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Varoufakis bezeichnet Schäuble als "Marionettenspieler"

Athen | Griechenlands ehemaliger Finanzminister Janis Varoufakis wirft Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vor, "ein Marionettenspieler" zu sein.

In einem Interview der "Welt" und der belgischen Zeitung "Le Soir" für die "Leading European Newspaper Alliance" (LENA) sagte Varoufakis: "Er ist eine bedeutende Persönlichkeit. Er hat Beiträge zu der Art und Weise geleistet, wie heutzutage Politik gemacht wird. Ob ich es genossen habe, mich mit ihm zu unterhalten? Ja, enorm. Habe ich etwas gelernt in den Gesprächen mit ihm? Ja. Hat er die Euro-Zone geprägt? Absolut. Die Euro-Gruppe ist sein Geschöpf. Er ist ein Marionettenspieler. Ganz klar."

Varoufakis hält seinem ehemaligen Amtskollegen vor, die finanzpolitische Souveränität der Euro-Staaten infrage zu stellen. "Er will, kurz gesagt, einen obersten Steueraufseher installieren, wahrscheinlich den Präsidenten der Euro-Gruppe. Der soll durch einen neuen Vertrag die Kompetenz erhalten, sein Veto gegen jeden nationalen Haushalt einzulegen. Nicht nur in Griechenland, auch in Frankreich und sonstwo", sagte Varoufakis. Schäuble gefalle nicht, "wie die Franzosen ihr Budget zusammenstellen. Er will das alles kontrollieren. Griechenland ist ihm egal." Aber Schäuble sei "es wichtig, Frankreichs Haushalt zu kontrollieren". Varoufakis sieht darin auch Schäubles Eintreten für einen Austritt der Griechen aus dem Euro begründet: "Seiner Vorstellung nach würde der Grexit derartiges Leid in Griechenland bewirken, dass die französischen Politiker gedanklich schon vollkommen darauf ausgerichtet sind, seine Forderung zu befolgen." Hinsichtlich der Erfolgschancen für die Griechenland-Rettung ist Varoufakis pessimistisch. "Ich glaube, dass dieses Rettungspaket nicht funktionieren kann. Und ich bin sicher, dass auch niemand anders das glaubt - einschließlich Wolfgang Schäuble und Christine Lagarde." Varoufakis machte allerdings deutlich, dass Schäuble der einzige Finanzminister im Kreise der Euro-Gruppe gewesen sei, der "wirklich meinte, was er sagte - jedes Mal, wenn ich mit ihm gesprochen habe". Im Übrigen habe er sich mit Schäuble "nie gelangweilt".

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