Wirtschaftsnachrichten Bildung

rfh_marie_kuehr_23022016

Design-Studium: „Vom Betrachter zum Akteur werden“

Köln | Professorin Marie-Susann Kühr lehrt an der Rheinischen Fachhochschule Köln im Fachgebiet Internet- und Printgestaltung, Corporate Design und Informationsdesign. Report-K sprach mit der Designerin über das Berufsbild und Berufung.

report-K: Sie sind Designerin und organisieren das Forum Mediendesign, das 2015 zum 9. Mal unter dem Motto "Wir sind Designer" stattfand mit. Was fasziniert Sie an der Berufung Designerin?

Kühr: Das Forum Mediendesign organisieren hauptsächlich unsere Studierenden unter der Leitung meines Kollegen Prof. Martin Teschner. Als Designerin faszinieren mich drei Dinge:
1) Ich habe mit sehr vielen Lebensbereichen zu tun.
2) Die Lösungen der Branche sind in ständiger Veränderung.
3) Ich darf mit Dinge ausdenken.

Das Berufsbild hat sich verändert, heute ist es nicht mehr nur der Grafiker um die Ecke, sondern es geht auch um Forschung, um Management oder auch um Designheldentum. Welche persönlichen Voraussetzungen benötige ich als Designer und wie kann ich mich optimal auf den Beruf vorbereiten?

Richtig. Die Anforderungen sind vielfältig. Man braucht viel Neugier. Die Lust an unkonventionellen Lösungen und das Erkennen des Passenden. Das Passende ist oft auch unsichtbar und bezieht sich auf eine konzeptionelle Lösung. Das klassische Gespür für Form und Farbe ist aber auch noch sehr wichtig. Die beste Vorbereitung: Augen auf! Und alles, was ich sehe einer kritischen Betrachtung unterziehen. So wird man irgendwann vom Betrachter zum Akteur der Branche.

Wenn ich mich für ein Design-Studium entscheide, lerne ich dann nur Handwerk oder wird auch meine Persönlichkeit weiterentwickelt?

Wir sagen gerne: Ich kann, ich weiß, ich will! Es geht natürlich um Fertigkeiten und Fähigkeiten. Manches kann ich lernen, anderes trainieren und im besten Falle macht ein Studium eine Gestalterpersönlichkeit aus mir. Die Dozenten, die Kommilitonen und die Aufgaben werden meinen Blick auf die Welt, meine Selbstwahrnehmung aber natürlich auch ganz maßgeblich mein Können formen.

Wie technisch ist Design geworden, gerade wenn man an Screendesign denkt - oder gibt es noch den Kreativen der Bleistifte zerkaut?

Es gibt nach wie vor beides. Die Idee und der Entwurf entstehen meist ohne den Einsatz von Technik. Für die Umsetzung sollte man eine Reihe von Computerprogrammen kennen. Das ist unerlässlich. Diese sind aber nur Werkzeug, um zu einem Ziel zu gelangen.

Welche Berufschancen sehen Sie für Designer nach einem Studium in Deutschland, in Europa und darüber hinaus?

Wenn man sich mal vergegenwärtigt welche Omnipräsenz Medien haben, so liegt die Antwort auf der Hand. Zukünftig werden in hohem Maße Menschen gesucht die wissen, wie man Medien gestaltet.

Informationen zum Studiengang Mediendesign und Professorin Kühr an der Rheinischen Fachhochschule >

Zurück zur Rubrik Bildung

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Bildung

Richtfest_WiSo-30082016

Köln | Heute Mittag fand an der Universität zu Köln – in unmittelbarer Nähe des Albertus-Magnus-Platzes – das Richtfest zur Fertigstellung des Rohbaus des neuen Erweiterungsbaus „Campus Nord-WiSo“ statt. Finanziert aus Mitteln des Hochschulpaktes III entsteht hier ein weiteres Gebäude, dass den – infolge der steigenden Zahlen an Studierenden – bestehenden universitären Flächenbedarf abdecken soll.

Köln | Am Dienstag den 30. August wirft das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ an der Deutzer Werft südlich der Deutzer Brücke ihren Anker über Bord. Bei der Mitmach-Ausstellung „Meere und Ozeane“ können Kinder und Erwachsene alles über die sieben Weltmeere erfahren und erhalten einen Einblick in die wechselseitige Forschungsarbeit von Wissenschaftlern. Am Freitag, den 2. September, wird der Anker wieder gelichtet und das ehemalige Frachtschiff verlässt Köln.

uni-symbol

Köln | Das Projekt A3 des Sonderforschungsbereiches 806 der Universitäten Köln, Aachen und Bonn versucht diesen Fragen nun anhand von Sedimenten auf den Grund zu gehen. Der Lake Chew Bahir im Süden Äthiopiens, auch als Stefaniesee bekannt, sei hierbei besonders vielversprechend. Professor Frank Schäbitz zum Forschungsprojekt: „Anhand der Seesedimente können wir das Klima und die Umweltbedingungen der letzten 200.000 Jahre rekonstruieren und Faktoren untersuchen, die schließlich die Ausbreitung und Migration des modernen Menschen förderten.“

NACHRICHTEN + THEMEN AKTUELL

NEU: Terminkalender Köln

termine_02012015

Der neue report-K Terminkalender für Köln optimiert für Ihr Smartphone:

termine.report-K.de

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets

SONDER-VERÖFFENTLICHUNG
wj_gruenderpreis2016kl

Gründerpreis der Wirtschaftsjunioren Köln 2016
Abgabefrist: 21.8.16
Alle Infos >

--- --- ---

Aktuelle Themen und Informationen der Koelnmesse >

--- --- ---

schoko_PR_boxklein

Schokoladenmuseum Köln: Zeitreise durch die Geschichte von Kakoa und Schokolade >

--- --- ---