Kultur Kunst

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„13698+“ von Alexander Rechberg.

KHM: Ausstellung „Rundgang 2013“ mit 170 Kunstwerken verteilt auf 11 Räume

Köln | Der diesjährige „Rundgang 2013“ an der Kölner Kunsthochschule für Medien der am morgigen Abend Eröffnung feiert, präsentiert  rund 170 Werke von Studierenden und Diplomand/innen aus dem Studiengang „Mediale Künste“, verteilt auf mehrere Räume der KHM, der Trinitatiskirche, sowie bei BBK – Kunst im Stapelhaus, wofür ein Shutteldienst mit zehn Rikschas angeboten werden soll. Das Ausstellungs-, Film- und Tagesprogramm findet vom 19. bis 21. Juli statt.

Hier geht es zu den Eindrücken vom "Rundgang 2013" >>

Dabei soll die Rundschau dazu beitragen, KHM-Studierenden und Diplomanden die Möglichkeit zu  bieten, ihre Werke einem breiten Publikum präsentieren zu können. Thematisch ist der „Rundgang“ in drei Schwerpunkte gegliedert: Videopräsentation, Ausstellung und seit 2012 der Open Space dem so genannten „Open Lab-Jam“, der unter anderem Platz für Performances, Musik-Jams oder Video-Remixing bieten soll.

Die Ausstellung zeigt rund 90 junge Positionen und aktuelle künstlerische Prozesse, darunter auch zahlreiche Diplomprojekte, die das Kernstück des Rundgangs bilden. Hier sind Werke aus der Bildenden Kunst, Medienkunst, Film und Video, Sound, Performance, Szenografie sowie angrenzender und überlappenden Bereiche zu finden. Ortsbezogene Arbeiten und Installationen, die eigens für den Rundgang entstanden sind, werden ergänzt durch Studien und Experimente aus Laboren und Werkstätten, wie dem Animationsstudio, dem Klanglabor oder dem Lab3 – Labor für experimentelle Informatik.

In Atelier 3 gibt es neben anderen Diplomarbeiten die Installation  „Vinylagtit/ Vynilagmiten“ von Jens Standke zu sehen. Dabei handelt es sich um eine 3D-Visualisierung einer Tonspur, gefräst in aufeinandergestapelte Techno-Vinylplatten. Während des Fräsens wurden die LPs von einem Laser abgetastet – somit ist jede der drei rund einen Meter großen Skulpturen „hörbar“.

Im gleichen Raum setzt sich die Arbeit „Abstract Colormarks“ von Rozbeh Asmani mit den patentierten Farben und Farbräumen großer Konzerne auseinander. So wird sein Kunstwerk auch zu einem kleinen Ratespiel: in seiner fünf mal fünf Farbtafeln umfassenden Installation sind etwa das Magenta-Rot eines Deutschen Telekommunikationsunternehmens genauso wie der lila Farbraum eines großen Lebensmittelkonzerns zu sehen. Dreh- und Angelpunkt von „Jürgen“,der Abschlussarbeit von Bastian Hoffmann, ist ein auf einer weißen Stele schwebender schwarzer Stein.

Mit „13698+“ hat Alexander Rechberg eine Replik geschaffen, die um ein Vielfaches teurer sei dürfte als das Orginial: Drei 1:1-Kopien von Europaletten – aus gebeiztem Eichenholz.
Die „Vanitas Machine“ von Verena Friedrich, ausgestellt in der Trinitatiskirche, setzt sich mit den lebensverlängernden Maßnahmen am Menschen auseinander. Mit einer brennenden Kerze, die mittels einer gedrosselten Sauerstoffversorgung stark verzögert abbrennt, versucht Friedrich, eine Analogie zu dem Bemühen vieler Menschen ihre Lebensspanne zu verlängern, zu schaffen.  

Die Installation „Konserven“, ebenfalls in der Trinitatiskirche, präsentiert Eingemachtes, hergestellt aus Obst, das auf den Grundstücken der ehemaligen Botschaften von Iran, Irak und Saudi Arabien in Bonn gesammelt wurde. Am Samstag, 20.07. gegen 18 Uhr sollen die Konfitüren und Saft im Laufe einer Live-Performance mit dem Titel „Guten Appetit“ zum Verzehr angeboten und verköstigt werden.

Ein umfangreiches Filmprogramm mit 18 verschiedenen Programmblöcken präsentiert im Aulakino 50 Filme von Studierenden und Diplomand/innen sowie 16 Seminarübungen aus den Bereichen Spiel- und Dokumentarfilm, Essay und Animationsfilm, Experimentalfilm und Kamera. Die Programmblöcke starten jeweils im Zwei-Stunden-Takt zwischen 14 Uhr und 22 Uhr. Moderiert werden die Veranstaltungen von Lehrenden der KHM im Gespräch mit den Regisseurinnen und Regisseuren.

Eine besondere Führung für 10- bis 16-jährige bietet Mischa Kuball, Professor für Medienkunst, am Sonntag, 21. Juli, um 15 Uhr an; Treffpunkt: Information der KHM, Filzengraben 2. Videokameras, Fotoapparate, Smartphones sind dabei ausdrücklich erwünscht.
Ebenso werden Studienberatungen, Führungen und eine durchgängige Kinderbetreuung parallel angeboten.

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