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Köln Bonn Airport: Spektakuläre Umsetzaktion des A 300 - Zero-G

Köln | Mit einer spektakulären Aktion hat heute der Köln Bonn Airport einen Airbus A 300 von der Luftseite auf die Landseite gehoben. Ein riesiger Kran, der 80 Tonnen heben kann, lies den riesigen Flieger Zero-G, der von der DLR für Forschungsflüge als Parabelflieger eingesetzt war, um Experimente in der Schwerelosigkeit oder Astronautentrainings zu ermöglichen, auf seine Ruhepunkt schweben. Dort wird das Flugzeug in Zukunft für Besuche zur Verfügung stehen.
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Ein erstes Video vom Transport des Fliegers am Kranhaken ist auf der Facebookseite von report-K zu sehen >
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Die Fotostrecke: Zero-G schwebt am Haken vom Rollfeld auf den Parkplatz >
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Der Kollege Mirko Wolf hat ein empfehlenswertes Video zur Umsetzungsaktion des Zero-G gedreht und geschnitten >
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Am Terminal 2 des Köln Bonn Airport herrschte reger Reisebetrieb kurz vor dem Ende der Sommerferien. Am Ende des Rollfeldes hinter dem Terminal 2 stand ein riesiger roter Kran. Einige Fotografen hatten sich aufgebaut, auch auf dem Parkhaus 3. Der Flurfunk unter den Plainspottern scheint zu funktionieren. Heute sollte ein ganz besonderer Flieger eine Spezialreise antreten. Der Parabelflieger Zero-G solltea eianen Zaun überwinden und vom rund 15 Meter höher liegenden Rollfeld auf einem Parkplatz abgestellt werden. Und dafür brauchte man einen 700 Tonnen schweren und rund 60 Meter hohen Schwerlastkran.

Unglaublich Logistik – Ein Flieger mit drei Leben

Um diesen an den Rand des Köln Bonner aRollfeldes zu transportieren, waren alleine 35 LKW nötig um die Einzelteile des Kranes nach Köln zu transportieren. Der Flieger Zero-G wiegt 80 Tonnen. Es ist ein Airbus A 300. Das erste von Airbus gebaut zweistrahlige Flugzeug. Diplom Biologin Dr. Ulrike Friedrich, beim DLR zuständig für die Parabelflüge, spricht daher auch von drei Leben des Fliegers. Der Zero-G war von 1973 bis 1997 als Testflugzeug bei Airbus eingesetzt. Der Erstflug eines A 300 war am 28. Oktober 1972. Von 1972 bis 2007 baute Airbus 561 Flugzeuge vom Typ 300. Der Zero-G flog ab 1997 im Auftrag der Forschung, bis er 2013 außer Dienst gestellt wurde. Ab 1999 wurde der Zero-G für Parabelflüge eingesetzt. Insgesamt absolvierte der Jet 13.180 Parabeln bei 5.200 Flügen und 4.200 Flugstunden. Auch Alexander Gerst, der jüngste der deutschen Astronauten, wurde hier ausgebildet. Jetzt wird der Zero-G ein multimediales Museumsflugzeug. Besucht werden kann es dann im Rahmen von Flughafen-Besucherführungen.

Wie funktioniert ein Parabelflug

Nach einem horizontalen Flug in Höchstgeschwindigkeit geht die Maschine zunächst in einen Steigflug, bei dem die doppelte Erdbeschleunigung herrscht, dann nimmt der Pilot den Schub von der Maschine, die Maschine steigt weiter, folgt einer Wurfparabel, jetzt herrscht in der vertikalen Bewegung eine Art freier Fall, die als Schwerelosigkeit empfunden wird. Diese Phase dauere rund 22 Sekunden, dann gleicht der Pilot aus, die Menschen kommen zurück auf den Boden, dann fängt der Pilot die Maschine ab, die Triebwerke geben Schub und es geht mit doppelter Erdbeschleunigung wieder nach unten. Friedrich von der DLR spricht von einem ganz besonderen Erlebnis, die man bei solchen Parabelflügen erlebe. Das Flugzeug sei von vielen Wissenschaftlern, Studenten und Doktoranden für ihre Experimente genutzt worden. Im Museumsflugzeug werden die spannendsten Experimente die an Bord stattgefunden habe, gezeigt. In der Regel kamen sie aus den Bereichen Raumfahrt, Medizin und Werkstoffforschung. Auch die Geschichte des Flugzeuges wird gezeigt und man kann Fotos machen, die einen selbst in der Schwerelosigkeit zeigen sollen.

Köln war nicht der Heimatflughafen

Der Zero-G war auf dem Flughafen Bordeaux-Mérignac zu Hause und dort wurden auch die Parabelflüge durchgeführt. Das DLR ließ dort 25. Kampagnen in seinem Auftrag durchführen. Die Piloten stammten von Airbus und waren dort Testpiloten. Es werde aber weiter Parabelflüge geben, allerdings mit einem neuen Jet, der auch schon eine besondere Vergangenheit. Es wird ein Airbus A 310 sein, der 1991 in Dienst gestellt wurde. Es war einer der Airbus-Maschinen, die die Bundesregierung nutzte und in der auch schon Bundeskanzlerin Angela Merkel flog. Diese Maschine werde in Zukunft als neuer Zero-G Parabelflüge durchführen.

Die letzte Reise des alten Zero-G einmal über den Zaun am Rollfeld, war spektakulär, verlief aber reibungslos. Viele Zuschauer aus dem Bereich Flughafen und des nahen Caterers ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Der eigentliche Anhebevorgang und das Absetzen in der neuen Position dauerte fast exakt, wie geplant zwei Stunden. Insgesamt dauerte die gesamte Aktion 12 Stunden. Und auch ganz zum Schluss legte der Zero-G eine Punktlandung hin.

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