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Soldaten in Brüssel

Anschläge in Brüssel: Gibt es einen weiteren Attentäter?

Brüssel | Liveticker | Tag Drei nach den Anschlägen in Brüssel. Neue Erkenntnisse sagen, dass der Täter in der Metrostation nicht alleine gehandelt haben soll. Report-K begleitet den dritten Tag in einem Liveticker.

Belgien: Terrorwarnstufe soll gesenkt werden

20:50 Uhr > In Belgien soll zwei Tage nach den Terroranschlägen von Brüssel mit mindestens 31 Toten die Terrorwarnstufe wieder gesenkt werden. Die bislang geltende höchste Terrorwarnstufe 4 solle auf 3 gesenkt werden, berichteten belgische Medien. Die Terrorwarnstufe war unmittelbar nach den Attentaten auf die höchste Stufe heraufgesetzt worden.--- --- ---

Bericht: Weiterer Verdächtiger bei Anschlag in Brüsseler Metro

9:37 Uhr > Der Attentäter, der in der Brüsseler Metrostation eine Bombe zündete, war nicht allein unterwegs. Das berichtet der belgische TV-Sender RTBF. Demnach sei auf den Bildern einer Überwachungskamera ein zweiter Mann mit einer Tasche zu sehen. Dem öffentlich-rechtlichen Sender zufolge sei aber noch unklar, ob der Verdächtige bei der Explosion getötet wurde oder ob er noch am Leben ist.

Drei Selbstmordattentäter sind unterdessen identifiziert: Die Männer sind in Belgien geboren und hatten offenbar Verbindungen zu den Drahtziehern der Anschläge von Paris im November des vergangenen Jahres.

Maas: Die meisten Attentäter in Europa zur Bedrohung herangewachsen

Bundesjustizminister Heiko Maas hat davor gewarnt, einen Zusammenhang zwischen dem Flüchtlingszustrom und der Terrorbedrohung herzustellen: "Die meisten Männer, die in den vergangenen Monaten diese grauenhaften Anschläge verübt haben, sind bei uns in Europa zu einer terroristischen Bedrohung herangewachsen", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Sie sind keine Flüchtlinge." Wenn man Terrorismus im Keim ersticken wolle, müsse man verhindern, dass Parallelgesellschaften entstünden, betonte Maas.

"Solche Stadtteile wie Molenbeek sollten möglichst erst gar nicht entstehen." Die verrückte Ideologie von islamistischen Terroristen, so der Justizminister, dürfe für niemanden attraktiver sein als das Angebot der freien und demokratischen europäischen Gesellschaft.

Oettinger fordert bessere Abstimmung der EU-Sicherheitsbehörden

Vor dem Sondertreffen der EU-Innenminister am Freitagnachmittag hat EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) eine bessere Abstimmung der europäischen Sicherheitsbehörden gefordert. "Ich erwarte, dass die Bereitschaft der EU-Innenminister vorhanden ist, die vorliegenden Gesetzentwürfe der Kommission umzusetzen und erste Schritte zu beschließen, Hindernisse im Austausch von Informationen auszuräumen", sagte Oettinger der "Bild"-Zeitung. Der EU-Kommissar kritisierte auch den Zustand der belgischen Polizei in Brüssel: "Wir müssen aber auch klar die Mängel bei den belgischen Sicherheitsbehörden ansprechen. Es gibt allein in Brüssel mehrere verschiedene Polizeibehörden, die nicht ausreichend kooperieren. Das kann nicht so bleiben." Bislang leiten nur wenige der 28 EU-Mitgliedsstaaten regelmäßig Daten an die europäische Polizeibehörde Europol weiter.

Die EU-Innen- und Justizminister wollen am Freitag in Brüssel auf einem Sondertreffen über dieses Thema und weitere Konsequenzen aus den jüngsten Terror-Anschlägen beraten.

Das ist passiert

Bei dem Anschlag auf die Brüsseler U-Bahn-Station Maelbeek mitten im EU-Viertel kamen am Dienstag nach aktuellen Angaben 20 Menschen ums Leben. Weitere elf Personen starben bei zwei Selbstmordattentaten am Flughafen Brüssel-Zaventem. Mehr als 270 Menschen wurden verletzt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannte sich zu den Anschlägen.

Mehr zu den Brüsseler Anschlägen:

22. März: Der Tag der Attentate: Zwei Terroranschläge in Brüssel >

23. März: Der Tag danach: Die Suche nach den Attentätern >

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