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Flüchtlingsfrauen werfen Kölner Sicherheitsdienst Übergriffe vor

Köln / Flüchtlingsfrauen aus einer Kölner Notunterkunft haben Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Frauen seien beim Duschen und Stillen fotografiert und gefilmt worden, die Sicherheitsleute hätten den Frauen aufgelauert und versucht, sie zum Geschlechtsverkehr zu überreden, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagsausgabe). In die Unterkunft wollten viele so lange nicht zurückkehren, bis der Sicherheitsdienst ausgetauscht sei.

Die Polizei ermittelt, es bestehe der Anfangsverdacht des sexuellen Missbrauchs. Anzeigen zu Übergriffen in dem Heim lagen der Polizei bis Mittwochnachmittag aber nicht vor, schreibt die Zeitung weiter. Die Flüchtlinge beklagen außerdem schlechte hygienische Zustände.

Sie würden mangelhaft mit Essen versorgt, es gebe keine Übersetzer, kaum Hilfe bei gesundheitlichen Problemen, nur jeweils sechs Toiletten und zwei Duschen für Frauen und Männer. 70 Flüchtlinge aus dem betroffenen Heim demonstrierten darum am Mittwochnachmittag vor dem Bundesamt für Migration und überreichten zwei offene Briefe.

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