Kultur Bühne

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Der US-Präsident und seine Praktikantin mitten in Köln.

Wenn das weiße Haus auf kölschen Humor trifft - Divertissementchen bringt NSA-Spähaffäre in den Straßenkarneval.

Köln | Die NSA steckt ihre Geheimdienstnasen in fast alles rein – da bleiben auch die kölschen Jecken nicht ungeschoren. Der große Bruder aus Übersee will die Weltherrschaft des Humors in Köln verhindern und schickt seinen Top-Spion Edgar Snow an den Rhein. Doch der verliebt sich ausgerechnet in ein kölsches Mädchen und verschwindet prompt. Da rückt der US-Präsident höchst persönlich zum Zoch an.

„Janz schön jeheim“ heißt das neue Stück von Kalle Kubik, mit dem das Zillchen ab dem 9. Januar auftrumpfen will. Dabei mussten die Macher des Divertissementchen in diesem Jahr zahlreiche Widrigkeiten meistern, um einen Platz im Zentrum der Stadt zu bekommen. Gefunden wurde dieser im weißen Zelt auf dem Barmer Platz in Deutz, wo davor Tommy Engel seinen Weihnachtsengel präsentiert.

Im Sommer musste die Nachricht von der Verzögerung der Operneröffnung erst mal verdaut werden: „Als die Nachricht kam, wehte sie wie ein kalter Wind durch den Probenraum. Viele Aktive waren verunsichert, ob es unter diesen Umständen überhaupt ein Zillchen geben kann. Dabei stand das Stück schon – alles war geplant und vorbereitet“, erinnert sich Baas Manfred Kölzer. Der Wille das Divertissementchen auf die Bühne zu bringen, sei bei allen aber immer da gewesen.

Welche Lösung man im kommenden Jahr zum 175-jährigen Bestehen des Kölner Männer-Gesang Vereins (KMGV) findet, ist derzeit noch offen. Man wolle aber nicht in den kommenden Jahren ständig den Standort wechseln – auch aus Rücksicht auf die 100 Aktiven auf der Bühne, die nicht nur singen, sondern sich teilweise auch wieder als Balletttänzer zeigen werden.

Erstmals widmet man sich bei Cäcilia Wolkenburg einem aktuellen Thema und lässt das Stück nach den Reisen durch vergangene Jahrzehnte nun in der Gegenwart spielen. „Es wird eine überzeichnete Satire, die einem Comic gleicht“, verrät KGMV-Präsident Gerd-Kurt-Schwieren. Musikalisch bewegt man sich zwischen amerikanischen Tönen wie Jazz, Western sowie Film- und Showmusik, dazu kommen klassische, aber auch orientalische Töne, aber auch das kölsche Element wird nicht vergessen.

Es gibt insgesamt 24 Vorstellungen von den Vorpremiere am 9. Januar bis zum 9. Februar. In der Woche finden diese um 19.30 Uhr, am Samstag um 16 Uhr sowie am Sonntag um 11 und 16 Uhr. Die Karten kosten zwischen 25 und 70 Euro. Sie gibt es zum Beispiel an der Opernkasse neben dem 4711-Gebäude sowie bei Köln-Ticket, Telefon 0221/2801. Der Vorverkauf beginnt morgen.

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