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Prinzenproklamation 2015: Mit dem Segen des Kardinals

Köln | Prinzenproklamation im Gürzenich. Köln hat seit etwa 21:00 Uhr ein Dreigestirn in der Session 2015. Prinz Holger I. Kirsch, Bauer Michael Müller und Jungfrau Alexandra, Sascha Prinz sind das Kölner Dreigestirn 2015. Der Kölner Erzbischof Kardinal Woelki kam mit Oberbürgermeister Roters auf die Bühne und proklamierte mit diesem gemeinsam die drei Tollitäten. Dies geschah zum ersten Mal in der Karnevalsgeschichte.
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Fotostrecke: Prinzenproklamation 2015 im Kölner Gürzenich >
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Kardinal proklamiert Jungfrau im Kölner Dreigestirn 2015

Da kam sogar Markus Ritterbach ins Stottern, als er den Kardinal und den Oberbürgermeister auf die Bühne bat. Zuvor gab es einen kleinen, aber feinen Einzug, bei dem nur Jungfrau Alexandra einmal vom Mittelgang nach rechts abbog und auf dem Stuhl stehend Strüßjer warf. Prinz Holger I. genoss das Blitzlichtgewitter der Fotografen minutenlang. Oberbürgermeister Roters nahm Abschied von der großen Bühne des Karnevals in einer kurzen Rede. Es hätte sich für ihn gelohnt den Karneval kennenzulernen: „Alle reden mit, begeistert oder kritisch. Jeder hat seine Meinung, man streitet und versöhnt sich wieder. Karneval ist alles, aber niemals langweilig“, attestiert der Westfale Roters dem in Köln so genannten vaterstädtischen Fest, bevor er dem Prinz die Pritsche und dem Bauern den Stadtschlüssel mit den Worten „Mit Deinen 1,98 Metern wirkt sogar der Dom klein. Du bist genau der Richtige, um unsere Stadt zu beschützen.“ übergab. Den Spiegel erhielt die Jungfrau aus den Händen des Erzbischofs und Kardinals.

Woelki lobt soziales Engagement

Woelki erklärte, dass er bei seiner Einführung in das Amt des Erzbischofs keine feuchten Hände gehabt habe, aber am heutigen Abend schon. Der Stadt bescheinigte er weltoffen und tolerant zu sein und mit einem Augenzwinkern sagte er zum da noch designierten Dreigestirn: „Wir vier kommen von der Schäl Sick, aus Sibirien.“ Der Saal jubelte. Er lobte die Aktion „Laachende Hätze“ des Dreigestirns, die sich für Flüchtlingskinder einsetze, dieses Willkommen brauchten die Kinder, aber auch die Stadt. Und dann summte Woelki einige Zeilen aus dem Stammbaum und grüßte mit alaaf. Standing Ovations.

Loblied auf den Kölner Karneval

Das Dreigestirn sang und sprach ein nicht enden wollendes Loblied auf den Kölner Karneval und versprach die Repräsentanten der Freude zu sein. Der Karneval verbinde alle Schichten und Kulturen, so der Prinz und kratze nicht nur an der Oberfläche, sondern sei eine kostbare Gabe. Der Bauer rief „Der Prinz ist schön“, die Jungfrau lieblich und der Bauer stehe für Aktion und Witz. Und dann befferte er los: „Der Bauer ist nicht witzig sondern schützt die Stadt vor den Bösen. Dafür setze ich mich mit meinem Körper und meiner Kraft ein.“ Man sang, musizierte und versprach sich für die sozialen Kontakte in der Stadt einzusetzen und ein Netz zu weben. Dazu hob man ein Netz empor. An dem zeigte dann Samira Reddmann Artistisches, nur leider ohne die Aufmerksamkeit des größten Teil des Publikums, das beim Kölsch und Klaaf im Foyer stand.

Foyer Tourismus

Auch Jupp Menth litt unter dem Foyer-Tourismus. Tapfer stellte er sich mit seiner kölschen Typenrede auf die Bühne. Bissig, derb, Kölsch und kein Blatt vor den Spiegel haltend, brachte er seine Rede, die ihm schon auf Sitzungen zu Standing Ovations verhalf, auch vor der kölschen High-Society. Denn Menth schaut dem Volk aufs Maul und transportiert das mit kölsch derbem Charme, etwa zum Pannentunnel in Lövenich oder der maroden Leverkusener Autobahnbrücke. Aber nicht nur Landespolitiker, sondern auch Kommunalpolitiker bekamen ihr Fett weg. Das braucht Mut, gefällt aber natürlich nicht jedem. Seit mehreren Proklamationen leiden die Künstler direkt im Anschluss an die jecke Inthronisation, denn dann scheint das Mitteilungsbedürfnis im Saal und im Foyer besonders groß zu sein. Irgendwie scheint die kleine Kölschpause zu fehlen.

Cat Ballou begeistert

Die Lasershow von Lutz Knieps stand am Anfang, wie schon oft. Neu waren blinkende Armbänder, die auch den Saal mit einbanden. Cat Ballou hatte einen starken Auftritt, der Saal stand bei „Et jitt kein Wood“, das die Band a capella vortrug. Jörg Runge als der Tuppes vom Land hatte einen vollen und ruhigen Saal, der noch aufnahmebereit war. Entsprechend die Resonanz. Sophie Russel trat als Trude Herr auf, Karl-Heinz Jansen, Querbeat, die Paveier, die Tanzgruppe der Flittarder KG, die Bläck Fööss mit den Original Matrosen vum Müllemer Böötche. Anschließend feierte die High Society Kölns im Foyer.

Kölsches Who is Who

Die VIP-Gästeliste war lang und Kölsch. Gekommen waren Dr. Norbert Walter-Borjans, Finanzminister NRW, Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen. Bundestagspräsidentin Claudia Roth, Andreas Wolter, Bürgermeister, Hans-Werner Bartsch, Wolfgang Albers, Polizeipräsident Wolfgang Albers, Martin Börschel, SPD, Bernd Petelkau, CDU, Kirsten Janke, Grüne, Ralph Sterck, FDP, Agnes Klein, Henriette Reker, der Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverband Rolf S Domnig, Tom Buhrow, Intendant das WDR, Lutz Marmor, Intendant des NDR, Günter Netzer, Bernhard Mattes, Ford, Prof. Alfred Neven DuMont, Andreas Rettig, Geschäftsführer der DFL und Wolfgang Spinner vom 1. FC Köln. Von der Flittarder KG, die das Dreigestirn stellt besetzte eine 200 köpfige Gruppe die Ostkurve des Gürzenich. Die anderen Flittarder saßen in der Schützenhalle und genossen, die extra für sie eingerichtete Liveschaltung zum Public Viewing. Vielleicht waren dort ja mehr Migrantinnen und Migranten als im Kölner Gürzenich. Zwar sang man den Stammbaum gleich mehrfach und betonte seine Weltoffenheit, blieb aber dann doch eher unter sich, außer dem Servicepersonal im Kölner Gürzenich, das war internationaler.
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Die Rede von Oberbürgermeister Jürgen Roters zur Prinzenproklamation 2015 finden Sie aktuell in der Beilage www.karnevalZeitung.de

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