Kultur Musik

spd_schaefer_kulturpol_sprecher_07092015

Der kulturpolitische Sprecher Klaus Schäfer der SPD-Fraktion im Kölner Rat

Rat entscheidet über Interim für Oper: SPD will Alternativen sorgfältig prüfen.

Köln | Nach dem Baustellendesaster im neuen Opernquartier am Offenbachplatz wird die Suche nach einer Interim-Spielstätte für die Kölner Oper immer dringlicher. Am Donnerstag soll der Rat darüber entscheiden, am gleichen Tag tritt vorab auch der Bühnenausschuss der Stadt zusammen. Eine Vorlage der Verwaltung favorisiert das Staatenhaus in Deutz, das als Übergangslösung auch von Opernintendantin Birgit Meyer gewünscht wird.

Als Alternative stehen die MMC-Studios in Ossendorf zur Debatte. Ziel ist bei beiden Interims, nach zwei Monaten Umbauzeit die neue Saison wie geplant im November zu eröffnen. Es muss wohl davon ausgegangen werden, dass die Interimslösung wegen der zusätzlich aufgetretenen Probleme an der Baustelle zwei Spielzeiten umfassen könnte.

Das würde für Ossendorf Gesamtkosten (inklusive Mehrkosten für das Schauspiel) von 17,8 Millionen Euro bedeuten, was 900 000 Euro günstiger wäre als das Staatenhaus. Dort rechnet man bei einer kalkulierten Auslastung von 88 Prozent für die Spielzeit 2015/16 mit Einnahmen in Höhe von 2,15 Millionen Euro. In den MMC-Studios wird bei einer Auslastung von 75 Prozent im gleichen Zeitraum mit Einnahmen in Höhe von 1,4 Millionen Euro gerechnet.
Während das Staatenhaus zentral in der Stadt liegt, wird bei den MMC-Studios von einer Randlage gesprochen, die erst nach 30 Minuten von der Stadtmitte aus erreicht werden kann.

Ist die Vorlage der Verwaltung schöngerechnet?

Im Staatenhaus sind zwei Spielstätten mit je 800 Zuschauern sowie eine kleine Bühne mit 200 Plätzen eingeplant. Bei den MMC-Studios wären das in der Halle 53 laut Verwaltung 800 Zuschauer und im angrenzenden Studio 41 noch einmal 360 Plätze. Bei der Parkplatzsituation laufen beim Staatenhaus Verhandlungen mit RTL wegen des dortigen Parkhauses. In Ossendorf wäre eine Öffnung zu den Parkplätzen des Möbelhauses Ikea möglich.

Kritik an der Vorlage der Verwaltung gibt es vor allem von der CDU, die in Medienberichten von einem „Vergleich von Äpfeln und Birnen“ spricht, und von der FDP, welche die Vorlage als schöngerechnete „Mogelpackung“ anprangert. Die Grünen sehen in der Vorlage eine „gute Grundlage“, wollen sich aber bislang noch nicht auf Staatenhaus festlegen. Die SPD wird am Mittwoch bei einer Fraktionssitzung über ihre Haltung zum Interim für die Oper entscheiden.

Die Sozialdemokraten streben nach der Aussage ihres kulturpolitischen Sprechers Klaus Schäfer eine sachgerechte und vernünftige Entscheidung zwischen den beiden Alternativen an. Man lehne Hilfskonstruktionen ab und suche nach einer Lösung, bei der die Oper als Aushängeschild der Stadt auch glänzen kann. Dafür müsse man auch die kultur- und die finanzpolitische Sicht ins Verhältnis setzen, betont Schäfer. Die Bezeichnung Ossendorfs als Randlage sieht er als falsch an - auch mit Blick auf die Entwicklung am Schauspiel-Standort Mülheim.

Zum Fragenkatalog der SPD an beide Interims gehören unter anderem die Erreichbarkeit beider Standorte, die Widersprüchlichkeiten bei den Zuschauerkapazitäten (Stichwort: Anmietung einer dritten Halle in Ossendorf), die laut Vorlage „beherrschbare Genehmigungssituation“ beim Staatenhaus (Stichwort: Brandschutz), die Einnahmeprognosen und die notwendigen Investitionen in beide Standorte.

Die Kostenkalkulation für eine dritte Alternative, die Zeltlösung, fehlt Schäfer. „Wichtig ist außerdem, was die Besucher der Oper wollen, die ein musikalische Gesamterlebnis anstreben. Ein Ausfall für zwei Jahre, kann hier keine Alternative sein.“ Zentral ist für Schäfer daher vor allem auch die sichere Realisierung einer Interim-Spielstätte zur Eröffnung im November. „Es müssen ehrliche, sehr exakte Rechnungen und keine Scheinrechnungen gemacht werden.“

Zurück zur Rubrik Musik

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Musik

Orchester_11_10_2016

Köln | Das Kölner Gürzenich-Orchester startet die erste gemeinsame Tournee mit dem französischen Dirigent François-Xavier Roth nach Asien.

foess_31122016

Köln | Entspannt, gut gelaunt, aber trotzdem konzentriert geht es zu, wenn sich die Bläck Fööss auf ihren großen Auftritt an Silvester in der Deutzer Lanxess-Arena vorbereiten. Nur einige 100 Meter von Europas größter Multifunktionsarena laufen die Proben für die XXL-Party morgen Abend.

george_michael_Slavko-Sereda_shutterstockcom_26122016

London | Der britische Popsänger George Michael ist tot. Das berichten am Sonntagabend britische Medien unter Berufung auf Michaels Agenten. George Michael hat in seiner Karriere etwa 100 Millionen Tonträger verkauft.

„Deine Freunde“ und die „Gute Wähler Gruppe Köln“ - Was ist passiert?

mik_reportk_respalte

Die Ratsgruppe „Deine Freunde“ hat sich umbenannt in die „Gute Wählergruppe Köln“. Nach der Abspaltung machen die Mitglieder von „Deine Freunde“ nun ohne die Ratsmitglieder weiter. Alle Details und Hintergründe zur Abspaltung und die Interviews mit beiden Parteien zur Trennung, finden Sie auf report-K.

Interview „Gute Wähler Gruppe Köln“
Interview „Deine Freunde“

Imm Cologne / LivingKitchen 2017

KARNEVAL NACHRICHTEN

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets

Terminkalender Köln

termine_02012015

Der report-K Terminkalender für Köln optimiert für Ihr Smartphone:

termine.report-K.de