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Stadtbahn Linie 17 wird eröffnet - Fest und freier Eintritt für „Teileröffnung“

Köln | Die neue Nord-Süd-Stadtbahn, die Linie 17, wird am kommenden Sonntag, 13. Dezember, eingeweiht. Für Sonntag ist ein Bürgerfest mit Bühnen- sowie ein Kinderprogramm vorgesehen. Das Odeon zeigt Filme über den bisher elfjährigen Bau der Nord-Süd-Stadtbahn. Zudem sind die Fahrgäste von der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) eingeladen, die Linie 17 zu testen. Das gesamte Programm sowie die Fahrten der Linie 17 sind für die Gäste gratis.

Zusätzlich wirbt das Severinsviertel  mit einem verkaufsoffenen Sonntag.
Das Programm des Bürgerfests >
Um 6:02 Uhr rollt die erste Bahn von Rodenkirchen in Richtung Severinsstraße. Die Linie 17 bedient dazwischen die Haltestellen: Kartäuserhof, Chlodwigplatz und Bonner Wall. Die vier unterirdischen Bahnhöfe wurden von unterschiedlichen Architekten konzipiert. „Hell, geräumig, mit viel Glas und Edelstahl ausgestattet und barrierefrei“ heißt es auf der Homepage der KVB. Die Inbetriebnahme der Linie 17 soll die Linie 16 entlasten. Die KVB rechnet mit rund 11.000 Fahrgästen pro Werktag. Rund zwei Kilometer umfasst der neue Streckenabschnitt bis zum Rheinufer.

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Fahrplan: Die Linie 17 fährt sonntags bis donnerstags zwischen 6 Uhr und 23 Uhr, freitags und samstags bis 1:15 Uhr. Von montags bis freitags wird die Bahn zwischen 6 Uhr und 20 Uhr im 10-Minuten-Takt verkehren. Zwischen 20 Uhr und 23 Uhr sowie am Samstag zwischen 6 Uhr und 23 Uhr und am Sonntag zwischen 9 Uhr und 23 Uhr wird ein 15 Minuten-Takt gefahren. Im 30-Minuten-Takt sind die Bahnen freitags und samstags von 23 Uhr bis 1:15 Uhr sowie sonntags von 6 Uhr bis 9 Uhr unterwegs. Montags bis freitags zwischen 7 Uhr und 8 Uhr fahren die Bahnen weiter bis nach Sürth.

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Die Inbetriebnahme der Linie 17 ist nur eine Teileröffnung. Mehrere gravierende Baupannen begleiteten den Bau der Nord-Süd-Stadtbahn. 2003 erfolgte der erste Spatenstich. 2009  folgte die Katastrophe: Am Waidmarkt, wo die KVB das Gleiswechselbauwerk der neuen Linie baute, stürzte das Stadtarchiv ein.  Zwei Menschen verloren auf tragische Weise ihr Leben.
Noch immer ruht der Streckenbau in diesem Abschnitt. „Die Beweisaufnahme zur Ermittlung der Schadensursache für den Einsturz des Historischen Archivs am 3. März 2009 soll voraussichtlich im Januar 2018 abgeschlossen werden können.“, heißt es in einer Presseerklärung der Stadt Köln vom Juni diesen Jahres.
Das Investitionsvolumen für die Gesamtmaßnahme liegt mittlerweile bei insgesamt 1,15 Mrd Euro. Die erste Kostenkalkulation bezifferte den Bau mit 780 Millionen Euro,  so die KVB die sagt, dass es sich „um eines der größten städtebaulichen Projekte Deutschlands“ handelt.  

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Baupannen, die im Zusammenhang mit dem Linienbau diskutiert werden
September 2004 neigt sich der Turm der Kirche St. Johann Baptist infolge der Grabung eines Versorgungsschachtes um 77 Zentimeter
November 2004 in der Kirche St. Maria im Kapitol werden Schäden in der Holzdecke des Mittelschiffs festgestellt, nachdem 50 Meter entfernt ein Tunnel gefräst wird.

August 2007 gibt der Ratsturm des Historischen Rathauses um sieben Millimeter nach
Ein Bagger beschädigt in der Baugrube am Kurt-Hackenberg-Platz ein 30 Zentimeter dickes Gasrohr

Juli 2008 werden in der unterirdischen Baustelle am Kurt-Hackenberg-Platz zwei Arbeiter verletzt. Ursache ist ein abgestürzter Stahlträger. Wegen der besonderen Druckverhältnisse auf der Baustelle im Erdinneren schickte die Berufsfeuerwehr Köln speziell ausgebildete arbeitsmedizinische Einsatzkräfte. Die beiden Männer konnten dann in einem Krankenhaus behandelt werden

März 2009 das Kölner Stadtarchiv stürzt ein. Zwei anliegende Gebäude sind so stark zerstört, dass sie abgerissen werden müssen. Zwei Menschen finden bei dem Unglück den Tod.

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