Kultur Kunst

ML_starthief_05032015

Im Museum Ludwig wird nach Renovierungsarbeiten das Gemälde "Starthief" von James Rosenquist neu gehängt

Museum Ludwig: Sternenräuber mit Schinkenphantasien auf 14 mal fünf Meter

Köln | Was haben Schinkenscheiben, ein Teil-Frauenporträt, Maschinenteile und Elektrokabel mit Sternenräubern zu tun? Sind es vielleicht die Phantasien eines Astronauten nach irdischem Genuss in weiter Ferne bei Tütensuppe? Raubt die Menschheit mit trivialen technischen Gegenständen dem Sternenhimmel seine Faszination? War es womöglich schon die Vision des Weltraumschrottes, den die Menschheit so weit oben geparkt hat? „Starthief“ heißt das Gemälde mit astronomischen Ausmaßen von James Rosenquist. Das wird seit 14 Jahren zum ersten Mal wieder an der nördlichen Stirnwand des Aufganges des Museum Ludwig gezeigt. Zuvor mussten irdische Probleme beseitigt werden: Putzschäden.

"Starthief" für den Flughafen von Miami

Das Rosenquist Werk misst 14 Meter in der Breite und 5,2 Meter in der Höhe. Gedacht war es einst für den Flughafen von Miami. Es sollte im Terminal der Eastern Airlines gehängt werden. Frank Borman, Präsident der Fluglinie, habe das Gemälde abgelehnt. Die Begründung: Das Gemälde gebe den Weltraum nicht wirklichkeitsgetreu wieder. Borman war selbst als Astronaut im All gewesen. Das Gemälde entstand im Jahr 1980 als Auftragsarbeit für die Stadt Miami.

Peter Ludwig kaufte das Werk von Rosenquist

Rosenquist war auch als Reklamemaler tätig und gilt als einer der Hauptvertreter der amerikanischen Pop Art. Er studierte an der University of Minnesota und der Art Students´League in New York. Peter Ludwig brachte das Gemälde an den Rhein und hatte es 1995 gekauft. Das Motiv zeigt einen Nachthimmel mit Sternen. Dem Betrachter schweben in der Proportion verändert Schinkenteile, Maschinen, ein Teil eines Frauenporträts oder Elektrokabel entgegen.

Gestern wurde das Gemälde neu gehängt. Die Fragen, die Rosenquist mit dem Gemälde und seiner irdischen Verortung aufwirft, bleiben. Nur heißen heute Raketen nicht mehr Apollo, sondern Raumstationen ISS und dort wird irdischer Fußball angesehen und vor der unendlichen Kulisse des Weltalls getwittert oder den Menschen geht erst einmal der Strom aus, wenn sie Elektrokabel und Maschinenteile auf Kometen hinterlassen. Das Werk ist in der ständigen Ausstellung des Museum Ludwig zu sehen.

Zurück zur Rubrik Kunst

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kunst

sothebys_22062016

Köln, London | Helena Newman versteigerte im Rahmen der Abendauktion „Impressionist & Modern Art“ bei Sotheby´s Beckmanns "Möwen im Sturm" und Kirchners "Alpweg (Bergweg)" aus dem Bestand des Westdeutschen Rundfunk Köln (WDR) für insgesamt 2,170,464 Euro in London.

PhilibertFifiNsDok_14_06_16

Köln | Eine neue Sonderausstellung zeigt das NS-Dokumentationszentrums (NS-Dok) vom 15. Juni bis 22. August. Es sind die Zeichnungen und Karikaturen die der Künstler Philibert-Charrin, eine französischer Zwangsarbeiter 1943 bis 1945, in der Steiermark anfertigte. Charrin verstarb im Jahr 2007. Nach mehr als 70 Jahren, zeigt nun das NS-Dok seine Sammlung. Über 80 Karikaturen, Zeichnungen und Plakate, ergänzt mit Originaldokumenten aus seinem Nachlass.

NsDok_10_006_16

Köln | Das kulturelle Erbe Polens erlitt während des Zweiten Weltkrieges infolge von Kriegshandlugen und Besatzungen enorme Verluste. Viele Kulturgüter wurden entweder zerstört oder geraubt und in andere Länder verbracht. Die neue Publikation „Raub und Restitution. Aktivitäten des polnischen Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten im Bereich der Rückgabe der von Polen im Zweiten Weltkrieg verlorenen Kulturgüter“ die am heutigen Freitag, 10. Juni, im NS-Dokumentationszentrum (NS-Dok) vorgestellt wurde, biete einen Überblick über die bereits zurückgegebenen Kunst- und Kulturgegenstände. Lediglich einige hundert von 63.000 bekannten und gut dokumentierten Kulturgütern seien zurück in Polen. Herausgegeben hat sie das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen. Für die Publikation waren Prof. Wojciech Kowalski, Dr. Monika Kuhnke und Justyna Wróbel verantwortlich.

EU Referendum - Brexit

brexit_klein_page30020024062016

Die Briten haben entschieden: Sie wollen raus aus der EU.

Liveblog: Der Tag nach dem Referendum

Zum nachlesen: Der Tag des Referendums

NEU: Terminkalender Köln

termine_02012015

Der neue report-K Terminkalender für Köln optimiert für Ihr Smartphone:

termine.report-K.de

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets

Freibäder und Badeseen in Köln