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Nach diesem Mann fahndet die belgische Polizei auf ihrem Facebbok Account  (Screenshot: Facebook-Seite der belgischen Polizei)

Brüssel: Selbstmordattentäter identifiziert - Dritter Verdächtiger noch nicht gefasst

Brüssel | Liveticker |  Es ist der Tag nach den Anschlägen von Brüssel. Die Selbstmordattentäter aus dem Flughafengebäude sollen identifiziert sein. Lesen Sie hier die neuesten Nachrichten aus Brüssel zu den Terroranschlägen, die weltweiten Reaktionen und Diskussionen aus Deutschland. Der dritte Attentäter soll in Anderlecht gefasst worden sein. Diese Meldung hat sich mittlerweile als falsch erwiesen. Die Polizei sucht weiter nach dem dritten Attentäter. Das Auswärtige Amt teilte mit, dass auch Deutsche unter den Opfern sein können.

Erdogan: Brüssel-Attentäter wurde aus Türkei nach Belgien ausgewiesen

18:04 Uhr > Einer der Attentäter von Brüssel ist nach Angaben des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im vergangenen Jahr aus der Türkei nach Belgien ausgewiesen worden. Das sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara. Trotz der türkischen Warnungen sei der Mann nach der Ausweisung im Juli freigelassen worden, so der türkische Staatspräsident weiter.

Unterdessen geht die Suche nach dem Hauptverdächtigen der Bombenattentate am Brüsseler Flughafen weiter: Die Staatsanwaltschaft teilte am Mittwochmittag mit, dass Najim Laachraoui noch auf freiem Fuß sei. Zuvor waren zwei andere mutmaßliche Terroristen identifiziert worden: Es handele sich um ein polizeibekanntes Brüder-Paar, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Einer von ihnen soll sich als Selbstmordattentäter im Brüsseler Flughafen in die Luft gesprengt haben, während der andere das Attentat in einer U-Bahn-Station verübt haben soll.

Mehr als 30 Menschen wurden bei den Anschlägen getötet und über 270 weitere verletzt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannte sich zu den Anschlägen.

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Aachener unter den Opfern

17:29 Uhr >  Nach Angaben des Auswärtigen Amtes ist nach bisherigen Erkenntnissen unter den Opfern des Anschlags auch ein Ehepaar aus Aachen. Während der Mann mit schweren Verletzungen in ein belgisches Krankenhaus eingeliefert wurde, ist der Verbleib der Ehefrau ungeklärt. Es ist nicht auszuschließen, dass sie sich unter den noch nicht identifizierten Opfern des Anschlags befindet.
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EU-Innen- und Justizminister kommen zu Sondertreffen zusammen

17:15 Uhr >Die EU-Innen- und Justizminister kommen am Donnerstag in Brüssel zu einem Sondertreffen zusammen. Das teilte die niederländische EU-Ratspräsidentschaft am Mittwoch mit. Um das Treffen der für Innere Sicherheit zuständigen EU-Minister hatte Belgien in der Folge der Anschlagsserie in Brüssel gebeten.

Bereits nach den Attentaten in Paris im vergangenen November hatte es ein Sondertreffen der EU-Innen- und Justizminister gegeben. Bei den Anschlägen am Flughafen und in einer U-Bahn-Station in Brüssel waren am Dienstag mehr als 30 Menschen getötet und über 270 weitere verletzt worden. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannte sich zu den Anschlägen.

Bundesanwaltschaft ermittelt nach Anschlägen in Brüssel

17:13 Uhr > Nach den Anschlägen in Brüssel leitet die Bundesanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren ein. Ermittelt werde wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, teilte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde am Mittwoch. Die oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde sei zuständig, weil auch Deutsche bei den Anschlägen verletzt wurden.

Das Auswärtige Amt schloss zudem nicht mehr aus, dass Bundesbürger getötet worden sein könnten. Nach Angaben der Polizei wird eine Frau aus Aachen noch vermisst. "Es ist nicht auszuschließen, dass sie sich unter den noch nicht identifizierten Opfern des Anschlags befindet", teilten die Beamten am Mittwoch mit.

Bei den Anschlägen am Flughafen und in einer U-Bahn-Station in der belgischen Hauptstadt waren am Dienstag mehr als 30 Menschen getötet und über 270 weitere verletzt worden. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannte sich zu den Anschlägen.

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Auswärtiges Amt: Mehrere Deutsche unter Verletzten in Brüssel

15:47 Uhr >Bei den Terror-Anschlägen in Brüssel sind auch mehrere Bundesbürger verletzt worden. Das teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch mit. Demnach wurde ein Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft bei der Anschlagsserie schwer verletzt.

Das Auswärtige Amt schloss zudem nicht mehr aus, dass Bundesbürger getötet worden sein könnten. In Brüssel war es am Dienstag zu Terror-Anschlägen gekommen: Es gab Explosionen in der Abflughalle des Brüsseler Flughafens und in der U-Bahn-Station Maelbeek. Mehr als 30 Menschen wurden bei den Anschlägen getötet und 260 weitere verletzt.

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Anschläge in Brüssel: Gesuchter Mann wohl doch nicht gefasst

13:00 Uhr > Der nach den Anschlägen von Brüssel festgenommene Verdächtige ist laut neuesten Medienberichten doch nicht der gesuchte Najim Laachraoui. Die Zeitung "DH" hatte zuvor berichtet, dass der Mann in Anderlecht, einer Gemeinde der belgischen Hauptstadt-Region Brüssel, gefasst worden sei, zog ihren Bericht aber wenig später zurück. 

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Bericht: Mutmaßlicher Brüssel-Attentäter gefasst

11:16 Uhr >  Ein nach den Bombenanschlägen im Brüsseler Flughafen zur Fahndung ausgeschriebener Terror-Verdächtiger ist laut der belgischen Zeitung "DH" gefasst worden. Er soll einer der drei Männer sein, die auf einem Überwachungsvideo des Flughafens zu sehen sind. Zuvor waren bereits die beiden anderen mutmaßlichen Terroristen identifiziert worden: Es soll sich um ein polizeibekanntes Brüder-Paar handeln, das sich am Flughafen der Stadt in die Luft gesprengt hatte, berichtet der belgische Sender RTBF

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USA geben Reisewarnung für Europa heraus

10:00 Uhr > Das US-Außenministerium warnt seine Bürger vor Reisen in Europa. Terrororganisationen planten Anschläge in ganz Europa auf Sportveranstaltungen, touristisch interessanten Orte, in Restaurants und Verkehrsmitteln. Besondere Wachsamkeit sei an religiösen Feiertagen und bei Großveranstaltungen erforderlich, ebenso bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Stark frequentierte Plätze sollten gemieden werden. Die Reisewarnung gilt vorerst bis Juni. Die USA arbeiten nach eigenen Angaben eng mit den "europäischen Partnern" zusammen und tauschen Informationen zur Terrorabwehr aus.

EU-Kommission erwägt Einführung von Sicherheitskontrollen vor Flughafengebäuden

Als Reaktion auf die Terroranschläge von Brüssel erwägt die Brüsseler EU-Kommission die Einführung von Sicherheitskontrollen vorzuschlagen, die bereits vor Eintritt in das Flughafengebäude stattfinden sollen. "Das macht Sinn, weil dann alle Besucher von Flughäfen schon vor Betreten der Terminals überprüft würden", hieß es der "Welt" zufolge in hohen Kreisen der Kommissionsbehörde. In der EU-Kommission sei in diesem Zusammenhang darauf verwiesen worden, dass auch der Moskauer Flughafen Domodedovo infolge des Selbstmordanschlages vom Januar 2011, bei dem 36 Menschen starben, solche Kontrollen erfolgreich eingeführt habe.

"Personenkontrollen vor dem Flughafengebäude führen zu Beeinträchtigungen und Kosten, aber sie können einen positiven Effekt auf die Sicherheit haben und sind machbar". Anders als Flughäfen seien U-Bahnen deutlich schwerer zu schützen: "Ein Nullrisiko ist in U-Bahnen unmöglich", hieß es der Zeitung zufolge in Kommissionskreisen.

SPD-Innenpolitiker will EU-Terrorabwehrzentrum

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Burkhard Lischka, hat als Konsequenz aus den Terroranschlägen von Brüssel die Errichtung eines europäischen Terrorabwehrzentrums nach deutschem Vorbild gefordert. "Die fürchterlichen Terroranschläge in Brüssel führen uns leider eines wieder vor Augen: Die Gefahr terroristischer Anschläge in Europa ist aktueller denn je", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe). "Auch Deutschland steht im Fadenkreuz und ist ein erklärtes Angriffsziel."

Lischka fügte hinzu: "Die derzeit größte offene Flanke bei der Terrorismusabwehr, die es schleunigst zu schließen gilt, ist die fehlende Vernetzung der Sicherheitsbehörden auf europäischer Ebene. Wir brauchen einen besseren Datenaustausch untereinander und ein europäisches Terrorismusabwehrzentrum." Hier könne das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum in Berlin-Treptow, das 2004 als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 errichtet wurde, als Vorbild dienen.

Heveling will besseren Austausch der Sicherheitsbehörden in Europa

Der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Ansgar Heveling (CDU), hat als Konsequenz aus den Terroranschlägen von Brüssel eine bessere Vernetzung der Sicherheitsbehörden in Europa gefordert. "Die Dienste müssen künftig Informationen schneller und effizienter austauschen können", sagte Heveling der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Die Behörden benötigten jeweils einen Zugriff auf mehr Daten aus anderen europäischen Ländern.

"Die Initiative Deutschlands und Frankreichs hierzu muss die EU rasch umsetzen." Heveling sprach angesichts der Anschläge von einer "neuen Dimension des islamistischen Terrors". Als Reaktion des "Islamischen Staats" (IS) auf die Festnahme von Salah Abdeslam seien die Anschläge "überraschend schnell" erfolgt.

"Diese Schlagkraft und Reaktionsfähigkeit des IS in Europa ist besorgniserregend", betonte der Innenpolitiker.

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9:24 Uhr > Zwei der Attentäter von Brüssel sind offenbar identifiziert. Es soll sich um ein polizeibekanntes Brüder-Paar handeln, das sich am Flughafen der Stadt in die Luft gesprengt habe, berichtet der belgische Sender RTBF.

Die beiden mutmaßlichen Terroristen wurden zuvor mit dem Paris-Attentäter Salah Abdeslam in Verbindung gebracht. In Brüssel war es am Dienstag zu einer Anschlagsserie gekommen: Es gab Explosionen in der Abflughalle des Brüsseler Flughafens und in einer U-Bahn-Station.

Mindestens 34 Menschen wurden bei den Anschlägen getötet und 230 weitere verletzt. Die Terror-Miliz "Islamischer Staat" bekannte sich zu den Anschlägen.
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Den Liveticker vom Tag des Anschlags lesen Sie hier >

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