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Prinz Thomas II bei seinen Spielen im Sonnenschein

Rosenmontag 2016: "Düsseldorf sagt den Zug ab - Köln den Sturm"

Köln | Liveticker | Ein Satz der schon die Runde machte als der Rosenmontagszug 2016 noch lief bringt es auf den Punkt: Düsseldorf sagt den Zug ab, Köln den Sturm. Wieder und wieder wiederholten die Moderatoren auf der Tribüne am Alter Markt diesen Satz, sehr zur Freude der anwesenden Jecken. Kein Regen, Sonnenschein, ab und an eine leichte Brise, bei diesem Wetter feierte Köln Rosenmontag 2016 und das allen Unkenrufen zum Trotz. Gut es waren keine Pferde dabei, aber fast alle berittenen Korps hatten sich etwas ausgedacht. Gäbe es ein Ranking, so teilten sich den Preis für die beste Pferdepantomime die Ehrengarde die Prinzengarde.
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Video: Hier reitet die Ehrengarde der Stadt Köln ohne Pferd über den Alter Markt >
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Hier noch einmal den Rosenmontagszug nacherleben - die schönsten Bilder vom Zoch vom Alter Markt >

Bunte Funken gegen braune Halunken zogen vor dem Zug durch die Stadt >

9:15 Uhr in der Kölner Altstadt - es regnet Hunde und Katzen und kein Konfetti - Rote Funken in Plastik >
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So informierten Stadt und Festkomitee gestern >

22:58 Uhr > Die Feuerwehr hatte bis 16 Unr mehr als 40 Rettungsdiensteinsätze weniger als noch im Vorjahr. Durch das Aufstellen der Urinale hat sich die Situation mit den Wildpinklern verbessert. So traf der städtische Ordnungsdienst lediglich vier Wildpinkler an. Daneben gab es einige Jugendliche die beim Rauchen und Genuss von Alkohol erwischt wurden. Für den Rosenmontagszug mussten 65 Fahrzeuge abgeschleppt werden.

19:08 Uhr > Heute Morgen um 9:00 Uhr sah es so aus, als würde der Regen das Konfetti kaum in den Himmel geworfen herunterwaschen. Große Pfützen fanden sich da noch auf dem Zugweg. Gegen Mittag stand die Sonne am Himmel, schnelle Wolken rasten über die Dächer der „Hüsjer bunt om Aldermaat“ und der Regen war weggeblasen von einer leichten Brise. An die Vorbereitungen für den Sturm erinnerten noch die abgenommen Dächer an den Tribünen und die Regencapes die einzelne Karnevalisten noch trugen. Als der Zug am Alter Markt angekommen ist, ohne Pferdestaffel der Kölner Polizei, dafür mit heulendem Blaulicht, herrscht eitel Sonnenschein. Allerdings blieben doch einige Lücken am Zugwegrand und auch die Tribünen am Heumarkt sind weniger gefüllt, als an anderen Tagen.

Was dann folgte war ein Zug unter Traumbedingungen. Gut, Pferde waren dieses Mal keine dabei und auch die Schilder für die Gruppen und die Großfiguren fehlten. Dafür boten die Reiterkorps teilweise exzellente Reitvorführungen. Ganz besonders taten sich die Ehrengarde und die Prinzengarde hervor. Die Reiter der Ehrengarde gingen kurz vor dem Alter Markt noch einmal an die Tränke, sprich Kölsch-Kranz und legten dann einen flotten Huftanz auf. Nicht schlecht war auch die Prinzengarde, die Kamelle werfend, im Galopp den Alter Markt passierte.

Die Kamellen flogen en Masse, die dicht stehenden Polizeibeamten waren mit Strüßjern ordentlich versorgt und der Spaß war auf Maximaltemperatur. Fazit – ein Traum-Rosenmontagszug was das Wetter und die Freude der Zugteilnehmer und des Publikums waren. Die Persiflage-Wagen waren nicht so der Brüller und wurden auch vom Publikum nicht mit Staunen begleitet. Störend ist der Sound aus der Konserve an den Tribünen, wenn gerade ein Spielmannszug vorbeizieht. Hier sollten Tribünenbetreiber ihren Sound ausschalten.

Auf den Wagen waren auch jede Menge Promis unterwegs und warfen ausgiebig Pralinenschachteln, Kamelle und Strüßjer: Schauspielerin Janine Kunze, Handballeuropameister 2016 Carsten Lichtlein, Brings, Tom Buhrow, Intendant WDR, Julius Kühn, Handballeuropameister 2016, Barbara Becker, Ludwig Sebus, Johann Lafer, Marcel Risse, 1. FC Köln, SPD Generalsekretärin Katarina Barley, Clueso, Ford-Vorstand Bernhard Mattes, Janus Fröhlich und Peter Werner, Gründungsmitglieder der Höhner, Jochen Ott, Vorsitzender der Kölner SPD, Fußballspieler Timo Horn, Alexander Wehrle, Geschäftsführer 1. FC Köln, Marita Köllner, Spieler des 1. FC Köln und Alt-Oberbürgermeister Jürgen Roters.

12:30 Uhr > Der Zug ist schon am Gürzenich. Auch auf der Tribüne der Oberbürgermeisterin finden sich die Vips ein.

12:08 Uhr > Am Alter Markt sind die ersten Teilnehmer des Vorzuges, wie etwa die Piraten angekommen. Am Alter Markt sind die Reihen lucht gefüllt und ein erster Eindruck zeigt es sind weniger Jecken als erwa letztes Jahr unterwegs, allerdings ist auch noch ein wenig Zeit. Der Wind frischt leicht auf, aber noch scheint die Sonne und es ist trocken.

10:00 Uhr > In der Kölner Altstadt ist um 9:30 Uhr noch nicht viel los. Vor dem Historischen Rathaus sammeln sich verwegen in Plastik eingepackte Rote Funken, die Oberbürgermeisterin Henriette Reker einen Besuch abgestattet haben. Dort läuft jetzt der Rosenmontagsempfang des Stadtoberhauptes. Auf dem Alter Markt hängen die Ballons trist von der Oberbürgermeistertribüne und die städtischen Mitarbeiter bringen weitere Absperrgitter vorbei. Tiefe Pfützen haben sich auf dem Kopfsteinpflaster gebildet, wo in wenigen Stunden der Kölner Rosenmontagszug langziehen wird. Von Fern ist das Lied der Roten Funken zu hören, die jetzt vom Historischen Rathaus zu Fuß über die Rheinuferstraße zum Aufstellplatz am Chlodwigplatz ziehen. Es wurden allerdings auch Schummelfunken im Taxi gesehen. Auch die Kölner Polizei sammelt sich am Heumarkt.

9:11 Uhr > Auch Düsseldorf sagt Rosenmontagszug ab

Auch der Rosenmontagszug in Düsseldorf ist wegen einer Unwetterwarnung abgesagt worden. Das teilte das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) am Montagvormittag mit. Zuvor waren bereits die Umzüge in Mainz, Münster, Duisburg, Essen und Hagen abgesagt worden.

9:02 Uhr > Die Kölner halten am Rosenmontagszug fest. Der Zug wird laufen, mit den gestern verkündeten Einschränkungen. Das bedeutet: Keine Pferde, keine Pferdewagen, keine Großfiguren und Fahnen im Zug. Die Tribünen sind bereits abgedeckt.

Die Feuerwehr, Polizei und Stadt Köln fahren derzeit ein weiteres Mal die Zugstrecke ab. Gestern war man bereits mit vier Drehleitern die Strecke abgefahren. Der Leiter der Kölner Feuerwehr Feyrer bat die Kölner und vor allem auch die Händler darum keine fliegenden Bauten zu errichten, da diese bei hohen Windgeschwindigkeiten gefährdet seien. 

Stadtdirektor Guido Kahlen teilte mit, dass der Koordinierungsstab jederzeit in der Lage sei die Zugteilnehmer zu warnen, auch bei besonderen Gewittergefahren.

Daraus folgern die Verantwortlichen, auch weil sich die Wetterprognosen noch nicht verändert hätten, dass eine Durchführung des Rosenmontagszuges in Köln möglich ist. Der Zug wird also planmäßig starten und dann auch den bekannten Weg laufen. Es ist aber damit zu rechnen, dass der Zug wesentlich schneller unterwegs sein wird, wie unter normalen Bedingungen. Wer den "Zoch" also sehen will sollte sich rechtzeitig auf den Weg machen.

8:26 Uhr > Die Straßensperren sind überall in der Stadt schon eingerichtet. An den Ringen zwischen Rudolfplatz und Friesenplatz werden die Drängelgitter aufgestellt. Vereinzelt sind die ersten Jecken zu sehen, die mit Bollerwagen und Pittermännchen ihren Lieblingsplatz aufsuchen. In der Innenstadt ist es noch sehr ruhig. Die Tribünen haben keine Dächer und Seitenverkleidungen mehr und aus dem dünnen Nieselregen ist mittlerweile ergiebiger Dauerregen geworden. Auch an den Bauzäunen sind die Planen hochgerollt. Polizei und Rettungsdienste beziehen ihre Positionen. Auch die mobilen Tribünen, wie englische Doppeldeckerbusse stellen sich auf.

7:43 Uhr > Der Deutsche Wetterdienst warnt weiter vor markantem Wetter. Die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes finden Sie hier. Aktuell regnet es in Köln und es ist nahezu windstill. Im Laufe des Tages sollen im Westen und Nordwesten stürmische Böen oder Sturmböen der Stärke 8 bis 9 Bft auftreten. Es soll schauerartiger Regen auftreten und im Zuge dieser Schauer seien Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis 90 km/h möglich. Am Nachmittag soll es im Westen örtlich zu Gewittern mit Graupelschauern kommen. In der Nacht zu Dienstag halte die Sturmlage an. Der Kölner Rosenmontagszug läuft mit den Einschränkungen, die das Festkomitee gestern bekannt gegeben hat. Also ohne Pferde, ohne Großpappfiguren und abgedeckten Tribünen. Düsseldorf hat, nach Mainz, seinen Rosenmontagszug ebenfalls abgesagt.

Im Warnlagebericht von 7:00 Uhr des Deutschen Wetterdienstes heißt es: "Das Frontensystem eines Orkantiefs bei Schottland überquert Deutschland ostwärts. Dabei strömt etwas frischere Meeresluft zu uns. Mit Annäherung des Tiefs nimmt der südliche bis südwestliche Wind von Westen her deutlich zu, womit morgens in der gesamten Nordwesthälfte Deutschlands verbreitet mit starken bis stürmischen Böen der Stärke 7 bis 8 oder auch 9 zu rechnen ist, an exponierten Orten sowie im höheren Bergland kommt es zu schweren Sturmböen Bft 10 bis 100 km/h."

Um 8:30 Uhr wollen Stadt Köln und Festkomitee über die aktuelle Lage rund um den Kölner Rosenmontagszug berichten.

Viele Rosenmontagszüge wegen Unwetter abgesagt

Wegen einer Sturmwarnung des Deutschen Wetterdienstes sind in mehreren Städten die Rosenmontagszüge abgesagt worden. Betroffen sind unter anderem die Umzüge in Mainz, Münster, Duisburg, Essen und Hagen. In Köln und Bonn heißt es hingegen: "De Zoch kütt" - die dortigen Karnevalisten wollen ihre Umzüge laut Mitteilungen vom Sonntag durchführen.

In Köln sollen allerdings große Figuren, Fahnen, Schilder und Pferde zu Hause bleiben. Der Festausschuss Bonner Karneval appellierte daran, auch Regenschirme nicht mitzunehmen. Hausbesitzer am Straßenrand sollten "bitte alles festbinden".

Düsseldorf will am Montagmorgen entscheiden. Der Deutsche Wetterdienst rechnet für Köln mit Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 km/h und 85 km/h aus südwestlicher Richtung. In Schauernähe müsse mit schweren Sturmböen bis 100 km/h gerechnet werden.

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