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Verluste für Kölner Erzbistum - Generalvikar präsentiert Finanzbericht 2014

Köln | Nach einem Überschuss von 59 Millionen Euro im Jahr 2013 verzeichnete das Erzbistum Köln für 2014 einen Verlust von rund sechs Millionen Euro. Als Gründe dafür gab der stellvertretende Finanzdirektor Martin Günnewig die Erhöhung der Reserven zur Sicherung der Altersversorgung von 3800 Mitarbeitern um weitere 40 Millionen Euro sowie das sogenannte Clearing-Verfahren an, das mit knapp 57 Millionen das Ergebnis belastete. Dabei handelt es sich um einen Ausgleich zwischen den Bistümern bei den Einnahmen durch die Kirchensteuer. Stark gestiegen ist zudem der Personalaufwand. Die Bilanzsumme - also das Gesamtvermögen - stieg trotzdem 2014 um 1,9 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro.

Kürzungen sind aber im laufenden Jahr für das Erzbistum und seine Gemeinden nicht vorgesehen. Der Verlust wurde mit der Ergebnisrücklage aufgefangen. Er fiel dank steigender Einnahmen aus der Kirchensteuer geringer aus. Diese wurden 2014 in Höhe von 588 Millionen Euro komplett für die Aufgaben in Seelsorge, Caritas und Bildungsarbeit ausgegeben. Hier betrug der Gesamtetat rund 801 Millionen Euro Euro. Die Gesamterträge sanken um 4,8 Prozent auf knapp 772 Millionen Euro. Die Kirchensteuern haben daran einen Anteil von 76 Prozent.

Auch im vergangenen Jahr sind die Einnahmen aus Kirchensteuern weiter gestiegen und im laufenden Jahr geht das Erzbistum von einer weiteren moderaten Steigerung aus. So wird das Haushaltsvolumen 2016 um 7,5 Prozent auf 844 Millionen Euro erhöht. 35 Prozent fallen davon auf die Seelsorge in den Gemeinden vor Ort und die vom Erzbistum betriebenen Kindertagesstätten. Dort erhöht man die Investitionen um zwölf Millionen Euro. Auch für die sogenannte kategoriale Seelsorge beispielsweise im Krankenhäusern oder im Jugendbereich steigt der Etat um acht Millionen. Dazu kommt ein plus von 6,2 Millionen Euro für die Caritas und die Entwicklungshilfe. Insgesamt gebe man täglich zwei Millionen für die Arbeit in den Kirchengemeinden aus, sagt Generalvikar Dominik Meiering.

Damit will man auch die eigene Flüchtlingshilfe verstärkt betreiben. Bei der Aktion „Neue Nachbarn“ wurden die Stellen von 14 auf 44 erhöht. Dazu kommen 70 weitere Stellen bei der Caritas. Insgesamt stellt das Erzbistum 200 Wohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung und übernimmt in 30 Flüchtlingsheimen die Trägerfunktion. Die Höhe der Investitionszusagen beläuft sich auf 27,5 Millionen Euro. Sie wird durch Umschichtungen im Wirtschaftsplan finanziert.

Was das Vermögen des Erzbistums (Aktiva) angeht, teilt sich dieses auf 652 Millionen Euro Sachvermögen und 2,4 Milliarden Finanzanlagen sowie 273 Millionen Umlaufvermögen auf. Bei den Anlagen setzt man vor allem auf festverzinsliche Wertpapiere (72 Prozent). Dazu kommen Immobilien- und Aktienfonds. 80 Prozent der Immobilien werden laut dem Erzbistum kirchlich genutzt. Dazu kommen 277 Geschäfts- und Wohnimmobilien mit einem Buchwert von 84,7 Millionen Euro. Das Eigenkapital des Erzbistums beläuft sich auf 822 Millionen Euro. Dazu kommen 1,64 Milliarden Euro an Rücklagen.

Nachzulesen ist der Finanzbericht 2014 erstmals auch online. Er war im vergangenen Jahr zum ersten Mal veröffentlicht worden.

www.finanzbericht2014.erzbistum-koeln.de

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