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Von der Leyen will Bundeswehreinsatz im Irak ausweiten

Berlin | Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will den Bundeswehreinsatz im Irak über den Norden des Landes hinaus ausweiten. "Die Bundeswehr ist bereit, die erfolgreiche Arbeit in den Kurdengebieten auch mit der irakischen Zentralregierung fortzusetzen", sagte von der Leyen im Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin "Der Spiegel". "Wir haben neben den Peschmerga in Arbil auch Jesiden, Christen und Kakai ausgebildet", sagte von der Leyen, "warum nicht auch Sunniten und Schiiten, die sich für einen gemeinsamen Staat einsetzen?" Erste Schritte seien bereits gemacht.

"Wir haben Sanitätsmaterial, Helme und ABC-Schutzmasken geliefert." Von der Leyen begrüßte zudem, dass sich Russlands Präsident Wladimir Putin im Kampf gegen den "Islamischen Staat" beteiligen will. "Es ist in unserem gemeinsamen Interesse, dass alle zusammen den IS bekämpfen. Wenn es Russland darum geht, treffen sich unsere Interessen." Beim Thema Flüchtlinge verbreitete von der Leyen Optimismus. "Deutschland ist ein starkes und wohlhabendes Land", sagte sie, "wir haben uns ökonomische und politische Spielräume erarbeitet, durch die wir die Herausforderung meistern können."

Man müsse in den Menschen, die jetzt kommen, "eine Chance sehen", sagte von der Leyen. Auch die Bundeswehr könne profitieren. "Der Wettbewerb mit der Wirtschaft um die jungen Menschen könnte sich etwas entspannen."

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