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Lucke hälft AfD für nicht mehr wählbar

Berlin | Der frühere AfD-Chef Bernd Lucke hält die AfD nach ihrem Parteitag in Hannover für bürgerliche Wähler nicht mehr für wählbar. Die AfD werde "immer fremdenfeindlicher", sagte Lucke der "Saarbrücker Zeitung" (Montagsausgabe). "Ich bin froh, dass ich raus bin."

Er habe schon bei seinem Abgang davor gewarnt, dass die AfD sich zu einem "deutschen Front National" entwickeln könne. "Ich wollte eine bürgerliche, eurokritische Partei wie jetzt ALFA, nicht eine Partei, die aus der Notlage von Flüchtlingen politisches Kapital schlägt." Parteichefin Frauke Petry und Thüringens Landeschef Björn Höcke spielten mit verteilten Rollen.

"Höcke spricht offen das strammrechte Spektrum an, Petry versucht die letzten Bürgerlichen zu halten." Lucke räumte ein, dass seine neue Partei ALFA Probleme habe. "Natürlich sind die äußeren Umstände für ALFA derzeit nicht günstig, weil Themen wie die Eurokrise, die Bildungspolitik, die Nullzinsen oder die Gefährdung der Altersrenten kaum interessieren, solange die Flüchtlingskrise alles überlagert."

Jedoch werde ALFA "unter keinen Umständen mit radikalen Tönen werben wie die AfD". Nach dem Vorschlag von ALFA sollten die Kommunen entscheiden, wie viele Menschen sie aufnehmen und integrieren könnten. Deutschland müsse den Flüchtlingen großzügig helfen, "aber nicht unbegrenzt", sagte Lucke. Es gelte "Menschlichkeit und Realitätssinn" miteinander zu verbinden.

AfD-Chefin Petry will Flüchtlings-Diskussion versachlichen

Die Vorsitzende der AfD, Frauke Petry, hat ihre Partei aber auch deren Kritiker aufgefordert, etwa bei der Flüchtlingsthematik verbal abzurüsten: "Die gesamtgesellschaftliche Diskussion ist inzwischen ziemlich verroht - und das gilt für alle Beteiligten. Wir müssen von diesem emotionalen Level herunterkommen", erklärte Petry auf dem AfD-Bundesparteitag in Hannover im Fernsehsender "Phoenix". Sie fügte hinzu: "Hass auf allen Ebenen ist kein Helfer."

Ob der Stil der Auseinandersetzung auch in ihrer Partei immer richtig sei, "müssen wir intern diskutieren". Sie wünsche sich jedoch, dass sich andere Parteien an der Diskussionskultur der AfD ein Beispiel nähmen. Im Übrigen zeigte sich Petry überzeugt, dass die AfD in der Gunst der Wähler noch zulegen könne.

"Der Trend der Umfragen wird sich fortsetzen", so die AfD-Chefin weiter.

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