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Das Bündnis Köln stellt sich quer auf der Domtreppe

Weniger Teilnehmer bei „Kögida“ 03

Köln | Rund 100 Teilnehmer bei der „Kögida“ Kundgebung und 1.500 Gegendemonstranten versammelten sich heute rund um den Kölner Hauptbahnhof. Was sich schon am vergangenen Dienstag andeutete setzte sich heute fort. Die Rechtspopulisten von „Pro NRW“ zogen gemeinsam mit Hooligans der „Hogesa“ wenige hundert Meter durch die Kölner Innenstadt. Die Kölner Polizei nahm sechs Personen aus der „Kögida“-Kundgebung in Gewahrsam.

Die Straßen auf denen die „Kögida“-Teilnehmer gehen sind menschenleer, bis auf Polizeibeamte und Journalisten, die die Kundgebung begleiten. Dort wo sonst das Leben pulsiert ist Köln eine tote Stadt. Niemand flaniert, läuft zum Hauptbahnhof oder surren Taxis oder Busse heran. Es ist auch kein schweigender Marsch oder Abendspaziergang sondern die Teilnehmer skandieren und brüllen ihre Parolen. Auch heute wieder „Linkes Gezeter 9mm“ und natürlich „Lügenpresse“ wahlweise mit dem Zusatz „Halt die Fresse“ oder „Auf die Fresse“. Aber auch „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen“, „Wir sind da, damals wie heute Hogesa“ oder „Antifa Hurensöhne“. Auch „Wer hat uns verraten, Sozialdemokraten“ „Widerstand lässt sich nicht verbieten“ „Unsere Fahne Unser Land nationaler Widerstand“. Auch wurden wieder Journalisten gegen die Kamera geschlagen oder diese zugehalten, selbst von Ordnern der Kundgebung. „Wir sind das Volk“ wurde natürlich auch gerufen. Aber sind 100 Teilnehmer einer Kundgebung wirklich das Volk?

Viele Redner waren von „Pro NRW“, Wiener, Fiedler, Röseler und Melanie Dittmer, die sich über ihre Behandlung durch Polizeibeamte beschwerte. Melanie Dittmer, kündigte an, dass Sie nachdem sie von der Polizei in der Ausübung ihrer journalistischen Tätigkeit behindert worden sei, morgen bis zum Ende des Jahres Demonstrationen in Düsseldorf anmelden wolle und weiter: „Ich mache diese assoziale Scheiße in diesem Staat der langsam untergeht nicht mehr mit. Das sag ich Euch. Macht ruhig so weiter so. Mir fallen noch mehr Tage ein, an denen wir demonstrieren können. Schluss mit der Gewalt gegen Deutsche. Schluss mit der Gewalt gegen Patrioten und wenn es nur psychische Gewalt ist. Das hier hat mit dem Rechtsstaat nichts mehr zu tun. Da sag ich nur Europa, Jugend, Revolution. Wir werden Euch das schon zeigen, wartet nur ab.“

Der Abend ist ruhig verlaufen und die Kölner Polizei spricht von sechs Ingewahrsamnahmen bei der „Kögida“-Kundgebung. Bemerkenswert war, dass am Ende der Kundgebung, die Hooligans das Bistro am Rande des Kundgebungsortes dem Lauschen der Reden vorzogen. Gegen 21:30 Uhr waren dann alle Kundgebungsteilnehmer nach einem komplizierten Verfahren wieder auf dem Nachhauseweg. Menschen die an diesem Tag in Köln an- oder verreisten hatten allerdings große Schwierigkeiten ihre Züge zu erreichen.

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