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Mit diesem Messer stach Attentäter Frank S. zu

Reker Attentat: Polizei spricht von versuchtem Mord

Köln | Frank S. wird heute dem Haftrichter vorgeführt. Er ist der mutmassliche Attentäter, der gestern Henriette Reker mit einem Messer attackierte und schwer verletzte. Die Polizei spricht von versuchtem Mord und von gefährlicher Körperverletzung in vier weiteren Fällen. Zudem bestätigt die Polizei den rechten Hintergrund von Frank S.

Attentäter war voll schuldfähig

Der Attentäter wurde psychologisch begutachtet und ist nach dieser ersten Untersuchung wohl voll schuldfähig. Aus diesem Grund werde er heute noch einem Haftrichter vorgeführt. Polizei und Staatsanwaltschaft werfen ihm Verdacht des versuchten Mordes und gefährliche Körperverletzung in vier Fällen vor. Es war schon gestern nach den ersten Erläuterungen von Augenzeugen der Tat nur schwer vorstellbar, dass der Attentäter verwirrt sei. Jemand sucht sich gezielt einen Infostand in aller Herrgottsfrühe aus, sucht diesen bewaffnet mit zwei Messern auf, hat zuvor recherchiert, geht ruhig auf die Kandidatin zu, weiß, dass sie nicht nur OB-Kandidatin ist, sondern auch Sozialdezernentin und damit für Flüchtlinge in Köln zuständig, führt seine Tat überlegt aus und lässt sich dann ruhig festnehmen. Dies ist eine Tat mit einer klaren Botschaft.

Frank S. war in der rechten Szene aktiv

Der Tatverdächtige habe bereits bei seinen ersten Verhören ein fremdenfeindliches Motiv erkennen lassen. Weiter heißt es heute: "Er selbst hat ohne nähere Einzelheiten angeben, sich in der Vergangenheit aktiv in der rechten Szene aufgehalten zu haben." Die Kölner Polizei ermittle seine Tätigkeit in der rechten Szene. Gesichert scheint, auch da mittlerweile der Klarname des Attentäters bestätigt ist, dass Frank S. in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts in der "Freiheitlich Deutschen Arbeiterpartei" (FAP) aktiv gewesen sei.
Es gibt, so berichten linke Medien, Bilder von Frank S., die ihn bei einem Naziaufmarsch zum Gedenken an Rudolf Heß in Fulda zeigen. Da die FAP-Gruppe mit rund 200 Mitgliedern in den 90er Jahren recht überschaubar war, ist die Frage, warum Polizei und Staatsanwaltschaft gestern bekannt gaben, überhaupt keine Erkenntnisse über Frank S. zu besitzen. Auch heute heißt es in einer schriftlichen Mitteilung: "Diese Zeit (meint die aktive Beteiligung in der rechten Szene) reicht in die Neunzigerjahre zurück. In welcher Funktion und Intensität dies geschah, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen."

Roters spricht von menschenverachtenden Motiven

Oberbürgermeister Jürgen Roters reagierte bestürzt auf die neuesten Ermittlungsergebnisse, so lautet eine Stellungnahme aus dem Kölner Rathaus: „Es ist für mich unfassbar, mit welcher Brutalität und aus welchen menschenverachtenden Motiven dieser Anschlag auf das Leben von Frau Henriette Reker und die anderen Betroffenen ausgeführt worden ist. Ich bin erleichtert, dass sich der Gesundheitszustand von Frau Reker und der anderen Verletzten inzwischen weiter stabilisiert hat und hoffe inständig, dass alle wieder völlig gesund werden.“

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