Politik Nachrichten Politik Welt

tsipras_360b_Shutterstock_com27062015

Flüchtlingskrise: Athen will 480 Millionen Euro Nothilfe von EU

Athen/Idomeni | aktualisiert | Angesichts der anhaltenden Flüchtlingskrise hat die griechische Regierung die EU um 480 Millionen Euro Nothilfe gebeten. Mit dem Geld sollen rund 100.000 Flüchtlinge versorgt werden, teilte eine Regierungssprecherin in Athen am Dienstag mit. Griechenland könne den Zustrom nicht allein bewältigen, es sei eine langfristige Lösung zur Verteilung der Flüchtlinge nötig, betonte sie.

Hintergrund ist die weitgehende Schließung der mazedonischen Grenze zu Griechenland. Tausende Flüchtlinge sind deshalb in Griechenland gestrandet. Am Montag war es am Grenzübergang Idomeni zu Ausschreitungen gekommen, Hunderte Flüchtlinge hatten versucht, einen mit Stacheldraht versehenen Grenzzaun aufzubrechen, was zwischenzeitlich auch gelang. Sie wurden jedoch von mazedonischen Grenzschützern mit Blendgranaten und Tränengas gestoppt.

EU-Kommission besorgt über Lage an griechisch-mazedonischer Grenze

Die Europäische Kommission hat sich besorgt über die Zustände an der griechisch-mazedonischen Grenze gezeigt. Die Bilder aus Idomeni machten einmal mehr deutlich, dass es nur eine gemeinsame, europäische Lösung geben könne, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras bezeichnete die Grenzschließung Mazedoniens für Flüchtlinge als inakzeptabel.

"Die Flüchtlingskrise kann nicht ein Land allein bewältigen", sagte Tsipras in einem ZDF-Interview. Der mazedonische Außenminister Nikola Poposki hingegen verteidigte die Grenzschließung: "Wir bauen einen 20 Kilometer langen Grenzzaun zu Griechenland, um die Flut von illegalen Migranten zu stoppen. Es handelt sich dabei überwiegend um Wirtschaftsmigranten und nicht um Kriegsflüchtlinge."

Am Montag war es am Grenzübergang Idomeni zu Ausschreitungen gekommen, Hunderte Flüchtlinge hatten versucht, einen mit Stacheldraht versehenen Grenzzaun aufzubrechen, was zwischenzeitlich auch gelang. Sie wurden jedoch von Grenzschützern mit Blendgranaten und Tränengas gestoppt. Auch am Dienstag demonstrierten zahlreiche Flüchtlinge und forderten die Öffnung der Grenze: Dabei wurde unter anderem ein Schild mit der Aufschrift "Germany help?" hochgehalten.

Zu erneuten Ausschreitungen kam es jedoch nicht.

Zurück zur Rubrik Politik Welt

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Welt

Berlin | Die Türkei erhält trotz der aktuellen Entwicklungen von der Europäischen Union eine "Heranführungshilfe" an die EU in Milliardenhöhe. Dies sorgt in den Unionsparteien für erhebliche Kritik. Mit der Heranführungshilfe werden Länder unterstützt, deren Beitrittsverfahren läuft.

Ankara | Die Türkei will nach der Verhängung des Ausnahmezustands die Europäische Menschenrechtskonvention teilweise aussetzen. Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus verwies laut dem türkischen Sender NTV auf Artikel 15 der Konvention, nach dem die Aussetzung gewisser Artikel bei der Bedrohung eines Staates mit Einschränkungen möglich seien. Kurtulmus erklärte zudem, man wolle den Ausnahmezustand so bald wie möglich beenden.

Kiew | Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International und Human Rights Watch (HRW) werfen sowohl den ukrainischen Regierungsbehörden als auch den Separatisten in der Ostukraine vor, Zivilisten willkürlich und an geheimen Orten zu inhaftieren und zu foltern. "Menschen in der Ostukraine werden von beiden Konfliktparteien verschleppt und sind der Gnade und Gewalt ihrer Entführer hilflos ausgeliefert", so Tanya Lokshina, Expertin für Europa und Zentralasien bei HRW, anlässlich der Vorstellung des Berichts "You Don`t Exist: Arbitrary Detentions, Enforced Disappearances, and Torture in Eastern Ukraine" der beiden Organisationen am Donnerstag. "Das ist unter keinen Umständen zu rechtfertigen."

NEU: Terminkalender Köln

termine_02012015

Der neue report-K Terminkalender für Köln optimiert für Ihr Smartphone:

termine.report-K.de

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets

SONDER-VERÖFFENTLICHUNG
wj_gruenderpreis2016kl

Gründerpreis der Wirtschaftsjunioren Köln 2016
Abgabefrist: 21.8.16
Alle Infos >

--- --- ---

Aktuelle Themen und Informationen der Koelnmesse >

--- --- ---

schoko_PR_boxklein

Schokoladenmuseum Köln: Zeitreise durch die Geschichte von Kakoa und Schokolade >

--- --- ---