Kultur Bühne

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Kate Winslet bei der 81. Verleihung der Oskars

Kate Winslet: "Mein Oscar steht auf der Toilettenspülung"

Berlin | Film-Star Kate Winslet ("Titanic", "Little Children") bewahrt ihren Oscar auf der Toilettenspülung auf. "Es gibt einen Grund, warum ich ihn gerade dorthin gestellt habe. Die meisten Bekannten, die meine Toilette aufsuchen, nehmen ihn nämlich in die Hand und halten dann vor dem Spiegel eine improvisierte Oscar-Dankesreden. Irre komisch", sagte die 40-jährige Britin der "Welt am Sonntag".

Manchmal würde sie zu Hause auch vor der Toiletten-Tür lauschen, welche Oscar-Reden ihre Gäste hielten. "Ich bin aber auch ziemlich gut darin, allein an diesem euphorisierten Gesichtsausdruck erkennen zu können, ob jemand meinen Oscar in die Hand genommen und eine Rede gehalten hat", sagte sie der "Welt am Sonntag".

Winslet war 2009 für ihre Rolle einer ehemaligen KZ-Aufseherin in der Bernhard-Schlink-Verfilmung "Der Vorleser" mit dem begehrten Preis ausgezeichnet worden. In ihrem neuen Film "Steve Jobs" spielt sie Joanna Hoffman, die langjährige Marketing-Chefin und rechte Hand des ebenso tyrannischen wie genialen Apple-Chefs. Hoffman gehörte zu den wenigen Menschen, die es wagten, Jobs Paroli zu bieten.

In der Film-Branche habe sie selbst oft mit solchen despotischen Charakteren zu tun gehabt. "Ich bin ganz gut darin, solchen Menschen mit überbordenden Egos entweder aus dem Weg zu gehen oder sie zu beherrschen, sie so anzupacken, wie sie es verdient haben", sagte Winslet der Zeitung, "die meisten dieser Typen treten ja sehr bestimmt auf, sind sehr von sich überzeugt. Ich versuche sie dann auf den Arm zu nehmen, zu veralbern und so ein bisschen zu ärgern. Ich mache Witz über sie. Ich will sie auf diese Weise dazu bringen, über sich selbst lachen zu müssen. Das ist meine Art, es mit solchen Leuten aufzunehmen."

Winslet sieht die von Steve Jobs angestoßenen Innovationen eher skeptisch, vor allem das iPhone, wie Smartphones im Allgemeinen. "Leute mit Smartphones sind viel schlimmer als es Paparazzi je waren. Sie können dich jederzeit mit ihrem Smartphone abschießen, nur eben aus der Tasche geholt: Klick. Und dann schicken sie es sofort überall hin. Das ist eine verabscheuungswürdige, widerliche Invasion", sagte sie der "Welt am Sonntag".

Viele der digitalen Innovationen seien zwar ein Segen - "allerdings ein Segen, der süchtig machen kann. Und das finde ich gefährlich. Wir müssen ständig aufs Neue lernen, damit umzugehen. Wir müssen uns selbst beobachten, wie viel wir von diesen digitalen Dingen annehmen, aufsaugen. Ob wir es zulassen, dass sie unser Leben komplett verändern. Ich meine: Wir müssen doch auch noch fähig sein, die Bäume, die reale Welt da draußen wahrnehmen zu können", sagte sie der "Welt am Sonntag". Sie selbst sei kein Tech-Nerd. "Ich bin nicht in den Sozialen Netzwerken unterwegs. Kein Facebook! Kein Twitter! Kein Instagram!", sagte sie weiter. Facebook-Accounts mit ihrem Namen seien "komplett ausgedacht".

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