Politik Nachrichten Politik Köln

AfD_04-03-2014

Der aktuelle Screenshot von heute 4.2.2014, gegen 15 Uhr zeigt die städtische Internetseite, die die Bezirksvertreter listet. Hans-Willi Wolters ist seit 1,5 Jahren nicht mehr Mitlglied bei "Pro Köln" und mittlerweile bei der AfD eingetreten. Er ist aktuelles Mitglied der Bezirksvertretung Lindenthal.

Kommunalwahl Köln 2014: Ehemaliger „Pro Köln“-Kandidat tritt für AfD an - EX "Pro Köln"-BV Mitglied ist bereits bei der AfD

Köln | aktualisiert | Die als rechtsradikal geltende Bürgerbewegung „Pro Köln“ meldet, dass Andre Roggenbach, ein ehemaliger „Pro Köln“-Ratskandidat, jetzt für die Kölner AfD antritt. Roggenbach kandidierte 2004 für „Pro Köln“ im Wahlbezirk 33, Nippes II, Riehl und Niehl II und erreichte mit 337 Stimmen 4,38 Prozent. Jetzt steht Roggenbach auf der AfD Liste als Kandidat für Nippes I und auf der Reserveliste der Kölner Alternative (AfD) für die Kommunalwahl auf Platz 7. Die Stadt Köln bestätigt, dass es sich bei beiden Kandidaturen um die gleiche Person handelt. Mit Hans-Willi Wolters sitzt ein AfD Mitglied und ehemaliger „Pro Köln“-Mann in der Bezirksvertretung Lindenthal.

CDU und AfD dementieren vehement Zusammenarbeit mit "Pro Köln"

In dem Schreiben von „Pro Köln“ heißt es weiter: „ Am 25. Mai könnte dann bei der Kölner Kommunalwahl durch CDU, AfD und Pro Köln das ganze Mitte-Rechts-Potential mobilisiert und so seit langer Zeit erstmals wieder eine bürgerliche Mehrheit im Stadtrat möglich werden!“ Stefan Götz von der CDU Fraktion dementiert vehement eine Zusammenarbeit: „Es hat keine Gespräche zwischen der CDU, Pro Köln und der AfD gegeben und es wird auch keine geben. Eine Koalition mit Pro Köln steht überhaupt nicht zur Debatte.“

Ähnlich äußert sich auch Roger Beckamp, Sprecher des Stadtverbandes Köln der AfD: „Es gab und es gibt keine Gespräche mit Pro Köln über mögliche Koalitionen und eine Zusammenarbeit im Stadtrat.“ Beckamp bestätigt das mittlerweile bekannt sei, dass Andre Roggenbach vor rund zehn Jahren für Pro Köln kandidiert habe. Roggenbach sei bei seiner „Pro Köln“ Kandidatur zudem sehr jung gewesen, gerade einmal 18 Jahre, führt Beckamp auf. Als Roggenbach Mitglied der AfD wurde, war dieser Umstand nicht bekannt. Beckamp mutmaßt, dass dies nicht zur Sprache kam, weil die Pro Köln Mitgliedschaft schon so lange zurückliege. Normalerweise werde mit Menschen, die Mitglieder der AfD werden wollten und die vorher in „kontroversen Organisationen oder Parteien“ Mitglied gewesen seien, Gespräche geführt. „Pro Köln“ zähle er, so Beckamp, dazu.

Hinweis der Redaktion:
Herr Andre Roggenbach machte die Redaktion am 8.7.2015 darauf aufmerksam, dass er kein Mitglied bei Pro Köln war, lediglich zur Kommunalwahl 2004 auf der Wählerliste für „Pro Köln“ im Wahlbezirk 33, Nippes II, Riehl und Niehl II als Kandidat aufgeführt war. Er habe von Oktober 2003 bis 2004 an diversen Stammtischen von "Pro Köln" teilgenommen. Er habe zudem kein Mitglied werden können, weil er zu diesem Zeitpunkt mit 17 Jahren nicht geschäftsfähig gewesen sei und seine Eltern einer Mitgliedschaft nicht zugestimmt hätten. Zu "Pro Köln" bestehe seit Januar 2004 kein Verhältnis mehr, ein Rückzug aus der Kandidatur sei nur aus Nachlässigkeit, bzw. Unwissenheit nicht erfolgt, so Roggenbach in seinem Schreiben. Roger Beckamp, damals Sprecher des Stadtverbandes, geht von einer Verwechslung zwischen Kandidatur und Mitgliedschaft aus und bestätigt den Einwand von Andre Roggenbach und damit, dass dieser nie Mitglied von "Pro Köln" gewesen sei.

AfD Mitglied und Ex-“Pro Kölner“ Hans-Willi Wolters in der BV Lindenthal aktiv

„Pro Köln“ gebe zudem an, dass es weitere Personen gebe, die aus ihrem Umfeld jetzt die Nähe zur AfD suchten. Beckamp zu report-k.de: „Ich weiß nicht wen die meinen?“ Einen gibt es wie Beckamp mitteilte. Hans-Willi Wolters der derzeit Einzelmandatsträger in der Bezirksvertretung (BV) Lindenthal ist, ist als Mitglied von „Pro Köln“ dort eingezogen. „Pro Köln“ erklärte auf Nachfrage von report-k.de, dass Wolters vor etwa 1,5 Jahren ausgetreten sei. Gleich wie bei Roggenbach ist Wolters auch bei der AfD eingetreten, ohne dass es im Vorfeld ein Gespräch gegeben hat, bestätigt AfD-Sprecher Beckamp. Wolters habe Interesse bekundet seine Arbeit in der BV Lindenthal für die AfD auch nach der Kommunalwahl 2014 fortzusetzen. Am 8. März 2014 will die AfD ihre Kandidaten für die Bezirksvertretungswahlen im Mai 2014 nominieren. Die Internetseite der Stadt Köln nennt Wolters noch als Mitglied von "Pro Köln"

In der Jugend Bewunderung und heute Abgrenzung?

Weiter schreibt „Pro Köln“: “Die AfD-Verantwortlichen, von denen uns einige gut bekannt sind, stehen nicht in Verdacht, Linksausleger zu sein. Personen wie der Kölner AfD-Pressesprecher Carlo Clemens sind viel mehr ein Indiz dafür, dass mögliche AfD-Stadträte eine gute Ergänzung zu einer starken Pro Köln-Fraktion sein könnten. Schließlich berichtet Carlo Clemens als Autor der nationalkonservativen Wochenzeitung ‘Junge Freiheit’ und des rechtsintellektuellen Internetmagazins ‘Blaue Narzisse’ seit Jahren auch wohlwollend über die Aktivitäten der Pro-Bewegung und bekundete sogar ‘höchsten Respekt vor den Mannen von Pro Köln/NRW’, die so ‘manche Herzen am rechten Fleck höher schlagen lassen’.” Bastian Behrens, Sprecher der „Jungen Freiheit“ bestätigt die Mitarbeit von Carlo Clemens von Januar 2010 bis Oktober 2011. Dieser, so Behrens habe in unregelmäßigen Abständen Kolumnen auf der Internetseite der „Jungen Freiheit“ veröffentlicht. Behrens: „Er war also Kolumnist der Jungen Freiheit, ist dies aber seit über zwei Jahren nicht mehr.“ Aktuell schrieben der stellvertretende Bundessprecher Alexander Gauland und der Bundessprecher der AfD Konrad Adam regelmäßig für die „Junge Freiheit“.

Am 5. April 2009 schrieb Carlo Clemens über einen „Pro Köln“-Film: „Pro Köln veröffentlicht „deutschen Fitna“ in der „Blauen Narzisse“. Clemens nimmt darin auch Stellung zum Anti-Islamisierungskongress in Köln: „Im September letzten Jahres wurde die genehmigte erste Version des selbstveranstalteten „Anti-Islamisierungskongresses“ in Köln von der Polizei vorzeitig abgebrochen, nachdem diese einen friedlichen Verlauf des Geschehens nach eigenen Aussagen nicht mehr garantieren konnte. Alle etablierten Parteien sowie ausnahmslos alle Mainstream-Medien propagierten unverhohlen einschlägige Unwahrheiten über Absicht und Herkunft des Veranstalters und schürten damit ein gereiztes Klima, welches letztlich die Gewalteskalation der linksextremen Gegendemonstranten förderte. „Antifa-Sturmtrupps“ hinderten friedliche Bürger, die gegen die Islamisierung westeuropäischer Metropolen auf die Straße gehen wollten, gewaltsam an der Teilnahme. Am Ende jubelte der Kölner Noch-OB Fritz Schramma (CDU) über einen „Sieg der demokratischen Kräfte“.“ (Den gesamten Artikel findet man im Netz: „Pro Köln veröffentlicht „deutschen Fitna“)

Clemens kandidiert nicht für den Kölner Stadtrat, weil er sich derzeit in einem Auslandssemester befinde, so AfD-Sprecher Beckamp. Clemens ist aber weiter Mitglied der Partei. Beckamp verteidigt den Artikel Clemens, mit der Begründung, dass dieser damals ebenfalls sehr jung gewesen sei und heute bekunden würde, dass er so etwas heute so nicht mehr schreiben würde. Clemens war allerdings nie Mitglied von Pro Köln, erklärt Beckamp. Der unterstellt „Pro Köln“, dass diese versuche Zusammenhänge zur AfD herzustellen, um sich in den Medien zu positionieren. Beckamp weist zudem darauf hin, dass auch ehemalige Mitglieder anderer Parteien, wie CDU, SPD, FDP und Grüne, bei Letzteren sogar ein Mandatsträger, Mitglied in der AfD geworden sind.

Zurück zur Rubrik Politik Köln

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Köln

Köln | Eine Gruppe von Vertretern der Stadtverwaltungen von Helsinki und Vantaa hat am gestrigen Montag, 29. August, unter Leitung von Simo Haanpää von der Aalto Universität, School of Engineering Aalto, Projekte der Initiative SmartCity Cologne in Köln besucht. Das Interesse in- und ausländischer Gruppen an der Initiative und den darin verankerten Projekten nehme spürbar zu. So hat nun auch eine Gruppe finnischer Wissenschaftler und städtischer Verantwortlicher die Möglichkeit wahrgenommen, Informationen direkt vor Ort einzuholen.

Köln | Anfang August soll die FDP Köln mit zwei Maßnahmen dazu beigetragen haben, den Einzelhandel im Stadtbezirk Porz zu stärken. So haben die liberalen Vertreter im Verwaltungsrat der Sparkasse Köln Bonn dafür gesorgt, dass die Filiale Eil nicht geschlossen werde. Außerdem unterzeichneten die Freien Demokraten eine Dringlichkeitsentscheidung mit der Oberbürgermeisterin, die eine weitere Schwächung des Nachversorgungszentrums Finkenberg verhindern soll.

radfahrer_venloer_190215

Köln | Die Ehrenfelder Grünen beteiligen sich an der Aktion "Stadtradeln", die vom Klima-Bündnis initiiert ist und vom 5. bis 25 September stattfindet. Das Klima-Bündnis ist ein Netzwerk europäischer Kommunen, die sich in dem Verein um Klimaschutz, Biodiversität und den Schutz der Tropenwälder einsetzen.

NACHRICHTEN + THEMEN AKTUELL

NEU: Terminkalender Köln

termine_02012015

Der neue report-K Terminkalender für Köln optimiert für Ihr Smartphone:

termine.report-K.de

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets

SONDER-VERÖFFENTLICHUNG
wj_gruenderpreis2016kl

Gründerpreis der Wirtschaftsjunioren Köln 2016
Abgabefrist: 21.8.16
Alle Infos >

--- --- ---

Aktuelle Themen und Informationen der Koelnmesse >

--- --- ---

schoko_PR_boxklein

Schokoladenmuseum Köln: Zeitreise durch die Geschichte von Kakoa und Schokolade >

--- --- ---