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Blumen für die unabhängige Kandidatin

CDU Köln unterstützt Henriette Reker bei Ihrer OB-Kandidatur

Köln | Die Kölner CDU unterstützt Henriette Reker bei ihrer Kandidatur um das Amt der Kölner Oberbürgermeisterin. Das Votum des Kreisparteitages in der Kölner Flora für Reker war mit 97,4 Prozent höher als bei der Grünen Mitgliederversammlung gestern in der Alten Feuerwache. Allerdings wählte die CDU offen und die Grünen geheim. Auch die Kölner Grünen unterstützen die unabhängige Kandidatin Reker.
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Ein Video nach der Abstimmung der CDU und dem Beifall für Reker finden Sie auf der Facebookseite von report-K >
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Die Abstimmung für Reker bei der Mitgliederversammlung der Grünen >
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Hier stimmt die CDU für Henriette Reker

Henriette Reker heute im schwarz-weißen Hosenanzug, gestern bei den Grünen im dunkelgrünen Kleid. Man merkt ihr die Anspannung an, als sie auf die Bühne an das große Pult in der Kölner Flora tritt. Jörg Frank, Fraktionsgeschäftsführer der Kölner Grünen ist im Saal, muntert Reker mit dem Zeichen ich drücke die Daumen auf. Auch das ungewöhnlich, dass der grüne Fraktionsgeschäftsführer als Gast in der ersten Reihe bei der CDU auf einem Parteitag sitzt. Über 400 CDU Mitglieder lauschen aufmerksam. Am Ende ist die Zustimmung phänomenal. 97,4 Prozent votieren für Reker und spenden langen Applaus. Dennoch bleibt, anders als bei der grünen Mitgliederversammlung die Stimmung steifer, man gratuliert artig, der obligatorische Blumenstrauß fehlt nicht. Der Vorsitzende der Kölner CDU Pettelkau kommentiert das Ergebnis: „Das ist der Rückenwind, den unsere Kandidatin braucht.“

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Bernd Pettelkau, Vorsitzender der Kölner CDU

Empörung über SPD

Pettelkau, aber auch Redner Schramma zeigten sich empört über ein Interview das der Kölner SPD Chef Ott dem „Express“ gegeben hatte (Report-K zur Reaktion der Grünen auf das Interview von Jochen Ott). Ott habe gelogen, wirft man dem SPD Mann vor, denn es habe keine Geheimabsprache zwischen den Grünen und der SPD gegeben, die besagte, dass es nach der Wahl mit einer Oberbürgermeisterin Reker mit deren Stimme weitergehe mit Rot-Grün. Damit habe Ott Einfluss auf den CDU Kreisparteitag nehmen wollen. Schramma forderte Reker zur Stellungnahme auf. Die antwortete: „Wer mich kennt und das Wort unabhängig lesen kann, weiß wie ich damit umgehe.“ Pettelkau betonte, dass das Amt des Oberbürgermeisters nicht einer Partei gehöre. Er appellierte an den Parteitag man habe die beste Kandidatin, mit den höchsten Erfolgsaussichten Oberbürgermeisterin zu werden, gefunden. Es sei die Chance gegen die Dominanz der SPD und ein neuer Aufbruch in der Stadt. Pettelkau rechnet mit vielen Angriffen der SPD auf die Kandidatin und das neue Bündnis. Die SPD werde versuchen einen Keil zwischen die Partner zu treiben.

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Plädoyer für Reker: Fritz Schramma

Schramma: „Andere Parlamente als noch vor 10 bis 20 Jahren“

Der Ehrenvorsitzende der Kölner CDU und ehemalige Oberbürgermeister Fritz Schramma holte weit aus, um die Entscheidung der CDU Findungskommission zu erläutern. Er analysierte, dass in den heutigen Parlamenten, anders als noch vor 10 bis 20 Jahren, kaum noch reine Parteipolitik möglich sei. Stattdessen müssten Parteien heute versuchen ihre Leitlinien und Vorstellungen bei gleichzeitiger Kompromissbereitschaft weit nach vorne bringen. Gerade Großstadtparteien. So habe die CDU Köln lange Jahre keine eigenen Anträge mehr durchbekommen und spiele damit in den Augen der Wähler eine geringe oder gar keine Wahl mehr. Man könne an dieser Ohnmachtssituation festhalten oder sich ändern, so Schrammas Analyse.

Politik brauche Macht, so Schramma weiter, das komme aber von machen und gestalten in Verantwortung für das Ganze für die ganze Stadt. Nicht von Arroganz der Macht, die er der SPD vorwirft. Der Auszählungsskandal zur Kommunalwahl 2014 habe bei ihm, Schramma, das Faß zum überlaufen gebracht. Ott wolle mit seinem heutigen Störfeuer Unsicherheit in die CDU, den Parteitag und die Stadt tragen. Otts Aussage Rekers Stimme gehöre Rot-Grün sei frech und dreist. „O und B* schämen sich noch nicht einmal alleine am nachbarschaftlichen Grill über das Wohl und Wehe dieser Stadt zu entscheiden. Liebe Nippeser Jungs diese Stadt gehört nicht Euch, auch wenn ihr Euch so geriert.“, rief Schramma und erntete dafür viel Applaus.

Und dann zählte Schramma seine fünf Punkte auf, die für Reker sprächen:

  1. Sie sei gelernte Juristin
  2. Sie sei eine Verwaltungsfachfrau
  3. Parteipolitisch neutral und wie Volker Beck sagte „Kompetenz vor Parteibuch“
  4. Kölnerin aus Bickendorf und könne auf Menschen zugehen
  5. Eine Frau und Persönlichkeit mit Durchsetzungsfähigkeit

Schramma weiter: „Wir suchen das Beste für die Stadt. Also müssen wir auch sagen, wir suchen die Beste für die Stadt.“ Schramma erhielt für die Rede langen Applaus.

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Henriette Reker

Reker hält annähernd gleiche Rede vom Vortag bei der Mitgliederversammlung der Grünen bei der CDU

Die Inhalte und ihre Leitlinien formulierte Reker in großen Teilen so, wie sie es auch auf der Mitgliederversammlung der Grünen getan hatte. An der ein oder anderen Stelle mit einem leicht variierten Zungenschlag. Etwa wenn sie über das Hotel Excelsior spricht und daraus schließt, dass Köln nicht mehr die Metropole am Rhein sei, die es einmal war und die CDU Mitglieder auffordert gemeinsam eine Strategie zu entwickeln, damit sich das wieder ändere. Damit Köln wieder den Platz einnehmen könne der ihr zustehe im Konzert der Metropolen. Reker erklärte, dass sie den Satz von Harry Blum den Bürgern ihre Stadt wiederzugeben, unterstütze. Wenn man in den grundsätzlichen Rahmenbedingungen einig sei, könne man gemeinsam nach Darstellung ihrer Leitlinien (hier nachlesen) sich auf den Weg machen für die Zukunft Kölns.

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Bei der anschließenden Aussprache saß Reker mitten im CDU Präsidium Köln

In der folgenden Aussprache kamen auch kontroverse Themen wie die Archäologische Zone zur Sprache. Hier verwies Reker, ganz professionelle Verwaltungsfrau, auf den Ratsbeschluss. Aber es gab auch Bedenken, dass die CDU mit der Nominierung Rekers ihren Führungsanspruch aufgebe und bei den Wählern unglaubwürdig werden könne. Einer nannte es ein Armutszeugnis, dass die CDU keinen eigenen Kandidaten aufstellen könne, als wichtigste Partei für den wichtigsten Posten in der Stadt. Gerade bei den Senioren sei die Gefahr besonders hoch, diesen den Verzicht zu erkäutern. Aber es gab auch viel Zustimmung zur Kandidatur Rekers. Am Ende stimmten in einer offenen Wahl 97,4 Prozent für Reker.

Es gab viel Harmonie, die schwierigen und kontroversen Themen zwischen Schwarz und Grün wurden ausgeklammert. Sichtbar wurde was CDU und Grüne in ihrer Unterstützung für Reker eint. Es ist der Wunsch der SPD in Köln die Macht zu nehmen. Fast so wie 2009, als die Grünen damals Roters unterstützten und gerade, die mittlerweile im politischen Ruhestand befindliche Barbara Moritz, nur eines wollte, den damals regierenden OB Schramma abzuwählen. Nur dieses Mal unter anderen Vorzeichen.

*O und B meint Jochen Ott, SPD Vorsitzender Köln und Martin Börschel, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat der Stadt Köln.

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