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BKA-Chef besorgt über wachsende Zahl von Angriffen auf Asylheime

Berlin | Der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, hat sich besorgt über die wachsende Zahl von Angriffen auf Asylbewerberunterkünfte geäußert. "Wir sind jetzt mittlerweile bei den 500 angekommen -, nach wie vor steigend", sagte Münch im Gespräch mit dem "Deutschlandfunk".

"Das heißt, das Ganze hat eine hohe Wirkung in die rechte Szene. Das hat auch wieder Aufschaukelungswirkungen, das heißt, dass auch andere dagegen halten und wir rechts-links Auseinandersetzungen im Land haben." Besonders besorgniserregend seien die Täterstrukturen: Bei den Angreifern handele es sich nicht nur um alteingesessene Rechte, sondern auch um Täter, die vorher nicht mit politisch motivierter Kriminalität in Verbindung gebracht worden seien, so der BKA-Chef. "Und hier sehen wir insgesamt die Gefahr eines Radikalisierungspotenzials, auch weil die rechten Gruppierungen das natürlich als Propaganda auch nutzen", sagte Münch.

Wichtig sei es nun, mögliche Strukturen zu ermitteln. "Das zweite Thema ist sicherlich die Frage: Was bedeutet das auch für den Terrorismus?", so der BKA-Chef. Mittlerweile habe es über 70 Hinweise auf IS-Zusammenhänge bei Flüchtlingen gegeben - bestätigt habe sich allerdings bisher keiner.

"Wir gehen auch davon aus, dass wenn eine ausländische terroristische Vereinigung einen Anschlag in Deutschland plant und hierher sich begeben will, dass sie dafür keine Flüchtlingsströme nutzen müssen", betonte Münch.

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