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Sarah Wagenknecht bei einer Rede im Deutschen Bundestag im Jahr 2013

Linken-Spitze bedauert Verzicht Wagenknechts auf Kandidatur für Fraktionsvorsitz

Berlin | Die Bundesvorsitzenden der Linken, Katja Kipping und Bernd Riexinger, haben den Verzicht von Sahra Wagenknecht auf eine Kandidatur für den Fraktionsvorsitz der Linken im Bundestag bedauert. "Sahra Wagenknecht wird auch zukünftig eine wichtige Vordenkerrolle in der Partei spielen", betonten die beiden Linken-Politiker am Freitag. Zu der Frage, das Hilfsprogramm für Griechenland um vier Monate zu verlängern, habe es in der Fraktion "eine sehr gute und sachliche Debatte" gegeben, so die beiden Linken-Chefs weiter.

Wagenknecht hatte hingegen in einem Schreiben an ihre Fraktion erklärt, "der Verlauf und die Ergebnisse der Fraktionssitzung von Freitag letzter Woche" seien der Grund für ihren Verzicht auf eine Kandidatur gewesen sei, wie die Tageszeitung "Junge Welt" berichtet. "Ich halte es für einen strategischen Fehler, dass die große Mehrheit der Fraktion dem Antrag der Bundesregierung auf Verlängerung des griechischen `Hilfsprogramms` zugestimmt hat", hatte Wagenknecht ihren Parteifreunden laut des Berichts geschrieben. Die Bundestagsfraktion der Linken plane die Neuwahlen des Fraktionsvorstandes im Oktober 2015, teilten Kipping und Riexinger weiter mit.
Personalvorschläge der Parteichefs stehen derzeit noch aus. "Als Parteivorsitzende werden wir uns zu gegebener Zeit in die Debatte einbringen", hieß es seitens Kippings und Riexingers.

Die Linke NRW bedauert Sahra Wagenknechts Entscheidung, nicht für den Fraktionsvorsitz zu kandidieren

Sahra Wagenknecht war bei der letzten Bundestagswahl die NRW-Spitzenkandidatin und kann mit einer breiten politischen Unterstützung aus Nordrhein-Westfalen rechnen. Die Linke NRW stellt mit 10 Abgeordneten die stärkste Landesgruppe in der Bundestagsfraktion. Daraus ergibt sich ein Anspruch auf eine starke Repräsentanz in der Fraktionsführung.
 
NRW-Landessprecherin Özlem Demirel: "Wir respektieren die Entscheidung von Sahra Wagenknecht als Konsequenz aus ihren politischen Überzeugungen. Sie ist und bleibt eine hervorragende Frontfrau für unsere Partei in den Medien."

"Wir sind uns ganz sicher, dass Sahra Wagenknecht auch in Zukunft als Erste stellvertretende Fraktionsvorsitzende kämpferisch für linke Positionen werben wird. Ihre politischen Positionen finden in NRW immer eine breite Zustimmung. In europäischen und wirtschaftspolitischen Fragen ist ihre Kompetenz für unsere Partei unverzichtbar geworden", so Ralf Michalowsky, NRW-Landessprecher der Partei.

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