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Auf dieser Fläche werden die beiden Flüchtlingszelte stehen

Flüchtlingsdrehkreuz Köln ab Montag am Köln Bonn Airport

Köln | Das dritte NRW-Flüchtlingsdrehkreuz entsteht am Köln-Bonner Flughafen. Dies teilte heute die Stadt Köln mit. Zunächst sei mit Montag Nachmittag beginnend geplant, dass alle zwei Tage ein Flüchtlingszug mit rund 1.000 Menschen aus Süddeutschland in Köln eintrifft. Dann werden die Flüchtlinge in zwei großen Zelten mit Nahrung und Getränken versorgt, bevor sie mit Bussen in eine der 47 NRW-Erstaufnahmeeinrichtungen transportiert werden.

Der Flughafen reagiere auf eine Anforderung durch die Stadt Köln. Die Flüchtlingszüge kommen im unterirdischen Bahnhof an. Sie werden dann über einen Notausgang und eine Treppe auf einen Platz vor dem DB-Halt gebracht. Dort werden bis Montag zwei Zelte mit einem Fassungsvermögen für rund 1.000 Menschen aufgestellt. Beide Zelte zusammen sollen 1.100 qm Fläche umfassen. Dort gibt es Essen und Getränke, Toiletten und Waschmöglichkeiten. Die Flüchtlinge sollen sich hier von der rund sieben bis 10-stündigen Fahrt aus Süddeutschland kurz erholen. Dann werden sie in Bussen in die 47 Erstaufnahmelager in NRW verteilt. Die Flüchtlinge sollen maximal fünf Stunden in Köln bleiben. Flüchtlinge sollen, ganz gleich zu welcher Tages- und Nachtzeit sie dort ankommen, nicht in den Zelten übernachten.

Stadtdirektor Guido Kahlen verspricht, dass die Flüchtlinge auf ihren Kurzaufenthalt in Köln schon im Zug vorbereitet werden. Dort stünden bereits Dolmetscher zur Verfügung, die den Flüchtlingen mitteilen, dass sie nicht abgeschoben werden. In Köln sollen die Züge alle zwei Tage ankommen im Wechsel mit Düsseldorf. Ab Montag werden dann nach Dortmund zunächst keine Züge mehr geleitet. Dort müsse die Infrastruktur ausgebaut werden. Sobald dies erfolgt sei, werden die drei NRW-Drehscheiben Düsseldorf, Köln und Dortmund im drei Tages Rhythmus von Flüchtlingszügen angefahren. Guido Kahlen kann sich vorstellen, dass NRW noch eine vierte Drehscheibe benötige. Allerdings sei abzuwarten, was nächste Woche im Kanzleramt in Berlin beim Flüchtlingsgipfel herauskomme und wie anschließend die Verteilung auf die Bundesländer aussehe.

Die Kölner Feuerwehr, so deren leitender Direktor Johannes Feyrer, definiert aktuell die Drehscheibe als Einsatzstelle der Feuerwehr. Dies bedeute, dass die Hilfsleistung am Flughafen nicht auf Dauer angelegt sei, sondern nur so lange, wie eine feste Struktur aufgebaut sei. Stadtdirektor Guido Kahlen geht nach Rücksprache mit seinen Kollegen in Dortmund und Düsseldorf davon aus, dass rund 220 haupt- und ehrenamtliche Kräfte benötigt werden. Bis diese allerdings alle einsatzbereit sind, wird die Kölner Feuerwehr, die über das nötige Know How verfügt, die Einsatzleitung übernehmen und dafür sorgen, dass schon ab dem ersten Flüchtlingszug alles reibungslos verläuft. Läuft alles, dann werde sich die Feuerwehr zurückziehen, so Feyrer.

Die Kölner Verkehrsbetriebe werden die Koordination der Busse übernehmen, die die Flüchtlinge an ihre Bestimmungsorte bringen werden. Dies wird die KVB teilweise mit eigenen Bussen organisieren. Zum anderen wird sie private Busunternehmen aus der Kölner Region oder Busunternehmen aus den Zielorten. Im Bedarfsfall könnten auch Busse bei der Bundeswehr angefordert werden. Für die Sicherheit der Flüchtlinge auf dem Bahngelände ist die Bundespolizei zuständig. Anschließend die Stadt und der Flughafen, denn die Zelte stehen auf dem Gelände des Köln Bonn Airport. Die Kölner Polizei wird aber eng und kooperativ mit der Stadt zusammenarbeiten.

Die Stadt Köln wird eine Hotline einrichten für alle die, die helfen wollen, bittet aber mit Rücksicht auf die räumlich enge Situation und den besonderen Bereich Flughafen die Kölnerinnen und Kölner auf besondere Kundgebungen der Willkommenskultur zu verzichten. Man solle zum einen die Situation der Flüchtlinge bedenken, die mehrere Stunden Zugfahrt hinter sich hätten und bis zu ihrem Weitertransport eine kurze Verschnaufpause bräuchten. Zudem werden die Menschen in ihren Ankunftsorten noch einmal willkommen geheißen. Köln sei da nur eine Zwischenstation. Flughafenchef Michael Garvens wies zudem darauf hin, dass die Rettungswege frei bleiben müssen und die Abfahrt der Busse geregelt ablaufen solle. Auch die Hilfsorganisationen bitten darum keine Spenden zum Flughafen zu bringen. Derzeit seien alle Lager voll. Wer wirklich helfen will, der sollte sich über die Hotline melden. Die Kölner Freiwilligen Agentur würde dann koordinieren. Helfende Hände seien eher gefragt, etwa bei der Essens- oder Kleiderausgabe. Aber auch hier gilt, die Hilfe müsse geordnet ablaufen. Daher bitte vorher anmelden und nicht einfach zum Flughafen kommen. Es werde zudem überlegt Wlan kostenlos zur Verfügung zu stellen und Steckdosen, damit die Smartphones aufgeladen werden können. Die Kosten für die Drehscheibe trägt das Land Nordrhein-Westfalen, so Stadtdirektor Guido Kahlen, denn das Land habe um Amtshilfe ersucht. Wenn Dortmund wieder einsatzbereit sei, dannn werde es einen drei Tage Rhythmus geben, so der Stadtdirektor.

Die Stadt sucht noch Dolmetscher für die Sprachen: Urdu, Farsi, Kurdisch, Arabisch und Türkisch.

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