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CDU Köln feiert 70-jähriges Jubiläum und Henriette Reker

Köln | 70 Jahre CDU Köln, dies feierte die Partei in den Kölner Balloni-Hallen in Industrieoptik, aber mit Kristallleuchtern und dem Vorspiel aus Lohengrin von Richard Wagner. Dann wurde es historisch und politisch mit einer Rede von CDU Generalsekretär Peter Tauber, viel Konrad Adenauer und einer kämpferischen Rede von Henriette Reker, die der Sozialdemokratisierung Kölns ein Ende setzen will.

Henriette Reker will keine Podiumsdiskussionen mehr mit Jochen Ott bestreiten

Henriette Reker wirkt beflügelt, nicht zu Letzt durch die Umfrage des WDR, die ihr 51 Prozent schon im ersten Wahlgang bescheinigte. Reker wirkt, anders als bei den Podiumsdiskussionen, sicherer in der Rede. Sie habe jetzt rund 30 Podiumsdiskussionen hinter sich und werde diesen Marathon jetzt auch morgen beenden. Sie beherrsche die Verwaltungskunst, werde, was nicht verboten ist erlauben. Den Masterplan von Speer werde sie aus der Schublade holen, Bauen aber mit intelligenten Konzepten, mit Stiftern in der Kulturpolitik anständig umgehen und damit europäisches Marketing betreiben. Sie setze auf den verkehrspolitischen Mix und den Ausbau der Schiene, seriöse Haushaltspolitik mit einem Abbau der Schuldenpolitik betreiben, sowie Wünschenswertes von Notwendigem unterscheiden.

Reker will Sozialdemokratisierung der Stadt beenden

Die SPD habe Köln als Brachland hinterlassen. Die schlechte Presse über Köln sei ärgerlich und sie will unter die Sozialdemokratisierung von Stadt und Verwaltung einen Schlussstrich ziehen. Sie habe manchmal den Eindruck, dass man Oberbürgermeister Jürgen Roters vor seinen eigenen Spitzengenossen schützen müsse. Selten griff Reker ihren direkten Gegenkandidaten Jochen Ott so klar an. Dieser würde machen mit Macht, Profil mit Profilieren und SPD mit Stadt verwechseln.

Auch zur Wahlverschiebung äußerte sich Reker: Man müsse in der Demokratie nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, aber jede Stimme. Launig begrüßte Reker die Anwesenden mit amtlich anerkannten Wählern und Briefwahlwiederholern. Für sie gelte jetzt erst Recht und sie werde um jede Stimme kämpfen. Ein langes Kapitel widmete Reker dem Oberbürgermeister von Köln Konrad Adenauer. Sie sei mit einer Enkelin zur Schule gegangen und könne sich noch daran erinnern, als der Adenauer das Boccia-Spiel erklärte. Adenauer war am 18. September 1917 zum Oberbürgermeister gewählt worden und am 21. Oktober 1917 ins Amt eingeführt worden. Man könne Adenauer nicht kopieren, aber kapieren. Sie wolle nicht aufräumen, sondern ausräumen. Dafür bekam Sie von Bernd Pettelkau einen roten Besen mit orangefarbiger Schleife. Reker wurde nicht nur mit Standing Ovations empfangen, sondern auch mit viel Applaus nach ihrer Rede bedacht.

Henriette Reker werde Köln wieder an die Spitze bringen

Bernd Pettelkau stellte die Leistungen der CDU in 70 Jahren für Köln heraus, natürlich von Adenauer, aber auch Schwering, Blum oder Schramma. Pettelkau ist sich sicher, dass Henriette Reker Köln wieder an die Spitze bringen wird. Der CDU Generalsekretär Peter Tauber sprach von Henriette Reker als toller Frau, lobte aber auch die eigene Haltung, dass man keine Parteisoldaten aufgestellt habe, sondern die bestmögliche Persönlichkeit ausgesucht habe. So könnten auch Medien der CDU nicht mehr vorwerfen, dass sie in den großen Städten keine Wahlen mehr gewinnen könne. Tauber brachte auch die Botschaft mit, dass die Union jünger, bunter und weiblicher werden müsse. 70 Jahre CDU sei die Botschaft, dass es der Partei gelungen sei zu verbinden statt zu trennen. Zu sehen an der Überwindung von Konfessionsgrenzen. Die Menschen in der CDU vereinige auch die Liebe zum Land, anders als bei der SPD, wo die Partei an erster Stelle stehe, oder die Grünen, die eine Klientelpolitik machten. Die Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik sei eng mit der CDU verbunden, die 46 Jahre lang die Regierung gestellt habe. Auch Tauber beschäftigte sich intensiv mit der Person Adenauers, der nach dem Krieg nicht einfach die Zentrumspartei wieder unterstützt habe, sondern mit der CDU einen Neuanfang gewagt habe.

Bei der CDU spürte man bei der Jubelfeier zu 70 Jahren CDU in Köln einen starken Siegeswillen bei der Kölner Oberbürgermeisterwahl, die am 18. Oktober 2015 stattfindet.

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