Panorama Panorama Welt

sierraleone_2012_04_03

EU-Ebola-Beauftragter: Virus viel widerstandsfähiger als angenommen

Brüssel | Nach einem erneuten Todesfall durch Ebola in Sierra Leone hat der Beauftragte der EU im Kampf gegen die tödliche Krankheit, Christos Stylianides, die internationale Gemeinschaft zu weiterer Unterstützung aufgerufen.

Stylianides, der auch EU-Kommissar für humanitäre Hilfe ist, sagte der "Welt": "Dieser neue Fall in Sierra Leone zeigt, dass das Ebola-Virus viel widerstandsfähiger ist als man angenommen hatte. Es ist deshalb dringend notwendig, dass die internationale Gemeinschaft den von Ebola betroffenen Ländern in Westafrika weiterhin Beistand leistet. Wir dürfen ihnen jetzt nicht den Rücken kehren." Der Westen muss nach den Worten von Stylianides mehr für die afrikanischen Staaten tun. "Ganz wesentlich ist, dass wir funktionierende Gesundheitssysteme aufbauen. Das bedeutet vor allem, dass die Menschen direkten Zugang zu Gesundheitseinrichtungen erhalten". Nur so könnten neue Ebola-Fälle schnell identifiziert und die Patienten isoliert werden. "Die Gesundheitssysteme in Sierra Leone, Guinea und Liberia waren schon vor der Ebola-Krise äußerst fragil und sie sind jetzt durch den Ausbruch der Krankheit noch weiter geschwächt worden."

Funktionierende Gesundheitssysteme spielten im Kampf gegen Ebola aber eine "zentrale Rolle", so Stylianides. "Das ist eine absolute Notwendigkeit - und kein Luxus", betonte der EU-Kommissar. Hintergrund: Erst am Donnerstag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf den Ausbruch der tödlich verlaufenden Fiebererkrankung für beendet erklärt.

Sie warnte allerdings auch, dass obwohl es seit mehr als zwei Monaten keine bekannten Ansteckungen mehr gegeben habe, noch immer einzelne Fälle in der Region auftreten könnten. Seit 2013 erkrankten in Guinea, Sierra Leone und Liberia 28.600 Menschen an Ebola, mehr als 11.300 starben an der Krankheit. Sierra Leone war bereits am 7. November für Ebola-frei erklärt worden. Bislang stellten die Europäer im Kampf gegen Ebola gut zwei Milliarden Euro bereit.

Zurück zur Rubrik Panorama Welt

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Panorama Welt

Lüttich | Astronomen haben ein System aus sieben erdähnlichen Planeten um den Zwergstern Trappist-1 entdeckt. Drei der Planeten lägen in der bewohnbaren Zone des Sterns und könnten auf ihren Oberflächen Ozeane aus Wasser beherbergen, schreiben die Forscher um Michaël Gillon vom STAR-Institut der Universität Lüttich in Belgien in der Fachzeitschrift "Nature". Dadurch steige die Möglichkeit, dass in dem Sternensystem, das in einer Entfernung von rund 40 Lichtjahren liegt, Leben möglich ist.

Sucre | Im Süden Boliviens hat sich am Dienstag ein Erdbeben mittlerer Stärke ereignet. Geologen gaben zunächst eine Stärke von 6,4 an. Diese Werte werden oft später korrigiert.

Washington | Das Weiße Haus verlegt Streitkräfte an die Ostflanke der NATO. 1.000 Soldaten sollen mit zahlreichen Fahrzeugen im April in Polen stationiert werden, teilte das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Europa mit.

AfD-Bundesparteitag 2017 in Köln

maritim_300_12022017klein

Der Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) findet im April 2017 im Maritim Hotel in Köln statt. Mehrere Gruppen kündigen Proteste und Kundgebungen dagegen an. Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Geschehen rund um den AfD-Bundesparteitag in Köln.

AfD-Bundesparteitag im Maritim Hotel Köln - AfD nimmt Stellung

Gegenstimmen:

Der AfD-Parteitag im April – Festkomitee meldet Gegenveranstaltung an

Start der Kampagne „Kein Veedel für Rassismus"

AfD-Bundesparteitag - Protest gegen Management des Maritims

AfD-Bundesparteitag in Köln – Hausverbot für Björn Höcke in Maritim Hotels

Völklinger Kreis sagt Business-Empfang zum CSD im Maritim Hotel Köln ab

KARNEVAL NACHRICHTEN

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets