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Der Unfallort liegt in einem schwer zugänglichen Bereich neben dem Mangfallkanal und einem Waldstück (Karte: www.mapz.com)

Polizei rechnet nach Zugunglück in Bayern nicht mit weiteren Opfern

Bad Aibling | Nach dem Zugunglück im oberbayerischen Bad Aibling rechnet die Polizei nicht mehr mit weiteren Todesopfern. Es bleibe bei zehn Toten, es werde keine Person mehr vermisst, teilten die Beamten am Mittwochvormittag mit. Erste Angaben, nach denen ein elftes Todesopfer gefunden wurde, dementierte ein Polizeisprecher. Noch in den Morgenstunden hieß es, dass eine weitere Person vermisst werde.

22:04 Uhr > Unglückszüge von Bad Aibling werden abtransportiert

Die Bergung der Regionalzüge in Bad Aibling kommt schrittweise voran. Die ineinander verkeilten Züge werden zertrennt und dann in Teilen an der Unfallstelle in Bad Aibling geborgen, teilte die Bahn am Mittwochnachmittag mit. Dazu seien über Nacht zwei Spezialkräne aus Fulda und Leipzig nach Oberbayern gefahren worden.

Die Notfallkräne haben eine Tragkraft von 160 und 60 Tonnen. Die geborgenen Teile sollen in den nächsten Stunden nach Kolbermoor und Bad Aibling transportiert werden. Bei der Bergung, die von den Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks (THW) mit schwerem Spezialgerät vorangetrieben wird, ist außerdem ein Hilfszug der DB im Einsatz.

Mit dem Hilfszug werden rollfähige Teile aufs Gleis gesetzt. Rund 20 Mitarbeiter der DB sind an der Unfallstelle im Einsatz, darunter der Notfallmanager und die Kranbesatzungen. Derzeit sei davon auszugehen, dass die Bergung der beiden Unfallzüge mindestens zwei Tage dauere, so die Bahn.

Anschließend werde die Fahrbahn in dem Abschnitt repariert und die Oberleitung montiert. Die DB arbeitet nach eigenen Angaben eng mit den ermittelnden Behörden bei der Aufklärung der Unfallursache zusammen. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, hat heute Bad Aibling besucht und einen Kranz an der Unfallstelle niedergelegt.

Seehofer lobt nach schwerem Zugunglück Einsatz der Rettungskräfte

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat den Einsatz der Rettungskräfte bei dem schweren Zugunglück in Bad Aibling gelobt. "Wir haben allen Anlass, trotz der großen Betroffenheit, unseren Rettungskräften zu sagen, wir sind stolz auf euch", sagte Seehofer am Mittwoch nach einem Besuch der Unglücksstelle und der bei dem Frontal-Zusammenstoß zweier Nahverkehrs-Züge verletzten Menschen. Die Rettungskräfte hätten unter "schwierigen Bedingungen eine hervorragende Arbeit geleistet".

Das Zugunglück sei "eine furchtbare Tragödie für ganz Bayern", betonte der CSU-Chef. "Bayern ist betroffen, Bayern trauert." Der Frontal-Zusammenstoß der beiden Züge am Dienstagmorgen sei eine "der größten Zugunglücke in Bayern in den letzten Jahrzehnten" gewesen.

Zugleich betonte Seehofer, dass man das Ergebnis der Ermittlungen abwarten müsse, ehe Konsequenzen gezogen werden könnten. Bei dem Zugunglück waren zehn Menschen ums Leben gekommen und viele weitere verletzt worden.

Dobrindt: Eine Blackbox nach Zugunglück ausgewertet

Nach dem Zugunglück im oberbayerischen Bad Aibling ist nach Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eine der drei Blackboxen aus den verunglückten Zügen ausgewertet worden. Es handele sich um den Fahrtenschreiber aus dem Zug der von Kolbermoor in Richtung Bad Aibling gefahren sei, sagte Dobrindt am Mittwoch. Darauf fänden sich keine Hinweise auf technische Fehler oder ein Fehlverhalten des Triebwagenfahrers.

Auch die Signale für diesen Zug seien richtig gesetzt gewesen. Die zweite bisher gefundene Blackbox werde noch ausgewertet, eine dritte sei noch nicht geborgen worden. Erst nach der Auswertung aller drei Fahrtenschreiber könnten abschließende Schlüsse gezogen werden, betonte Dobrindt.

9:47 Uhr > Es habe ein Missverständnis gegeben. Die Ermittlungen zur Unglücksursache würden fortgesetzt. Unterdessen beginnt die Bergung der verunglückten Züge.

Ein erster Spezialkran der Deutschen Bahn mit einer Tragkraft von 160 Tonnen ist bereits am Unglücksort. Ein weiterer Notfallkran aus Leipzig mit einer Tragkraft von 75 Tonnen steht nach Angaben der Bahn auf Abruf bereit. Die 37 Kilometer lange Strecke der Deutschen Bahn zwischen Holzkirchen und Rosenheim ist weiterhin gesperrt.

Zugunglück in Bayern: Suche nach letztem Vermissten wird fortgesetzt

7:00 Uhr > Nach dem Zugunglück im oberbayerischen Bad Aibling wird die Suche nach dem letzten Vermissten fortgesetzt. Die Polizei wies Angaben zurück, nach denen der Vermisste am Mittwochmorgen tot gefunden worden sei. Es habe ein Missverständnis gegeben.

Die Bergungsarbeiten liefen noch. Die vermisste Person werde weiter im Zug vermutet. Am Dienstagmorgen waren zwei Nahverkehrszüge vermutlich mit hoher Geschwindigkeit zusammengestoßen.

Mindestens zehn Menschen starben, 17 Menschen wurden schwer und 63 weitere leicht verletzt. Unter den Toten sind offenbar auch die beiden Lokführer. Die Unglücksursache war zunächst unklar, ersten Berichten zufolge könnte menschliches Versagen zu dem Unfall geführt haben.

Die Polizei bestätigte entsprechende Meldungen zunächst nicht.

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