Panorama Panorama Deutschland

Missbrauchs-Vorwürfe gegen früheren Hildesheimer Bischof

Hildesheim | Ein deutscher Bischof zählt offenbar zu den Missbrauchstätern in der katholischen Kirche: Heinrich Maria Janssen (1907 bis 1988), langjähriger Bischof von Hildesheim, soll sich über Jahre an einem Ministranten vergangen haben, schreibt der "Spiegel" in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe.

Das "Büro für Fragen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich" der Deutschen Bischofskonferenz hat den Missbrauchsvorwurf des ehemaligen Messdieners durch den Bischof geprüft und das Leid anerkannt. Es bestätigte dem Mann "in Anerkennung des erlittenen Leids" den "erlittenen sexuellen Missbrauch als besonderen Härtefall" und überwies 10.000 Euro als "Anerkennungszahlung".

Der Hildesheimer Weihbischof Heinz-Günter Bongartz versicherte dem Betroffenen per Brief, wie sehr er sich schäme, "dass Ihnen durch eine bischöfliche Autoritätsperson solches Unrecht zugefügt wurde". Der Betroffene hatte angegeben, dass der Bischof ihn ab dem Alter von zehn Jahren regelmäßig durch Masturbation, Oral- und Analverkehr missbraucht habe. Diese Übergriffe hätten zwischen 1958 und 1963 "unter Ausnutzung der bischöflichen Autorität und Stellung" stattgefunden: "Der Bischof galt mir als Gott, als jemand, den man nicht kritisieren oder infrage stellen konnte."

Der Betroffene kritisiert die ihm gewährte Summe als eine billige Ablasszahlung der Kirche und verlangt die Entfernung der Überreste Janssens aus der Bischofsgruft im Hildesheimer Dom.

Zurück zur Rubrik Panorama Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Panorama Deutschland

pol_2932011

München | Bei einem Schleuser haben Polizeibeamte am Donnerstag in einem Auto am deutsch-österreichischen Grenzübergang bei Kiefersfelden Material für den Bau von Rohrbomben gefunden. Vier Männer seien festgenommen worden, teilte die Bundespolizei mit. Der Fahrer und drei Personen ohne Papiere seien bei einer Routine-Kontrolle aufgefallen.

München | Im NSU-Prozess hat die Hauptangeklagte Beate Z. erstmals selbst vor Gericht gesprochen. Sie verlas am Donnerstag eine kurze Stellungnahme. Darin erklärte sie, sich früher mit nationalsozialistischem Gedankengut identifiziert zu haben, mit der Zeit sei ihr "Angst vor Überfremdung" jedoch "zusehends unwichtiger" geworden.

Dresden | In Dresden haben Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes am Donnerstagnachmittag neben der Marienbrücke eine Sprengsatz-Attrappe gefunden.

NEU: Terminkalender Köln

termine_02012015

Der neue report-K Terminkalender für Köln optimiert für Ihr Smartphone:

termine.report-K.de

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets