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EU-Ebola-Beauftragter: Virus viel widerstandsfähiger als angenommen

Brüssel | Nach einem erneuten Todesfall durch Ebola in Sierra Leone hat der Beauftragte der EU im Kampf gegen die tödliche Krankheit, Christos Stylianides, die internationale Gemeinschaft zu weiterer Unterstützung aufgerufen.

Stylianides, der auch EU-Kommissar für humanitäre Hilfe ist, sagte der "Welt": "Dieser neue Fall in Sierra Leone zeigt, dass das Ebola-Virus viel widerstandsfähiger ist als man angenommen hatte. Es ist deshalb dringend notwendig, dass die internationale Gemeinschaft den von Ebola betroffenen Ländern in Westafrika weiterhin Beistand leistet. Wir dürfen ihnen jetzt nicht den Rücken kehren." Der Westen muss nach den Worten von Stylianides mehr für die afrikanischen Staaten tun. "Ganz wesentlich ist, dass wir funktionierende Gesundheitssysteme aufbauen. Das bedeutet vor allem, dass die Menschen direkten Zugang zu Gesundheitseinrichtungen erhalten". Nur so könnten neue Ebola-Fälle schnell identifiziert und die Patienten isoliert werden. "Die Gesundheitssysteme in Sierra Leone, Guinea und Liberia waren schon vor der Ebola-Krise äußerst fragil und sie sind jetzt durch den Ausbruch der Krankheit noch weiter geschwächt worden."

Funktionierende Gesundheitssysteme spielten im Kampf gegen Ebola aber eine "zentrale Rolle", so Stylianides. "Das ist eine absolute Notwendigkeit - und kein Luxus", betonte der EU-Kommissar. Hintergrund: Erst am Donnerstag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf den Ausbruch der tödlich verlaufenden Fiebererkrankung für beendet erklärt.

Sie warnte allerdings auch, dass obwohl es seit mehr als zwei Monaten keine bekannten Ansteckungen mehr gegeben habe, noch immer einzelne Fälle in der Region auftreten könnten. Seit 2013 erkrankten in Guinea, Sierra Leone und Liberia 28.600 Menschen an Ebola, mehr als 11.300 starben an der Krankheit. Sierra Leone war bereits am 7. November für Ebola-frei erklärt worden. Bislang stellten die Europäer im Kampf gegen Ebola gut zwei Milliarden Euro bereit.

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