Welt

Amsterdam | Das Vogelgrippe-Virus ist in einem Geflügelmastbetrieb in den Niederlanden ausgebrochen. Mehr als 150.000 Tiere des betroffenen Betriebes seien vorsorglich getötet worden. Der Erreger-Stamm H5N8 könne unter bestimmten Bedingungen auch auf den Menschen überspringen.

Darmstadt | Das Minilabor "Philae" hat seine Arbeit auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko wegen leerer Batterien beendet. Das teilte die Europäische Weltraumorganisation (Esa) am Samstag mit. Ob "Philae" nochmal seine Arbeit aufnehmen kann, ist derzeit unklar.

Genf | Die Zahl der Ebola-Toten ist der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge auf über 5.100 gestiegen. Insgesamt hätten sich seit dem Ausbruch der Epidemie im März mehr als 14.000 Menschen infiziert, die meisten von ihnen in Westafrika, teilte die Organisation am Mittwoch mit. Es gebe allerdings Anzeichen dafür, dass die Zahl der Neuansteckungen in Guinea und Liberia derzeit nicht mehr steige.

New York | Angesichts der Ebola-Epidemie steht Westafrika den Vereinten Nationen zufolge am Rande einer Hungerkrise. Zwei Drittel der Bevölkerung in den von Ebola betroffenen Ländern hingen von Landwirtschaft ab, erklärte eine UN-Expertin am Dienstag. Diese sei jedoch besonders stark von den Auswirkungen der Epidemie betroffen: So hätten viele Bauern aus Angst vor der Krankheit ihre Farmen verlassen.

Seoul | Der Kapitän der südkoreanischen Unglücksfähre "Sewol" muss lange hinter Gitter: Der 69-jährige Mann ist von einem Gericht zu 36 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Kapitän habe seine Pflichten verletzt, was zum Tod von Menschen geführt habe, hieß es am Dienstag seitens der Richter zur Begründung. Vom Vorwurf des Mordes wurde der 69-Jährige freigesprochen.

New York | Russlands Präsident Wladimir Putin ist nach Ansicht des Wirtschaftsmagazins "Forbes" erneut der mächtigste Mensch der Welt. Putin verwies in der am Mittwoch veröffentlichten Rangliste wie schon im Vorjahr US-Präsident Barack Obama auf den zweiten Platz. Auf Platz drei landet Chinas Präsident Xi Jinping, der damit vor Papst Franziskus steht.

Pretoria | Nach der Verurteilung des südafrikanischen Paralympics-Stars Oscar Pistorius zu fünf Jahren Haft hat die Staatsanwaltschaft wie angekündigt Berufung eingelegt. Das teilte die Anklagebehörde am Dienstag mit. Sowohl das Strafmaß als auch das Urteil sollen angefochten werden.

Austin | Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat den Großen Preis der Vereinigten Staaten gewonnen. Er verwies in Austin (Texas) seinen Teamkollegen Rosberg und Ricciardo (Red Bull) auf die Plätze. Dahinter folgten Massa und Bottas (beide Williams), Alonso (Ferrari), Vettel (Red Bull), Magnussen (McLaren), Maldonado (Lotus) und Vergne (Toro Rosso).

Austin | Nico Rosberg startet beim Großen Preis der USA in Austin von der Pole-Position. Er verwies Hamilton (beide Mercedes) auf den zweiten Rang. Bottas (Williams) fuhr auf Rang drei.

Reykjavík | In Island hat sich am Freitag ein leichtes Erdbeben ereignet. Geologen gaben einen Wert von 5,1 auf der Magnituden-Skala an. Diese Werte werden oft später korrigiert.

Bakersfield | aktualisiert |Das private Raketenflugzeug "SpaceShip Two" der Firma Virgin Galactic ist am Freitag bei einem Testflug über der Mojave-Wüste abgestürzt: Nach Angaben der örtlichen Polizei kam dabei der Co-Pilot ums Leben. Der Pilot habe sich mit dem Schleudersitz retten können und sei schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Absturzursache ist bisher unklar.

Paris | Am Sitz von Radio France in Paris soll es laut örtlichen Medienberichten mehrere Explosionen gegeben haben. Das berichtet eine Korrespondentin von "France 3" am Mittag. Aus den oberen Etagen des Gebäudes dringt dichter Rauch: Auf Bildern, die auf Twitter veröffentlicht wurden, sind zudem Flammen zu sehen.

Berlin | Weltweit sind 2014 bereits mindestens 56 Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet worden, im vergangenen Jahr waren es 80. Darunter sind Journalisten, die in Krisenregionen wie Syrien, dem Irak, dem Osten der Ukraine oder dem Gazastreifen umkommen sind - oder von Extremisten hingerichtet wurden. Das teilte die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) am Donnerstag mit. Anlässlich des ersten Welttags gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten am 2. November fordert die Organisation zudem mehr "internationale Anstrengungen, um Gewalttaten an Medienschaffenden zu verhindern und zu verfolgen".

Washington | US-Soldaten, die von ihrem Einsatz in den von der Ebola-Epidemie betroffenen Staaten in Westafrika in die USA zurückkehren, sollen künftig 21 Tage lang vorsorglich unter Quarantäne gestellt werden. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel unterzeichnete am Mittwoch eine entsprechende Anordnung. Damit sollten vor allem Militärangehörige und ihre Familien vor einer möglichen Ansteckung geschützt werden, erklärte ein Pentagonsprecher.

Colombo | In Sri Lanka werden nach Erdrutschen im Zentrum des Landes mindestens 150 Menschen vermisst. Örtliche Medien berichten unter Berufung auf einen Sprecher des Katastrophenschutzes, dass bei den Erdrutschen mindestens drei Menschen getötet wurden.

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