Kultur Kunst

Gurlitt-Bilder sollen 2016 ausgestellt werden

München | Kulturstaatsministerium Monika Grütters (CDU) will das heikle Erbe des NS-Kunsthändlersohnes Cornelius Gurlitt ausstellen. Ende 2016 soll die Kunsthalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn dabei auch Werke zeigen, die womöglich jüdischen Vorbesitzern gehörten, die also sogenannte "Raubkunst" sein könnten, schreibt der "Spiegel" in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe. Grütters sagt, man müsse "mit Pietät vor den Opfern ausstellen", aber eine solche Schau sei wichtig und diene weiterer Aufklärung, sie hoffe auf neue Spuren.

Seit 2013 erforscht ein internationales Expertenteam, die Taskforce, die Provenienzen der Bilder. Doch weil man innerhalb der Bundesregierung mit Umfang und Aussagekraft der Ergebnisse nicht zufrieden ist, soll bald eine Koordinierungsstelle in Magdeburg die Recherche übernehmen. Gurlitt besaß 1.500 Bilder.

Für etwa 500 Werke lässt sich verfolgungsbedingter Entzug nicht ausschließen, bei Hunderten weiteren Objekten reichen die Erkenntnisse für Zuordnungen noch nicht aus. Grütters sagt, sie wünsche sich Transparenz, das Ziel solle grundsätzlich Restitution ohne Wenn und Aber sein. Nicht allen reicht die Offensive.

Ronald Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, sagte dem "Spiegel": "Wir sind enttäuscht. Als die Taskforce 2013 gegründet wurde, waren viele Leute, auch ich, optimistisch. Wir hofften auf baldige Ergebnisse. Doch die Arbeit der Taskforce ist weit davon entfernt, vollendet zu sein." Die Verlagerung der Recherche nach Magdeburg betrachtet er skeptisch. Die Institution hätte einen holprigen Start gehabt und befinde sich in den Kinderschuhen. Wie bei der Taskforce seien Transparenz und Ressourcen nicht ausreichend. Tatsächlich haben die Deutschen erst zwei Bilder an jüdische Familien zurückgegeben, eines der Werke ging an einen 90-jährigen Holocaust-Überlebenden. Lauder: "Deutschland hätte mehr erreichen können und wird mehr erreichen müssen."

Zurück zur Rubrik Kunst

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kunst

Köln | Seit 2003 gibt das Projekt „Waldfegen“ des Kölner Künstlers Ivo Weber. Am 1. September 2016 werden die Fotoarbeiten im Rahmen des Photoszene-Festivals 2016 für einen Tag lang in der Artothek ausgestellt. „Waldfegen“ ist ein Kunstprojekt, bei dem eine kleine – jährlich wechselnde – Gruppe Kunstschaffender sich unter der Leitung Webers im herbstlichen Wald trifft und Formen in den Wald fegt. Zum Schluss wird die Installation fotografiert und ist nun in der Artothek zu bestaunen.

Köln | Am Freitag, den 2. September 2016 wird in der Kunst- und Museumsbibliothek die Ausstellung „Künstlerische Übernahme“ eröffnet. Gezeigt werden die Künstlerbücher des Kölner Künstlers Rolf Jahn.

museum_ludwig_25_08_16

Köln | Mit der Ausstellung „Wir nennen es Ludwig“ – zu sehen vom 27. August bis 8. Januar 2017 – feiert das Museum Ludwig in Köln in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Anlässlich dieser gemeinschaftlich konzipierten Jubiläumsausstellung sind rund 25 internationale Künstler eingeladen worden, neue Arbeiten für diese Ausstellung zu entwickeln, mit dem Team gemeinsam Werke auszusuchen oder Räume mit dem Sammlungsbestand des Museums neu einzurichten. Das Thema der breit angelegten Schau bleibe die Institution selbst.

>>> Hier geht es zur Fotostrecke: „Wir nennen es Ludwig“ - Museum Ludwig feiert 40-jähriges Jubiläum mit einer alten/neuen Ausstellung

NEU: Terminkalender Köln

termine_02012015

Der neue report-K Terminkalender für Köln optimiert für Ihr Smartphone:

termine.report-K.de

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets

SONDER-VERÖFFENTLICHUNG
wj_gruenderpreis2016kl

Gründerpreis der Wirtschaftsjunioren Köln 2016
Abgabefrist: 21.8.16
Alle Infos >

--- --- ---

Aktuelle Themen und Informationen der Koelnmesse >

--- --- ---

schoko_PR_boxklein

Schokoladenmuseum Köln: Zeitreise durch die Geschichte von Kakoa und Schokolade >

--- --- ---