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altreucher13102012

Die Altreucher auf der Bühne des KrK

KrK-Vorstellabend: Laut und Boulevardesk

Köln | Mülheimer Stadthalle, der feine Duft frisch gesalzener Mettbrötchen zirkuliert durch die Luft und vermengt sich mit den Zwiebeln auf mittelaltem Gouda und Zigarrendampf zu jenem einmaligen kölschen Karnevalsparfümduft. Es ist Vorstellabend beim Kreis rheinischer Karnevalisten – Kölns ältester Karnevalistenvereinigung (KrK). Künstler des KrK präsentierten ihre neuen Programme und die jecken Karnevalisten drehten die Boxen voll auf. Besonders freut man sich beim KrK über einen Neuzugang „Dä Schofför vin der Kanzlerin“, der vom Literarischen Komitee zum KrK wechselt.

Die Steinenbrücker Schiffermädchen – Tanzsport zu einem Mix aus Schlager und kölscher Musik

Rund 30 junge Frauen und Männer zeigten Akrobatik und Tanzsport, mit der Betonung auf Tanzsport in Vollendung. Die Tanzgruppe stellt sich seit Jahren beim KrK vor und ist fester Bestandteil des Vorstellabends. Die Gruppe zeigt dabei immer eine gleichbleibend hohe Qualität, die zwischen kölscher Tanzgruppe und Gardetanz ein wenig changiert. Dabei setzt die Gruppe auf einen Mix aus kölscher Musik und internationale Hits und neuzeitlichem deutschen Partyschlager. So fliegen die Steinenbrücker Schiffermädchen etwa mit dem Helikoptersong aus dem Saal.

Kärnseife – neuer Look, aber die Waschmaschine bleibt

Die vier Musiker von Kärnseife präsentierten sich mit drei neuen Liedern in der Mülheimer Stadthalle und neuem Look: Weiß, Schwarz und grüne Farbsprengsel via Krawatte. Die Frau an den Drums sitzt auch 2012 hinter ihrer Waschmaschine und bestimmt dabei das Bild. Klassischer Kölsch Pop bestimmte den ersten Titel, beim zweiten Song wechselte man ins Reggae Fach und ist der Auffassung, dass es zusammen jood in Köln ist. Am Ende wurde es rockig und die Gitarre sprühte Funken. Damit zeigt Kärnseife, dass man viele musikalische Stile in den Karneval transformiert, zeigt damit aber nicht unbedingt eine eigene Linie.

Der lustige Rheinländer - hat seine Witze in der Hand stehen und ist Coverredner

Das Publikum begrüßte der Rheinländer mit Helau und Alaaf. Mainstream-Witze hintereinander erzählt und wenn er nicht mehr weiter weiß, hilft der weiße Handschuh mit den kleinen Notizen. Hans Hachenberg wird gecovert und dann outet der lustige Rheinländer sich noch zum großen Aufklärer für den Enkel, schließlich weiß er wie das mit den Bienchen geht, erklärt das aber als IT-Sex-Spezialist, etwa wenn sich Windows sich mit Apple kreuzt und was ein Download ist nach neun Monaten. Den Menschen im Saal gefiel es. Merkel, Westerwelle, der EU Rettungsschirm oder Obama, kein Thema ist sicher vor dem lustigen Rheinländer.

Die blauen Jungs – da wird die Bühne fast zu klein

Alleine 25 kölsche Mädcher bringen die blauen Jungs auf die Bühne und über 15 Jungs, dazu einen unübersehbaren Koch mit Pappnase. Kölsche Tön, kölsche Tänze getanzt zur Musik des Tanzorchesters Köln und nicht von der Konserve. Das zeigt die Klasse der Blauen Jungs aus dem Kölner Westen, die mit der Masse an Tänzern ein imposantes Bild abgeben, schließlich füllen alleine die Mädels die gesamte Bühnenbreite der Mülheimer Stadthalle aus. Dabei harmonieren tänzerische Elemente und akrobatische Einlagen.

Die Altreucher – ziehen alle Register

Gleich bei ihrem ersten Titel „He am Ring“ ziehen die Altreucher alle Register, da wird die Saalkapelle in den Refrain eingebunden und man kommt mit dem ganz dicken Sound über die Bühne. Die Altreucher bringen viel Druck in den Saal. In dieser Session beschäftigen sich die Altreucher auch mit dem Popöchen einer jungen Dame mit dem Namen „Marie“ – auf Kölsch dem Föttche von der Marie und unerwiderte Liebe. Die Altreucher mausern sich zu einer wirklich guten Karnevalsband. Beim dritten Titel „Wir machens jetzt, wir machens hier, wir machens gerne mal beim Bier“, steht der Saal. Beeindruckend.

Der kölsche Köbes – Kölschstrümpfe mit Schaum

Geschichten aus Brauhaus und dem FKK Strand aus der Perspektive eines Bierbringers. Rund um die Köbes-Type erzählt er kurze Geschichten in denen Hannelore Kraft, die Frau als Seitenspringerin und der Azubi der keine Lust hat Wasserkisten zu schleppen. Mit seinen Stories erzielte der kölsche Köbes im Saal Teillacherfolge.

Ne Spetzboov – Willi Herren hat jetzt Konkurrenz

Bei den Älteren im Saal kommt er richtig gut, da tanzten einige Damen durch den Mittelgang. Der Spetzboov singt alleine zur CD. Seine Texte können auch nach zwei Bier noch intellektuell vervollständigt werden, denn auf „lumpen“ reimt sich „pumpen“ und manche Lieder bestehen zu 90 Prozent aus Refrain. Für die Party gut geeignet, vor allem bei der donnernden Lautstärke mit der der Spetzboov über die Boxen kommt.

De bonte Pitter – hat Schwiegermutterwitze mit dabei und kann die Stimme überschlagen

Haben sie noch Sex oder duschen als Ehepaar noch – der bonte Pitter bietet Eheberatung für Langgediente auf böse Art von der Bühne aus. Schlenker zu den türkischen Nachbarn inklusive und manche Witze wirken an manchen Stellen recycelt, auch wenn sie neu erzählt werden. Das störte das Publikum aber nicht, das ging gut mit, juchzte und fand den Vortrag anscheinend nicht so schlecht. Der Witzereigen des bonte Pitter, der in Belgien zu Hausse ist, startete mit der Schwiegermutter und am Ende lag sie tot im Flur. Warum der „bonte Pitter“ sich hierzulande nicht in „bunte Pitter“ umbenennt erschließt sich nicht.

Ech Lecker – schwärmt aus zum Schunkeln in den Saal

Das gefällt den Männern im Saal, wenn die Sängerinnen von „Ech Lecker“, gekleidet in Blau und Weiß von der Bühne aus zum Schunkeln in den Saal aus schwärmen und sie an die Hand nehmen. Im zweiten Teil des Liedes schalten die Damen dann den Turbo ein und der Saal wechselte ansatzlos vom Schunkeln zum rhythmischen Klatschen. Der Schunkel-Turbo-Titel: „Ich bin für Dich da“. Nach dem Schunkelausschwärmen fordern die Mädels auch noch eine La Ola Welle ein. Der Song über den Rhein – natürlich küsst man dort am Besten - ist mit einem harten Dancebeat unterlegt, der in den Saal knallt. Der Sound und Text aber auch glattgestrichen und auf den Mainstream der kölschen Girlbands getrimmt. Dazu dreht man in der Mülheimer Stadthalle den Lautstärkeregler ganz nach oben und bekommt damit den Saal in Bewegung.

Tanzcorps Rheinflotte – flotte Vorstellung zu kölschen Tön

Höhner, Brings ist die Musik zu der die Rheinflotte aus Bergisch-Gladbach auftritt. Etwas unharmonisch sind die Akrobatik-Nummern eingebaut, die bei den großen Wurffiguren auch einen nicht hundert Prozent sicheren Eindruck machen. Aber es bleibt ja noch ein wenig Zeit für die Session zu trainieren. Zwar nicht so groß, wie die Blauen Jungs aus Lövenich, aber auch mit einer stattlichen Anzahl Tänzerinnen und Tänzer stürmt man die Kölner Bühne.

Der Vorstellabend des KrK kam mit der kleinen Version der Mülheimer Stadthalle aus. Die gezeigten Nummern präsentierten sich leicht zu konsumieren und nah am Boulevardesken, vor allem bei den Rednern. Man hat zudem den Lautstärkeregler als Mittel entdeckt die Stimmung im Saal anzuheizen.
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