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So zieht man Erdbeeren auf dem Balkon

Urban Gardening auf wenigen qm: Tipps für eine gute Balkonernte

Köln | Urban Gardening ist auch in Köln ein Trend. Nicht erst seit dem neuen Jahrtausend, denkt man an die Kolonien von Schrebergärten, die sich sowohl im links-, wie im rechtsrheinischen Köln finden. Aber auch Balkonien wird immer beliebter und findige Marketingstrategen haben sogar ein eigenes Wort, den „Naschbalkon“ dafür gefunden. Wer allerdings etwa Erdbeeren im Sommer ernten möchte, der sollte jetzt auf seinem Balkon die Töpfe bestellen. Die Redaktion von report-K hat einige Tipps für ambitionierte Balkongärtner zusammengestellt.

Erdbeeren auf dem Balkon ziehen

Wer Erdbeeren auf dem Balkon oder der Dachterrasse pflanzen will, der sollte im Frühjahr zwischen Mitte März und Ende Mai pflanzen. Wichtig ist, dass es nicht mehr zu langen Frostperioden kommt, denn gerade nach der Pflanzung müssen die Pflanzen jeden Vormittag kräftig gegossen werden, um ein ideales Anwachsen zu ermöglichen. Beim Pflanzen werden die Ballen kurz in Wasser getaucht, fest angedrückt und leicht mit Erde bedeckt. Solange es in Köln noch zu Nachtfrösten kommt, müssen die Pflanzen mit Vlies abgedeckt werden. Wenn die Erdbeerpflanzen zu blühen beginnen, dann muss immer für ausreichend Wasser gesorgt werden. Dabei sollte man aber nicht über die Früchte gießen, sondern diese sollten trocken bleiben. So sollte auch ein geschützter und sonniger Platz für den Erdbeerkübel gewählt werden. Neue Triebe sollten in dieser Phase zurück geschnitten werden, um die Pflanzen kräftig zu erhalten. Wenn die ersten Früchte sich zeigen, sollte Stroh oder Holzwolle um die Pflanzen gelegt werden. Auch Blähton ist geeignet. Damit trocknet das Umfeld der Früchte schneller nach Regen ab, die Früchte können nicht verfaulen. Erdbeerpflanzen tragen in der Regel drei Jahre lang – vorausgesetzt sie pflegen sie gut - Früchte. Anschließend müssen sie ausgetauscht werden.

Weitere für den Balkon geeignete Obstsorten

Für den Anbau auf dem Balkon eignen sich auch Himbeeren, Trauben oder Johannisbeeren. Die gibt es auch als Hochstamm-Strauch-Züchtung. Bei den Johannisbeeren ist der Standort entscheidend für die Süße der Frucht. An sonnigen Standorten entwickeln die Pflanzen mehr Zucker, sind also süßer, als etwa im Halbschatten. Brombeeren gibt es in einer dornenlosen Variante, ideal für Familien mit Kindern, die platzsparend in die Höhe wachsen. Dabei sind Höhen von bis zu 3 m keine Seltenheit. Auch Himbeeren gedeihen auf dem Balkon. Bei allen Pflanzen ist es allerdings ratsam, sich noch einmal konkret zu informieren, welche Pflege und Standort diese benötigt. Und auf kleinem und engem Raum, wie dem Balkon, wie viel Platz die Sorte benötigt.

Allgemeine Tipps für den Anbau von Obst und Gemüse auf dem Balkon

Auf dem Balkon können sich Pflanzen nicht selbst versorgen, daher muss auf ausreichende Düngung und Wasserzufuhr geachtet werden. Daher eignen sich glasierte Töpfe besser als unglasierte, bei denen zu viel Wasser verdunstet. Zudem sollte man vormittags gießen, damit die Pflanzen das Wasser gleich verwerten können und es kann sich weniger Staunässe bilden. Dabei sollten aber helle Töpfe verwendet werden, denn bei dunklen Töpfen, die viel Wärme speichern, können die Wurzeln verbrennen. Beim Kauf der Erde sollte man auf Hochwertigkeit achten, da Gemüse und Früchte viele Nährstoffe und ein gutes Substrat benötigen.

Kartoffel: Das Wachstumswunder

Kartoffeln wachsen exponentiell. Sie pflanzen eine und ernten 20. Wenn Sie alles richtig gemacht haben. Für den Balkon bietet sich ein Pflanz-Sack an. Kartoffeln sollten zwischen Mitte bis Ende März und nicht später als Ende April angepflanzt werden. Man sollte immer Pflanzkartoffeln verwenden und nicht versuchen Sorten aus dem Supermarkt anzukeimen, denn oft sind diese mit einem Keimschutz behandelt. Sorten wie „Cilena“ sind ideal geeignet. Für einen kleinen Balkon braucht man auch nur wenige Stücke. Die Pflanzkartoffeln werden zunächst an einem hellen und kühlen Ort in der Wohnung vorgekeimt. Die Aussaat kann erst beginnen, wenn sicher ist, dass es in Köln keinen Nachtfrost mehr gibt. Im Pflanzbehälter sollte Staunässe vermieden und die vorgekeimten Setzlinge sollten in nährstoffreiche Erde gesetzt werden. Hornspäne sind ein idealer Dünger. Man sollte pro Kübel oder Pflanz-Sack nicht mehr als 3-4 Pflanzkartoffeln setzen. Schauen Sie den Kartoffelkeimen beim Wachsen zu. Wenn das Grün um die 15 cm hoch ist, bedecken Sie es wieder so mit Erde, dass es nicht mehr zu sehen ist. Das kann man so lange machen, bis der Pflanztopf voll ist. Achten sie auf eine ausreichende Düngung mit Hornspänen. Wenn die Kartoffelpflanze blüht, müssen sie für viel Wasser sorgen, denn dann entwickeln sich die Kartoffelknollen. Frühe Sorten können schon in der Blütezeit geerntet werden. Bei allen anderen erkennen Sie die Erntesaison daran, dass das Laub dürr wird.

Neben den Kartoffeln kann man Bohnen, Tomaten, Gurken, Radieschen und viele andere Gemüsesorten auch auf dem Balkon anbauen. Wer selbst seine Pflanzen für den Anbau auf dem Balkon ziehen möchte, der muss eigentlich schon im Januar und Februar damit beginnen, diese zu ziehen. Ein wenig Planung gehört also dazu. Allerdings bieten mittlerweile auch alle Gartencenter Setzlinge an. Bei Radieschen oder Petersilie empfiehlt es sich Saatbänder zu nutzen, die direkt im Freien ausgesät werden. Vor allem für Anfänger, denn dann ist der richtige Abstand zwischen dem Saatgut auch schon voreingestellt.

Tomaten auf dem eigenen Balkon

Tomaten brauchen einen großen Pflanzbehälter, weil sie tief wurzeln und viel, viel Wasser. Allerdings nicht von Oben und nicht an den Blättern. Wer Tomaten dem Regen oder gar Hagel aussetzt, der bekommt auch eine nicht unbedingt leckere dicke Schale. Daher sollten Tomaten immer an einem geschützten Ort stehen. Tomaten kann man ab Mitte Mai im Freien pflanzen. Sie werden tief eingepflanzt, um später mehr Halt zu haben. Zur Düngung sollte man einen Tomatendünger verwenden. Bei Stabtomaten, die sich besonders für den kleinen Raum auf dem Balkon eignen, muss der Haupttrieb an einer Schnur oder einem Stab befestigt werden. Da die Stabtomaten unbegrenzt nach oben wachsen, kann die Spitze eingekürzt werden, wenn die Pflanze rund fünf Fruchtstände gebildet hat. Zudem sollten Seitentriebe wöchentlich entfernt werden. Sonst bildet die Pflanze nicht ausreichend Früchte.

Die neue Serie Urbanes Gärtnern auf Balkonien und im Stadtgarten in Köln, soll Ihnen Tipps und Tricks verraten, wie es auch mit dem Grün gut gelingt: In loser Folge, passend zur Jahreszeit finden Sie hier Interessantes zum DIY im heimischen Grün. 

Ihr Balkonien oder Stadtgarten ist ein Traum und Sie würden diesen gerne einmal bei report-K vorstellen und anderen Kölnerinnen und Kölnern mit Gartentipps helfen? Einfach eine E-Mail an redaktion[at]report-K.de und wir stellen Sie und Ihr Balkonien oder Stadtgarten gerne vor.

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