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EU-28 einigen sich bei Flüchtlingsgipfel auf gemeinsame Linie

Berlin | Beim Flüchtlingsgipfel in Brüssel haben sich die 28 Staats- und Regierungschefs der EU-Länder am Donnerstag auf eine gemeinsame Linie gegenüber der Türkei geeinigt. In den letzten Tagen hatte es Vorbehalte gegenüber einem Deal gegeben, insbesondere aus Ungarn und Zypern. Die sind nun angeblich aus dem Weg geräumt.

Luxemburgs Ministerpräsident Bettel teilte in der Nacht mit, man wolle die am Donnerstag getroffene Vereinbarung nun wie geplant am Freitag der Türkei präsentieren. Bundeskanzlerin Merkel zeigte sich zufrieden mit dem ersten Tag des Gipfeltreffens. Sie sprach von einer sehr "konstruktiven Atmosphäre", erwartete aber noch schwierige Verhandlungen mit der Türkei.

Diese hatte zuletzt angeboten, alle illegal nach Griechenland eingereisten Flüchtlinge zurückzunehmen. Im Gegenzug soll die EU aber syrische Flüchtlinge direkt aus der Türkei aufnehmen. Damit würde daher wohl nicht die Zahl der Flüchtlinge in der EU reduziert, aber zumindest soll Schleppern das Geschäft verdorben und die Kontrolle über die Außengrenze zurückgewonnen werden.

Ankara verlangt dafür sechs Milliarden Euro, stellt aber auch noch weitere Forderungen. Streitpunkt sind Visa-Erleichterungen für türkische Staatsbürger und eine Beschleunigung der EU-Beitrittsverhandlungen.

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