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Henning Mankell sieht in Flüchtlingskrise viel Heuchelei

Berlin | Der schwedische Schriftsteller Henning Mankell sieht in der Flüchtlingskrise viel Heuchelei: "Ich glaube, dass es in Europa viel Heuchelei in der Art gibt, wie die Flüchtlinge gezählt werden. Auf fünfhundert Einwohner kommt hier vielleicht ein Flüchtling, das ist sehr wenig", sagte der Bestseller-Autor im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag).

"Die meisten Flüchtlinge gehen von einem armen Land in ein anderes. Es ist also schon geheuchelt, wenn man sagt, wir würden von Flüchtlingen geflutet - das werden wir nicht." Über seine eigenen Gespräche mit Flüchtlingen sagte Mankell: "Während des Bürgerkrieges in Mosambik bin ich vielen Flüchtlingen begegnet, bei denen man sofort merkte, dass sie überlegen, was sie mir am besten erzählen könnten, damit ich ihnen helfe. Ich finde das ganz natürlich - dass man lügt, wenn man um sein Leben fürchtet. Es wäre sogar dumm, dann nicht zu lügen."

Mit Blick auf die Herausforderungen für Europa fügte Mankell hinzu: "Wir leben in einer Welt der Flüchtlinge, so ist es eben. Und wir erleben jetzt erst den Anfang. Wir werden bald die Klimaflüchtlinge kommen sehen. Ich lebe vielleicht nicht mehr lange genug, um das zu erleben, aber es wird kommen."

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