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Brings und Teile der Bläck Fööss auf der Bühne bei "Teile den Mantel" singen das Lied zum Stammbaum

„Den Mantel teilen“ - Solidarität mit Flüchtlingen

Köln | Zwischen 500 und 1.000 Menschen kamen heute zur Kundgebung „Den Mantel teilen“, bei der auch Wilfried Schmickler, Brings, ein Teil der Bläck Fööss und Höhner auftraten. Weltweit gebe es 51 Millionen Flüchtlinge und in Köln aktuell rund 5.000. Die Initiatoren wollen zum einen eine Willkommenskultur in Köln etablieren, fordern aber auch mehr Flüchtlinge aufzunehmen.
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Fotostrecke: "Teile den Mantel" auf dem Roncalliplatz >
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Die vielleicht wichtigste Botschaft des Abends auf dem Roncalliplatz war, jeder kann etwas für Flüchtlinge tun. Man solle keine Angst haben und auf die Menschen zugehen, auch wenn zunächst einen Sprachbarriere herrsches. Oft helfe den Flüchtlingen schon, dass jemand körperlich anwesend sei, ein Stück Kuchen oder Tee mitbringe. Andrea Asch erklärte, dass man die Stadtgesellschaft einen Tag vor St. Martin mit der Aktion „Den Mantel teilen“ mobilisieren wolle, sich des Themas anzunehmen. Schon im vergangenen Jahr habe man eine kleinere Veranstaltung initiiert, aber man freue sich jetzt sehr über die Unterstützung durch Arsch Huh und damit eine breitere Öffentlichkeit.

Rolf Emmerich wünscht sich eine Willkommenskultur und sieht, dass das Flüchtlingsproblem alle Menschen in Köln angehe. Das könne etwa die Verwaltung nicht alleine lösen. Die Kölnerinnen und Kölner könnten sich mit Spenden oder freiem Wohnraum engagieren. Wer helfen möchte kann sich beim Kölner Flüchtlingsrat oder der Caritas melden. Andrea Asch begrüßte, dass sich viele verschiedene Gruppen der Stadtgesellschaft engagiert haben, wie das Festkomitee Kölner Karneval, der 1. FC Köln und alle politischen Parteien außer der CDU. Asch glaubt Köln könne 10.000 Flüchtlinge aufnehmen und aufhören immer Signale der Überforderung zu senden. Köln könne mit „Wir stehen zusammen“ nicht immer nur das Willkommen beim Stammbaum-Lied besingen, sondern müsse auch so handeln.

Auf der Bühne auch Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters, der ausgepfiffen wurde und der Innenminister Jäger das Signal gesandt hatte Köln könne keine weiteren Flüchtlinge mehr aufnehmen. Claus-Ulrich Prölß vom Kölner Flüchtlingsrat kritisierte die Verwaltung und den Oberbürgermeister und warf diesem vor dass der politische Wille fehle mehr für Flüchtlinge zu tun. Auch die Razzia der Kölner Polizei im Flüchtlingsheim an der Herkulesstraße stand in der Kritik.

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