich näherte und unvermittelt zugestochen habe. Zunächst, so auch ein weiterer Zeuge sei Frau Reker im Halsbereich getroffen worden. Der Täter soll dann auf weitere Umstehende gestochen haben. Dann habe er sich von dem Stand entfernt, so Ratsmitglied Dr. Strahl, der Zeuge war. Er soll das Messer fallengelassen haben und einfach stehen geblieben sein. Ein Standmitglied der Grünen habe den Täter dann mit einem Wahlkampschirm in Schach gehalten. Der Täter, die Polizei die ihn problemlos festnehmen konnte, soll 44 Jahre alt sein. Dann, so Strahl habe der Täter sinngemäß gerufen die Gesellschaften vor Solchen, gemeint war Frau Reker, zu schützen und er habe dies nur "für Euch getan". Die Polizei spricht von fünf Verletzten, zwei davon schwer.

Eine Ärztin habe Frau Reker, die nach der Attacke auf dem Boden lag, zunächst versorgt. Sie sei, so Oberbürgermeister Roters, der ebenfalls an den Tatort geeilt ist, ansprechbar gewesen, bis sie im Rettungswagen war. Roters verurteilte die Tat in einem ersten Statement aufs Schärfste. Strahl geht von einer politisch motivierten Tat aus. Nach dem Notruf eilte die Kölner Feuerwehr mit drei Notärzten, fünf Rettungswagen und dem Rettungshubschrauber an den Ort des Geschehens. Der Täter sei fünf Minuten nach der Tat von der Polizei festgenommen worden.

Aktuell tagt die Wahlleiterin der Stadt Klöln, Kämmerin Klug, mit ihrem Team, um über den Wahlsonntag zu beraten.

Oberbürgermeister Jürgen Roters zeigte sich erschüttert über die Attacke auf den Wahlstand und dass so etwas auf den Straßen Kölns möglich sei. Man wolle ja gerade den Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern zwischen denen die später Verantwortung für die Stadt trügen. Eine solche Tat habe er sich in seinen schlimmsten Träumen nicht vorstellen können und dass dies jetzt Wirklichkeit geworden sei. Er hoffe nun, dass es Henriette Reker und den anderen Verletzten bald wieder gut ginge. Es gelte nun an diese zu denken. Nach seiner ersten Information sei die Luftröhre betroffen und Henriette Reker werde nach eingehender Diagnose für eine Operation im Klinikum Merheim vorbereitet. Er hoffe, dass sich ihr Gesundheitszustand bald wieder verbessere. 

Jochen Ott, Gegenkandidat von Henriette Reker hat sich auf Facebook geäußert und sich zutiefst schockiert gezeigt. Seine und die Gedanken der Kölner Sozialdemokratie seien bei Frau Reker und den anderen Verletzten, so Ott. Alle Wahlkampfaktivitäten, so auch die Bannerwerbung ruhe und sei umgehend gestoppt worden. An die Verletzten gingen die besten Genesungswünsche.

10:32 Uhr > Die geplanten Termine mit Henriette Reker in Weiden, Emil-Schreiterer-Platz, Widdersdorf, Unter Linden 286, Edeka, Lindenthal, Dürener Str. Ecke Klosterstraße, Sülz, Sülzburgstr. Ecke Wichterichstraße und den Abschluss mit Armin Laschet auf der Schildergasse Ecke Hohe Straße wird Henriette Reker nicht wahrnehmen.

Stimmen aus der Kölner Politik

Kölner FDP ist entsetzt über Angriff auf Henriette Reker - Wahlkampf abgesagt - Gedanken bei Verletzten

Mit großer Bestürzung haben wir von dem Messerangriff auf Henriette Reker erfahren. Wir sind erleichtert, dass sie anscheinend nicht mehr in Lebensgefahr schwebt. Unsere Gedanken und Genesungswünsche sind bei ihr.

Wir danken allen, die mit ihrem mutigen Einsatz den Attentäter überwältigen konnten, der offensichtlich Frau Reker gezielt am gemeinsamen Stand von CDU, Grünen und FDP angegriffen hat. Leider wurden mehrere Personen dabei verletzt, die derzeit in Kölner Krankenhäusern behandelt werden. Auch für sie hoffen wir das Beste, wünschen eine schnelle Genesung und viel Kraft bei der Verarbeitung dieses unfassbar schrecklichen Erlebnisses.

Wir haben alle Wahlkampfaktionen abgesagt. Der Schock über den Einbruch sinnloser Gewalt sitzt bei allen Wahlkämpfern tief. Ein Übergang zum Wahlkampfalltag scheidet für uns alle aus.

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DIE LINKE Köln verurteilt den Anschlag auf Henriette Reker
Am heutigen Samstagmorgen wurde die OB-Kandidatin von CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern, Henriette Reker, auf einem Markt in Köln-Braunsfeld mit zwei Messern angegriffen und schwer verletzt. Auch mehrere weitere Personen erlitten teils schwere Verletzungen.

DIE LINKE Köln ist entsetzt über das Attentat auf Frau Reker und verurteilt diesen Gewaltakt auf das Schärfste. Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei Frau Reker und den anderen Verletzten. Wir wünschen ihnen allen eine schnelle und vollständige Genesung!
   
Angelika Link-Wilden, Kreissprecherin DIE LINKE. Köln
Peter Heumann, Kreissprecher DIE LINKE. Köln
Jörg Detjen, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Köln
Matthias W. Birkwald, Mitglied des Bundestages, DIE LINKE.

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Hendrik Rottmann, Oberbürgermeisterkandidat der AfD: Der Angriff auf Frau Reker und ihre Begleiter hat mich tief erschüttert. Ich habe alle für heute geplanten Wahlkampfaktionen abgesagt. Ich wünsche Frau Reker und den weiteren Opfern, auch im Namen des Kreisverbandes, alles Gute und eine baldige Genesung.

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