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Bericht: Bundesregierung plant keine Gedenkveranstaltung zum 8. Mai

Berlin | Die Bundesregierung plant keine eigene Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus am 8. Mai. Das geht aus einer Antwort des Außenministeriums auf Anfrage der Linksfraktion hervor, aus der die "Berliner Zeitung" (Mittwoch) zitiert. Auch für einen nationalen Gedenktag, der die Soldaten der Anti-Hitler-Koalition ehrt, sieht die Bundesregierung demnach keinen Bedarf.

Sie betont in dem Schreiben, dass sie "die Aufarbeitung von Geschichte sowie entsprechende Gedenkveranstaltungen (grundsätzlich) nicht in Eigenregie durchführt, sondern den fachkundigen Einrichtungen überlässt", damit "kein staatlich verordnetes Geschichtsbild gefördert wird". Die Linke im Bundestag widerspricht dieser Darstellung. So habe die Bundesregierung eigene Veranstaltungen organisiert, als sich 2014 der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal jährte.

Linken-Außenpolitikerin Sevim Dagdelen wirft der Bundesregierung deshalb vor, den Beitrag der Roten Armee zur Befreiung Europas wegen des aktuellen Konflikts um die Ukraine schmälern zu wollen. "Die Bundesregierung will das Gedenken an die Sieger über den deutschen Zivilisationsbruch entsorgen", sagte Dagdelen der "Berliner Zeitung". So plane die Bundesregierung zusätzlich zum UN-Weltflüchtlingstag am 20. Juni einen nationalen Gedenktag für die "Opfer von Flucht und Vertreibung, ebenso wie die deutschen Vertriebenen".

Den Befreiern Europas vom Nationalsozialismus verweigere sie dagegen "ein ehrendes und würdiges Gedenken", sagte die Bundestagsabgeordnete. "Das ist ein offener Affront gegen die noch lebenden und den für die Freiheit gefallenen Befreier." Offen ist auch, ob Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Einladung von Russlands Präsident Putin annimmt, der sie bereits im vergangenen Jahr von für den 9. Mai nach Moskau zur Parade am "Tag des Sieges" eingeladen hatte.

Das bestätigte das Bundespresseamt der "Berliner Zeitung". Ob Merkel die Veranstaltung besucht, werde üblicherweise erst eine Woche vor dem Termin bekannt gegeben. Eigene Veranstaltungen planen derweil sowohl Bundespräsident Joachim Gauck, der den gefallenen Sowjetsoldaten am 8. Mai auf einer Kriegsgräberstätte in Brandenburg gedenken will, als auch der Bundestag. Wie die Parlamentsverwaltung auf Anfrage der "Berliner Zeitung" erklärte, berate derzeit der Ältestenrat über Art und Zeitpunkt einer Gedenkveranstaltung des Bundestags.

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