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Pariser Anschläge: Gefasster Verdächtiger wehrt sich gegen Auslieferung

Paris | - In der EU wächst dem "Spiegel" zufolge die Sorge, dass mit Beginn des Frühlings Hunderttausende Flüchtlinge die geschlossene Balkanroute umgehen und sich über das Mittelmeer auf den Weg nach Europa machen. "Wir müssen alternative Routen, vor allem die Mittelmeerroute, so schnell wie möglich schließen, bevor das Wetter besser wird", sagte Österreichs Außenminister Sebastian Kurz. Brennpunkt ist Libyen, das als eine Hochburg der Schlepper-Mafia gilt.rüssel (dts Nachrichtenagentur) - Ein Hauptverdächtiger der Pariser Attentate vom November 2015, der am Freitag in Brüssel gefasst worden war, will sich gegen eine Auslieferung nach Frankreich wehren. Er sei zu einer Zusammenarbeit mit den belgischen Behörden bereit, ließ er am Samstag über seinen Anwalt erklären. Er räumte ein, am 13. November in Paris gewesen zu sein.

Die belgische Regierung hatte zuvor ihre Bereitschaft signalisiert, den Festgenommenen rasch nach Frankreich auszuliefern. Der 26-jährige Verdächtige hatte den Behörden zufolge ein Fahrzeug angemietet, mit dem eine der Tätergruppen am 13. November 2015 in Paris unterwegs war. Bei den islamistisch motivierten Attentaten an fünf verschiedenen Orten im 10. und 11. Pariser Arrondissement sowie an drei Orten in der Vorstadt Saint-Denis wurden 130 Menschen getötet und 352 verletzt, davon 97 schwer.

Außerdem starben sieben der Attentäter in unmittelbarem Zusammenhang mit ihren Attacken, darunter auch der 31-jährige Bruder des nun festgenommenen Verdächtigen. Zu den Anschlägen bekannte sich später die Terrororganisation "Islamischer Staat".

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