Panorama Panorama Deutschland

schirftzugpolizei2572012

Bericht: BKA befürchtet Terror-Nachahmer in Deutschland

Berlin | Das Bundeskriminalamt (BKA) befürchtet nach den Anschlägen von Paris mögliche Terror-Nachahmer in Deutschland. Das berichtet die "Welt" unter Berufung auf ein 25-seitiges, internes Lagebild der Wiesbadener Behörde, das der Redaktion vorliegt. In dem als "VS - Nur für den Dienstgebrauch" gestempelten Papier berichtet das BKA von Sympathie-Bekundungen radikaler Islamisten im Internet.

Die Rede ist auch von direkten Aufrufen zu Terroranschlägen in der Bundesrepublik. "Konkretisierende Erkenntnisse oder Hinweise" auf geplante Attentate gäbe es derzeit jedoch nicht. Dennoch befürchtet das BKA, dass sich Islamisten hierzulande von den Taten in Frankreich angespornt fühlen könnten.

"Der Anschlag kann auch als Initial für in Deutschland lebende/aufhältige und tatgeneigte Personen wirken", heißt es in dem BKA-Lagebild. Auf deutschsprachigen Internetseiten und in arabischsprachigen Foren würden "der Anschlag auf das Redaktionsbüro des Satiremagazins `Charlie Hebdo` begrüßt bzw. gerechtfertigt sowie die Attentäter beglückwünscht". Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter kursiere zudem das arabische Hashtag "Wir haben den Propheten gerächt".

Laut BKA rief außerdem ein polizeibekannter Islamist am 7. und 8. Januar über Twitter in deutscher Sprache zu Anschlägen in Europa auf. Dabei erklärte er, Deutschland sei das "nächste Ziel". Nach Informationen der "Welt" konkretisierte der Twitter-Nutzer am Montag seine Drohung.

Er schrieb nun, er hasse die Ungläubigen und werde sie bis zum Tod bekämpfen. Der Mann nannte die bundesweiten Pegida-Demonstrationen "Schweinemärsche" und bezeichnete sie als potenzielles Anschlagsziel, berichtete die Zeitung aus dem Lagebericht. Auch der österreichische Dschihadist Mohamed M. rief nach BKA-Erkenntnissen kurz nach den Attentaten in Paris über Twitter dazu auf, ähnliche Attentate in Deutschland und Österreich zu verüben. Die Rede ist demnach vom "Abschlachten" sogenannter Ungläubiger. In einem arabischen Internetforum wiederum stießen die BKA-Ermittler laut "Welt"-Informationen auf ein Propagandavideo mit dem Titel "Oh Gesandter Allahs, wir haben uns gerächt". In dem Film ist eine Art Todesliste mit Bildern prominenter Islamkritiker zu sehen, unter ihnen der niederländische Politiker Geert Wilders, der dänische Karikaturist Kurt Westergaard und der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie.

Gezeigt wird außerdem der ermordete Chefredakteur der Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo". Sein Gesicht ist mit einem roten Kreuz versehen. In der BKA-Analyse wird auch vor möglichen islamfeindlichen "Resonanztaten" auf die Anschläge von Paris gewarnt, wie sie in Frankreich bereits registriert wurden. "Derartige Reaktionen sind daher grundsätzlich auch in Deutschland nicht auszuschließen."

Zurück zur Rubrik Panorama Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Panorama Deutschland

Berlin | Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer befürchtet nach der Verurteilung des Models Gina-Lisa Lohfink, dass künftig noch weniger Frauen eine Vergewaltigung anzeigen werden. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag) sagte die Herausgeberin der Frauenzeitschrift "Emma": "Nur jede zwölfte Vergewaltigung wird in Deutschland angezeigt, nur jede hundertste führt zu einer Verurteilung. Es ist zu befürchten, dass es nach dem Berliner Urteil noch weniger sein werden."

Berlin | Das Model Gina-Lisa Lohfink ist zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt worden, weil sie zwei Männer fälschlicherweise der Vergewaltigung bezichtigt haben soll. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten urteilte am Montag, für diese Verdächtigung habe es keine Anhaltspunkte gegeben. Stattdessen soll Lohfink bewusst wahrheitswidrige Tatsachen behauptet haben.

pol_05022015h

Wiesbaden | Auf deutschen Straßen sind im ersten Halbjahr 2016 insgesamt 1 450 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das waren nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 144 Personen oder 9,0 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2015.

NEU: Terminkalender Köln

termine_02012015

Der neue report-K Terminkalender für Köln optimiert für Ihr Smartphone:

termine.report-K.de

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets

SONDER-VERÖFFENTLICHUNG
wj_gruenderpreis2016kl

Gründerpreis der Wirtschaftsjunioren Köln 2016
Abgabefrist: 21.8.16
Alle Infos >

--- --- ---

Aktuelle Themen und Informationen der Koelnmesse >

--- --- ---

schoko_PR_boxklein

Schokoladenmuseum Köln: Zeitreise durch die Geschichte von Kakoa und Schokolade >

--- --- ---