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Saudi-Arabien bricht Beziehungen zu Iran ab

Riad | Saudi-Arabien bricht die diplomatischen Beziehungen zum Iran ab. Das kündigte der saudische Außenminister Adel al-Dschubeir am Sonntagabend an. Mitarbeiter der Vertretung des Iran und aller mit ihr verbundenen Einrichtungen seien aufgefordert worden, Saudi-Arabien innerhalb von 48 Stunden zu verlassen.

Al-Dschubeir warf den iranischen Behörden vor, den Stürmung der saudischen Botschaft in Teheran am Samstagabend nicht verhindert zu haben. Zuvor war es zu Demonstrationen gegen die saudische Regierung gekommen. Diese hatte ihrerseits den iranischen Botschafter einbestellt.

In Saudi-Arabien waren am Samstag 47 Menschen hingerichtet worden. Zu den getöteten Menschen gehöre auch der schiitische Geistliche Nimr al-Nimr, der im Arabischen Frühling Proteste im Osten des Landes angeführt hatte. Der Iran hatte Saudi-Arabien vor der Hinrichtung von al-Nimr gewarnt.

Özdemir: Berlin muss Schweigen zu Brutalität in Saudi-Arabien beenden

Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) aufgefordert, "das unerträgliche Schweigen der Bundesregierung angesichts der Brutalität in Saudi-Arabien" zu beenden. "Wirtschaftsinteressen und Rüstungsexporte dürfen nicht länger wichtiger sein, als die menschenrechtliche Glaubwürdigkeit Deutschlands und der EU", sagte Özdemir dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Während die Bundesregierung innenpolitisch "hektischen Aktionismus" betreibe, paktiere sie gleichzeitig außenpolitisch mit Saudi-Arabien, "das für die ideologischen Grundlagen des IS verantwortlich" sei.

Die jüngsten menschenverachtenden Hinrichtungen an Oppositionellen "sind IS-Methoden", meinte Özdemir. "Wo bleibt der Aufschrei der Empörung? Oder wird hier mit zweierlei Maß gemessen?" Es sei höchste Zeit, dass sich der Bundestag mit Saudi-Arabien beschäftige.

SPD für Unnachgiebigkeit gegenüber Saudi-Arabien in Menschenrechtsfragen

Nach den Massenhinrichtungen in Saudi-Arabien drängt die SPD-Spitze zur Unnachgiebigkeit in Menschenrechtsfragen gegenüber der Regierung des Königreichs. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben), die Hinrichtungen seien schockierend. Saudi Arabien sei "ein Partner gerade mit Blick auf die Stabilität in der Region".

Doch fügte er hinzu: "Das wird uns aber nicht zur Nachgiebigkeit in der Frage der Menschenrechte verleiten. Die Führung in Saudi-Arabien ist aufgefordert, die Einhaltung der Menschenrechte sicherzustellen." Der SPD-Vize fügte hinzu: "Wir lehnen die Todesstrafe klar und deutlich ab, leider ist sie kein Einzelfall."

Schäfer-Gümbel nannte die Lage in Saudi-Arabien und im Iran "besorgniserregend". Alle Seiten in Saudi-Arabien wie auch im Iran seien aufgefordert, jetzt nicht zu weiteren Eskalationen, sondern zu rhetorischer Abrüstung beizutragen.

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