Kultur Kunst

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Neue Perspektiven im Museum Ludwig - mit der Ausstellung zu Heimo Zobernig startet Reihe „Hier und Jetzt" im Jubiliäumsjahr.

Köln | Wie ein Kunstwerk reisen und sich wandeln kann, zeigt das Museum Ludwig bei seiner ersten Ausstellung in der neuen Reihe „Hier und jetzt“ mit dem österreichischen Bildhauer Heimo Zobernig. Dieser schuf im vergangenen Jahr für den österreichischen Pavillon auf der Biennale in Venedig eine Installation, die an der Decke hängend dezidiert Bezug auf den Ort nahm. Dies geschah im Dialog mit der Architektur des Gebäudes aber auch beim Erhaschen der Aufmerksamkeit bei der Großveranstaltung mit vielen kulturellen Angeboten.

Auf Initiative des heutigen Museumsdirektor am Ludwig, Yilmaz Dziewior, war noch im gleichen Jahr ein Nachbau als Einzelausstellung im Kunsthaus Bregenz zu sehen. Was in Venedig ein unauffälliger Einbau war, wurde in der österreichischen Kunsthalle zur massiven architektonisch.skulpturalen Setzung. Das Volumen des Einbaus war dort anders als in Venedig besonders spürbar.

Ab diesem Samstag sind die Nachbauten nun im Museum Ludwig in einem komplett anderen Kontext zu sehen. So wurde die Installation in Köln von der Decke auf den Boden geholt und verteilt sich über zwei Räume. Im Ludwig dienen die großen schwarzen Elemente als Bühne und Spiegel für Teile der eigenen Sammlung. Zu sehen sind Skulpturen von Pablo Picasso, César, Lucio Fontana, Isa Genzken, Marino Marini, Aristide Maillol, Claes Oldenburg, Hans Uhlmann und Renée Sintenis. Noch in diesem Jahr kehrt die ursprüngliche Installation übrigens wieder in den österreichischen Pavillon in Venedig zurück.

Die Schau ist der Auftakt der neuen Reihe „Hier und jetzt“, mit dem sich das renommierte Museum im Jubiläumsjahr einen neuen Freiraum schaffen will. „Damit können wir einen Schritt zurücktreten und hinterfragen, wie funktioniert ein Museum wie das Ludwig“, sagt Dziewior. Ziel sei es auch interdisziplinär zu arbeiten, um sich so neue Perspektiven zu erschließen. Die zweite Schau der Reihe folgt mit „Hausbesuche“ im zweiten Halbjahr. Sie wird an Orten außerhalb des Museums zu sehen sein, die nach den Wünschen der Künstler ausgewählt werden.

Service: Die Ausstellung im Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, läuft bis zum 22. Mai. Öffnungszeiten: Di bis So 10-18 Uhr, jeden ersten Do im Monat bis 22 Uhr. Eintritt: 13 (ermäßigt 8.50) Euro.

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