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Flüchtlingskrise: Athen will 480 Millionen Euro Nothilfe von EU

Athen/Idomeni | aktualisiert | Angesichts der anhaltenden Flüchtlingskrise hat die griechische Regierung die EU um 480 Millionen Euro Nothilfe gebeten. Mit dem Geld sollen rund 100.000 Flüchtlinge versorgt werden, teilte eine Regierungssprecherin in Athen am Dienstag mit. Griechenland könne den Zustrom nicht allein bewältigen, es sei eine langfristige Lösung zur Verteilung der Flüchtlinge nötig, betonte sie.

Hintergrund ist die weitgehende Schließung der mazedonischen Grenze zu Griechenland. Tausende Flüchtlinge sind deshalb in Griechenland gestrandet. Am Montag war es am Grenzübergang Idomeni zu Ausschreitungen gekommen, Hunderte Flüchtlinge hatten versucht, einen mit Stacheldraht versehenen Grenzzaun aufzubrechen, was zwischenzeitlich auch gelang. Sie wurden jedoch von mazedonischen Grenzschützern mit Blendgranaten und Tränengas gestoppt.

EU-Kommission besorgt über Lage an griechisch-mazedonischer Grenze

Die Europäische Kommission hat sich besorgt über die Zustände an der griechisch-mazedonischen Grenze gezeigt. Die Bilder aus Idomeni machten einmal mehr deutlich, dass es nur eine gemeinsame, europäische Lösung geben könne, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras bezeichnete die Grenzschließung Mazedoniens für Flüchtlinge als inakzeptabel.

"Die Flüchtlingskrise kann nicht ein Land allein bewältigen", sagte Tsipras in einem ZDF-Interview. Der mazedonische Außenminister Nikola Poposki hingegen verteidigte die Grenzschließung: "Wir bauen einen 20 Kilometer langen Grenzzaun zu Griechenland, um die Flut von illegalen Migranten zu stoppen. Es handelt sich dabei überwiegend um Wirtschaftsmigranten und nicht um Kriegsflüchtlinge."

Am Montag war es am Grenzübergang Idomeni zu Ausschreitungen gekommen, Hunderte Flüchtlinge hatten versucht, einen mit Stacheldraht versehenen Grenzzaun aufzubrechen, was zwischenzeitlich auch gelang. Sie wurden jedoch von Grenzschützern mit Blendgranaten und Tränengas gestoppt. Auch am Dienstag demonstrierten zahlreiche Flüchtlinge und forderten die Öffnung der Grenze: Dabei wurde unter anderem ein Schild mit der Aufschrift "Germany help?" hochgehalten.

Zu erneuten Ausschreitungen kam es jedoch nicht.

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