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Hamburg: Scholz räumt Niederlage der Olympia-Befürworter ein

Hamburg | Hamburg wird sich nicht um die Ausrichtung der Olympische Spiele 2024 bewerben. Rund 51,7 Prozent der Hamburger entschieden sich in einer Volksabstimmung gegen eine Bewerbung der Stadt. "Das ist eine Entscheidung, die wir uns nicht gewünscht haben. Sie ist aber klar", sagte der Hamburger Oberbürgermeister Olaf Scholz (SPD) und räumte damit die Niederlage der Olympia-Befürworter ein.

In Kiel, wo die Segelwettbewerbe hätten ausgetragen werden sollen, entschied sich die Bevölkerung dagegen mehrheitlich für eine Bewerbung: 65,57 Prozent der Wahlberechtigten stimmten für den Vorschlag. "Wir hatten das kaum zu hoffen gewagt. Aber wir sind froh und wollen später noch feiern", sagte der Sprecher der Olympia-Gegner, Florian Kasiske.

Bürger entscheiden über Hamburger Olympia-Bewerbung

In Hamburg und Kiel entscheiden die Einwohner am Sonntag über die Olympia-Bewerbung für das Jahr 2024. Die Wahllokale sind von 08:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. In Hamburg sind rund 1,3 Millionen Bürger abstimmungsberechtigt, in Kiel knapp 200.000. Als Zustimmung zur Bewerbung gilt, wenn mindestens ein Fünftel der Wahlberechtigten in Hamburg mit Ja stimmen und über 50 Prozent der abgegebenen Stimmen darstellen, in Kiel, wo die Segelwettbewerbe stattfinden sollen, ist ebenfalls eine einfache Mehrheit erforderlich, insgesamt müssen jedoch mindestens acht Prozent der Wahlberechtigten zustimmen.

Sollte Hamburg für und Kiel gegen eine Olympia-Bewerbung stimmen, muss Hamburg sich eine neue Partnerstadt für die Segelwettbewerbe suchen. Die weiteren Bewerberstädte für Olympia 2024 sind Paris, Rom, Los Angeles und Budapest. Die Entscheidung trifft das Internationale Olympische Komitee im September 2017.

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