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klimaschutz_02102015

Greenpeace dämpft Erwartungen an Klimagipfel

Berlin | Greenpeace-Chef Kumi Naidoo erwartet vom Klimagipfel in Paris kein befriedigendes Ergebnis. "Schauen Sie sich doch die bislang vorliegenden Klimaschutzzusagen der Länder an: Das ist weit weniger als nötig wäre, um den Temperaturanstieg tatsächlich unter zwei Grad zu halten", sagte er dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). "Bislang fehlt der politische Wille."

Naidoo fordert, dass die Länder ihre für Paris gegebenen Klimaschutz-Zusagen alle fünf Jahre erhöhen. "Wenn die bisher vorliegenden Vorschläge zehn oder 15 Jahre lang gelten, wird sich das Klima so gut wie sicher um drei Grad erwärmen", so Naidoo. Darüber hinaus hält er die vollständige Umstellung der Energieproduktion auf Erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050 für nötig.

Bei einem Kostenvergleich müsse man die wahren Kosten der fossilen Energieerzeugung berücksichtigen. "Auf der Stromrechnung erscheinen keine Gesundheitskosten, obwohl die Abgase aus Kohlekraftwerken krank machen. Es erscheinen auch kaum Kosten für den Wasserhaushalt, obwohl die Kohlewirtschaft extrem viel Wasser verbraucht und verschmutzt", gab der Greenpeace-Chef zu Bedenken.

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