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slowenien_2012_04_03

Slowenien will keine Flüchtlinge mehr durchlassen

Ljubljana | Slowenien will Flüchtlingen die Durchreise durch das Land nicht mehr erlauben: Ab Mitternacht sollen nur noch Flüchtlinge einreisen dürfen, die gültige Visa und Pässe besitzen oder Asyl in Slowenien beantragen wollen, teilte das slowenische Innenministerium am Dienstagabend mit.

Nur in Einzelfällen werde es Ausnahmen aus humanitären Gründen geben. Der organisierte Transport von Flüchtlingen durch das Land werde eingestellt. Serbien kündigte unterdessen an, dem Beispiel Sloweniens folgen zu wollen. "Damit wird die Balkanroute praktisch geschlossen", heißt es in einer Mitteilung des serbischen Innenministeriums.

Griechenland bereitet Räumung von Flüchtlingscamp in Idomeni vor

Griechenland bereitet die Räumung des Flüchtlingscamps in Idomeni an der Grenze zu Mazedonien vor. Die Flüchtlinge sollen in neue Unterkünfte umgesiedelt werden: "Es ist doch im eigenen Interesse der Migranten, in geeignete Einrichtungen umzuziehen", sagte ein Sprecher der griechischen Regierung "Spiegel Online". "Wir werden bei der Räumung behutsam vorgehen, aber wir werden allen auch sehr deutlich sagen, dass es für sie bis auf Weiteres keine Möglichkeit gibt, die Grenze zu überqueren. Hier zu bleiben, macht doch keinen Sinn." Die Räumung solle stattfinden, sobald die neuen Unterkünfte bereitstünden. Schätzungen zufolge befinden sich mittlerweile rund 13.000 Menschen im Flüchtlingslager in Idomeni, das für deutlich weniger Menschen ausgelegt ist.

In der vergangenen Woche war es zu Ausschreitungen gekommen, nachdem Mazedonien angekündigt hatte, pro Tag nur noch 300 Flüchtlinge über die Grenze zu lassen.

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Ljubljana | Sloweniens Regierungschef Miro Cerar warnt vor einer neuen Massenmigration über das Mittelmeer. "Millionen Migranten warten darauf, diesen Weg in die EU zu nehmen. Das ist eine sehr ernste Situation", sagte Cerar der "Bild am Sonntag".

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