Köln Nachrichten Köln Nachrichten

Einsturzstelle_03_03_16

Der Künstler Mischa Kuball an der Einsturzstelle

Gedenken an den Archiveinsturz vor sieben Jahren

Köln | Zum siebten Jahrestag der Zerstörung des Kölner Stadtarchivs, nahm sich die Bürgerplattform „Köln kann auch anders“ (K²A²) zum Anlass, nicht nur den Opfer zu gedenken, sondern auch den Blick nach vorne zu richten. Dafür trafen heute Stadtdirektor Guido Kahlen und K²A²-Sprecher Frank Deja am Unglücksort zusammen. Kahlen sprach über den Stand der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und die nächsten Schritte der Stadt. Deja über die Forderungen von K²A².

---
Fotostrecke: Gedenken an den Archiveinsturz vor sieben Jahren

Der Einsturz des historischen Archivs der Stadt Köln – vor genau sieben Jahren – war in der Öffentlichkeit wahrnehmbar, als eine kulturelle Katastrophe von unvergleichlichem Ausmaß. Stadtdirektor Guido Kahlen und K²A²-Sprecher Frank Deja trafen an der Einsturzstelle zusammen. Die Versammlung an der Einsturzstelle wurde musikalisch begleitet. Deja appellierte an die neue Oberbürgermeisterin Henriette Reker sich für die Überwindung des 'Kölner Grundübels' einzusetzen: „Machen Sie ernst mit ihrem Versprechen, an dem 'Kölner Grundübel' etwas zu tun. Und machen Sie die Bürgerinnen und Bürger dabei zu Ihren Verbündeten“, so Deja.

Die Zerstörung des Stadtarchivs wird von K²A² nicht nur als schmerzhafteste Folge von Versäumnissen und Organisationsmängeln in den Spitzen von Politik gesehen, sondern auch als Versagen der Verwaltung und der kommunalen Betriebe. Sie alle seien ein Teil des 'Kölner Grundübel', denn niemand wolle die Verantwortung übernehmen. Die Folgen seien dabei von alle Kölner Bürgern unfreiwillig zu tragen: Verlust von urbaner Lebensqualität, Verschwendung der Steuergelder, und im Fall des Stadtarchivs sogar der Verlust von Menschenleben.

„Als Frau Reker nach der Silvesternacht sagte 'Ich habe schon den Eindruck, dass Leute nach Köln kommen, die denken, man könne sich hier so schlecht benehmen, wie man will', dann habe ich den Eindruck, dass es nicht nur für kriminelle Banden aus dem Maghreb sondern auch für Baufirmen mit teilweise kriminellem Geschäftsmodell, die wittern, dass sie sich hier auf Kosten der Allgemeinheit bereichern können“, erläuterte Deja.

„Wir ziehen jetzt die Konsequenzen“, sagte Kahlen und fügte hinzu: „wir müssen noch mehr Nachdenken, aber vor allem Vordenken, damit sich so etwas in unserer Stadt nicht wiederholen muss. Wir müssen die Risiken analysieren und diese transparent machen, um weitere Katastrophen dieser Art zu verhindern.“

Nach Abschluss der Ansprachen von Kahlen und Deja und der gemeinsamen Schweigeminute, wurde von der Initiative ArchivKomplex, ein auf den Katastrophenort bezogenes Kunstwerk, für den öffentlichen Raum enthüllt. Das Kunstwerk ist ein Geschenk an die Stadt Köln, dass die Bedeutung des Ereignisses vom 3. März 2009 für die Entwicklung der Stadt auf eindrucksvolle Weise herausstellen soll. Es ist die Arbeit des international bekannten Künstlers Mischa Kuball. Kuball ist seit 2007 Professor für Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

kuhweg_bombe_28092016

Köln | Bei der Untersuchung von Verdachtspunkten in Köln-Riehl wurde an einer Stelle ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Fundort liegt am Parkplatz Kuhweg, östlich des Niehler Gürtels. Die 10-Zentner-Bombe wird am morgigen Donnerstag, 29. September, entschärft. Der Evakuierungsradius wurde auf rund 700 Meter festgelegt. Entdeckt wurde dort eine 10-Zentner-Bombe amerikanischer Bauart, die über einen Heckzünder verfügt. Der Verdachtspunkt, an dem eine zweite Bombe liegen könnte - am Niederländer Ufer, nördlich der Mülheimer Brücke - wird am heutigen Tag noch weiter untersucht.

Köln | Der Tag der Begegnung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) werde im nächsten Jahr wieder in Köln stattfinden. Das inklusive Familienfest startet am 20. Mai 2017 im Rheinpark. Ab 2018 werde es dann einen jährlichen Wechsel geben zwischen einer Regionalisierungskampagne für Inklusion und dem Tag der Begegnung als Großveranstaltung in Köln.

bombe_foto_04082015

Köln | Mit Aufgrabungen in der Nähe der Mülheimer Brücke werden derzeit Verdachtspunkte für Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. An einem Punkt konnte eine Fliegerbombe entdeckt werden, deren Zustand jedoch noch näher untersucht werden müsse. Die Ergebnisse aus der Untersuchung eines zweiten Verdachtspunkts in unmittelbarer Nähe seien noch nicht abgeschlossen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf werde der Stadt Köln am heutigen Vormittag, 28. September, in einer Koordinierungsrunde weitere Details bekannt geben.

NEU: Terminkalender Köln

termine_02012015

Der neue report-K Terminkalender für Köln optimiert für Ihr Smartphone:

termine.report-K.de

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets